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Sonntag, 9. Januar 2011

Irland - Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

Wenn ich früher einmal nach Irland gefragt wurde, dann fiel mir allenfalls das dort gebraute Bier, der destillierte Whisky, grünes Gras, die Pub-Kultur und Menschen mit rot-blonden Haaren ein. Vielleicht noch die schroffen Küstenstreifen und das gleichmäßige, windige, nasse Wetter, waren jene Kenntnisse von der Insel, die ich hatte. So wird es wohl vielen auch heute noch gehen, wenn sie diese Frage gestellt bekommen würden.Dieses Klischee hafte Bild hat sich jedoch längst gewandelt. Die Republik Irland gehört inzwischen zu den wirtschaftlich attraktivsten Regionen in Europa, ja sogar weltweit. Um diese Metamorphose zu verstehen, die Entwicklung nach vollziehen zu können, bedarf es einiger historischer Kenntnisse über dieses Land.

Was vor mehr als 7.00 Jahren mit der Besiedelung der Insel durch die Kelten begann, ihren traurigen Höhepunkt in der Hungerkatastrophe im 19. Jahrhundert - als über 1,5 Millionen Iren verstarben - sich fort setzte, endete dann in der Loslösung der Republik Irland vom Vereinigten Königreich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Irlands

Das Land war einstmals, dass heißt in den vorherigen Jahrhunderten, ein reines Agrarland. Neben Schafzucht,Rinderzucht und Milchindustrie,gab es einige lokale wollverarbeitende Betriebe. Die Förderung von Kohle, Erzen und Zink stellte einen kleineren industrieller Zweig dar.

Inzwischen hat das Land durch den Ausbau der Milchwirtschaft und der Rinderzucht einen bedeutenden Weltmarktanteil erlangt und ist durch die Kerry-Group sogar im Bereich Milch industrieller Herstellung Weltmarktführer.

Die wirtschaftliche Entwicklung erfuhr einen Boom nach dem Beitritt in die EU und die Einführung des Euro. Ein gigantischer Immobilienmarkt entstand, der letztes Jahr mit der aus den USA herüber schwappenden Krise und diversen Bankenpleiten ein abruptes Ende nahm. Was als aufgeblähter Anlagesektor galt, für viele weltweit operierende Banken zu einem lukrativen Spekulationssektor wurde, brach binnen weniger Monate in sich zusammen.
Da die irische Regierung unter dem Premier Brian Cowen - ohne Not- den Anlieger von tausenden von Immobilienfonds staatliche Rückzahlungsgarantien gab, ist das faktisch pleite. Die EU musste mit vielen Milliarden stützend eingreifen.
Ob sich Irland von dem Kollaps erholt, steht in den Sternen.

Fakt ist auf jeden Fall: Die völlig überzogenen Immobilienpreise fielen auf ein Drittel des realen Wertes. Die Banken geben keine Baukredite aufgrund der vermeintlich Wertsteigerung von Hausgrundstücke, sondern verweigern sogar Baukredite und Darlehen ohne ausreichende Besicherung. Der Höhenflug ist beendet und der irische Vogel setzte zum Singflug an. Ob er eine Bruchlandung vollzieht steht bis heute nicht fest.


Hätte die Regierung von Brian Cowen - einem wirtschaftspolitischen Volltrottel - nicht für die verbrecherisch agierenden Banken Staatsgarantien abgegeben,wäre das Land ohne Blessuren aus dem Desaster der US-Finanzwirtschaft annähernd schadlos heraus gekommen. So zahlt die irische Bevölkerung - wie in anderen EU-Ländern auch - die Zeche für die Unfähigkeit der eigenen Politiker, die hemmungslos agierenden Banker - insbesondere die der Yankees - und das grenzenlose Leben auf Pump.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebte für viele Jahre auf zu großem Fuß und von Bankkrediten, die ohne Bonitätsprüfung heraus geschleudert wurden.
Was seit 2002 verprasst und vergeudet wurde, muss nun zurück gezahlt werden. Nicht wenige Haushalte sind mit 1 Millionen Euro bei den Banken in der Kreide. Zwangsversteigerungen werden sich - wie in den USA - häufen. Hinzu kommt eine rapide ansteigende Arbeitslosigkeit.
Allein 2010 wurden ca. 800.000 polnische Berufstätige, die überwiegend Jobs ausübten, für die sich so mancher Ire - siehe auch BRD - zu fein geworden war, nach Hause geschickt. Was als Jobmotor anlief ist zu einer Draisine verkommen.

In einem Times-Artikel konnte ich vor einigen Wochen nach lesen, was die Rezeptur für die schwere Erkältung des Landes sein muss: Sich selbst kurieren!


Aus dem keltischen Tiger ist inzwischen ein Steiff-Tier geworden;aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Insel der Gebeutelten. Es wird - wie schon vor vielen Jahrzehnten - sehr viele junge Leute aus der sehr jungen Bevölkerung in die Ferne ziehen. Den Jobs und der Zukunft nach jagend,die es in Irland wohl so schnell nicht mehr geben wird.

Auch für den voll gefresssenen Cowen dürfte im Frühjahr bei den Parlamentswahlen der Ofen ausgehen. Die Iren haben von diesen Unfähigen und seiner Bande von Selbstbedienern die Nase voll.
Was bleibt, ist immerhin noch "Kerry Gold ", das exzellente " Guinness " und der einmalige irische Whisky!

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