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Mittwoch, 26. Januar 2011

" GEMA Geldquellen gucken !"


                                  (c):   Bundesarchiv, Bild 183-31215-0003 / CC-BY-SA

 Es gibt eine BRD spezifische Dreifaltigkeit, die zu den wohl best gehassten Institutionen in dem einstigen Land der großen Dichter und Denker zählt. Als da wären: GEZ, SCHUFA und GEMA!
Nun, vor den ersten beiden Kraken kann sich der Normalbürger nicht erwehren. Gerät er - quasi mit seiner Geburt - in ihre Tentakel, so wird er von dem dynamischen Duo aufgefressen.
Die GEZ in Köln mit ihren Eintreibungsvollmachten für die Landesrundfunkanstalten bzw. deren Verbund, ist ein wahrhaft kreativer Haufen mit dem Hang des Öfteren sich selbst in Frage zu stellen,wenn es darum geht die Zwangsgebühren für die viel zu kostspieligen Rundfunk-und Fernsehprogramme beizutreiben.
Ein dauerhaftes Ärgernis für jeden dort erfassten Gebührenzahler,weil er sich des Zugriffs dieser Körperschaft des öffentliches Rechts nur durch Verarmung,schwerwiegender Beeinträchtigungen wichtiger Körperfunktion ( Stichwort: Schwerbehindertengesetz ) oder Tod entziehen kann.
Letzteres auch dann nicht einmal, wenn nämlich die unerwünschten Gebührenbescheide in den noch nicht aufgelösten Haushalt via Briefkasten in die Wohnung des Verblichenen flattern.

Die zweite institutionalisierte Streitmacht, die SCHUFA, hat sogar noch mehr direkten Einfluss auf das Leben jedes Bundesbürgers. Wer eine kreditierte Finanzierung wünscht, muss sich von dem Banken-Lumpenpack auf Herz und Nieren prüfen lassen. Dieses wird nicht vor Ort erledigt, sondern per Onlineabfrage bei der jeweils zugewiesenen SCHUFA-Stelle. Auch hier kennt die Datensammelwut beinahe keine Grenzen. Ob nun eine Kontoeröffnung,ein Handy-Vertrag oder eine Baufinanzierung. Jede Bewegung wird dort registriert und umgehend gespeichert. Damit lassen sich Profile erstellen, die zusammen mit den persönlichen Daten zu einem "Scoring"-Typennbild aneinander gefügt werden. Wer in einer sozial schwachen Gegend wohnt, der erhält einen Malus, wer in einem schicken Villenviertel lebt einen Bonus.
Damit können Banken schnell die Bonität ermitteln und die hohen Zinsen für entliehenes Geld vertraglich diktieren.
Die SCHUFA ist nicht nur Handlager der Banken, sondern auch bei Abzahlungsgeschäften im Handeln ein obligatorischer Spionagepartner.
Wer schwarze Flecken auf der dortigen Weste hat, bekommt eben nix auf Pump.

Basta!

Das dritte Standbein des bundesdeutschen Abzockerwesens nennt sich GEMA. Ein biederer Bürger kennt sehr oft weder die sich hinter der Abkürzung verbergende Institution, noch macht er sich Gedanken zu deren Aufgaben. Warum auch? Als einfacher Konsument bekommt der hier lebende Mensch allenfalls am Rande einen Einblick über das, was sich hinter der GEMA verbirgt. Wenn eben jene GEMA - exakt: 
Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte 
der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt bleibt, so bedeutet dieses jedoch nicht,dass ihre Kontrollbandbreite eher gering ist. Die GEMA hat ihre Krankenarme, mit der sie Euronen einzieht, in vielen Bereichen des simplen Alttags ausgebreitet.

Wer als Gewerbetreibender eine öffentliche Veranstaltung ausrichtet, auf der Musik gespielt wird, muss dieses zuvor bei der GEMA in Berlin oder München anmelden. Um die Höhe des abzukassierenden Betrags zu ermitteln, unterzieht sich der Veranstalter einer umfassenden Befragung.
Wer als Hobby-DJ ab und zu Tanz - und Walzmusik auflegen möchte, nach dem die Mumien hin und her geschoben werden, hat sein Ansinnen zuvor bei? Richtig bei der GEMA anzumelden.
Wer Liedgut in einem illustren Kreis trällern möchte, der muss dieses nicht.
Denkste!

Die Bauern aus München und die Pfannkuchen aus der Bundeshauptstadt haben nun - in einem Anflug von Größenwahn - darüber sinniert, wie neue Geldquellen erschlossen werden können. Sie sind zu dem erhellenden Ergebnis gekommen,dass auch Sangensabende an denen die Eisgrauen und Perückenträgerinnen - gemäß den Richtlinien der CDU über die bundesdeutsche Leitkultur - ein fröhlich Lied geschmettert wird,zu öffentlichen Veranstaltungen gehören und somit anmelde - und gebührenpflichtig sind.
Hoi, da klappern aber die Gebisse und der Refrain von " Hoch auf dem Gelben Wagen " bleibt so manchem Angehörigen der Altersgruppen 50 plus bis Scheintot in der Kehle stecken.
Auch noch Moneten für die deutsche Liedgutpflege zahlen?

Als sei der GEMAś methodischer Irrsinn noch nicht genug, versuchen die beiden süd-ost Einheiten des Geldklaumonsters nun auch noch Kindergärten, Kinderkrippen und Horte bei dem Absingen von " Alle meine Entchen " über " In der Weihnachtsbäckerei " bis hin zu "Weißt Du, wieviel Sternlein stehen? " zur Kasse zu bitten. Was die vielen Kinderbetreuungseinrichtungen daraufhin veranlasst hat, das "Absingen" bundesdeutscher Kinderlieder schlichtweg - bei Strafe - zu verbieten.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Kitas-in-Hannover-wehren-sich-gegen-Gema-Gebuehren

Da klappen einem Vater,Großvater selbst ernannten "Meister"-Singer vom " Tälchen " doch glatt die Fußnägel hoch. Soviel Dreistigkeit hat selbst ein Auskenner des BRD-Verwaltungs - und Reglementierungsschwachsinns nicht erwartet. Gleichwohl stellt sich die Frage. "Wem nutzt es?" oder, wie wir Lateiner es gerne unverständlich formulieren " Qui bono? "
Der erste Gedanke war natürlich dem Staat. Doch weit gefehlt. Es bringt nur klingende Münze in die Säckel der GEMA und von ihnen - vermeintlich- vertretenen Künstlern oder solchen, die nie einer waren. Damit lässt sich selbstverständlich die eigene Existenzberechtigung in den Zeit der Globalisierung, der www.-Manie und der illegalen Musik-Downloads trefflich nachweisen.

Wenn Unsinn Methode hat, dann aber doch wohl hier. Unsere künftigen Generationen werden unisono durch medialen Unterhaltungsmüll zugeworfen. Wer vielfach nach Märchen fragt, erhält zur Antwort des übergewichtigen Einzelkindes zur Antwort: " Was ist das denn? Kann man das essen?" Liederlieder werden zumeist nur noch konsumiert, denn gesungen. Da fragt sich so mancher graue Wolf mit besserer Kinderstube,wer denn bitte schön in 20 Jahren diese noch singen kann?

Der GEMA-Blödsinn wird wohl alsbald nicht nur vor den Toren der Kindergärten etc. halt machen. Es steht zu befürchten,dass in den nächsten Jahren das Absingen von Liedgut in der Öffentlichkeit gebührenpflichtig wird. Soweit es dazu kommen sollte, werde ich meine Sangeskünste alsbald nur noch innerhalb des Stillen Örtchens im Hause zum Besten geben, denn wenn dann anschließend die Spülung wieder funktionieren sollte,kann niemand mehr behaupten, ich hätte ein GEMA-pflichtiges Kunstwerk verbreitet.
Sinnvoller wäre es jedoch, die ganze GEMA als das zu sehen, was sich ab und zu in dem benannten Örtchen in der weißen Schüssel ansammelt, dafür bestimmt, schnellstens den Raum wieder zu verlassen.


1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Die unheilige Dreifaltigkeit... ;o)