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Dienstag, 18. Januar 2011

Kraterlandschaften

Wer sich in den Tagen nach dem großen Schneefall, dem Frost und dem Wasser auf den Gehsteigen der Landeshauptstadt fort bewegen muss,kommt aus dem Staunen nicht heraus. Neben Unmengen an Split und sonstiger Abstreu, Unrat und Hunde-Exkrementen,sehen die parallel entlang führenden Straßen vielfac wie der berühmte Schweizer Käse aus. Loch an Loch oder besser: Schlag auf Schlagloch sind deutlich erkennbar. Die Spuren des durchaus knackigen Winters sind aller Orten erkennbar und werden denn schon längst von den Städten,Kommunen und Ländern beklagt. Einige hundert Millionen Euro soll deren Beseitigung verschlingen. Darf es noch ein bißchen mehr sein?

Was hierauf hin in den Nachrichten und Medien an Beiträgen zu den groben Unbill des - noch nicht vergangenen - Winters 2010 / 2011 dem Rezipienten um die Ohren gehauen wird, ist genauso unerträglich, wie das ewige Gejammer von der bankrotten Gebietskörperschaft. Da fragt sich doch so mancher geschröpfte Bürger: " was machen die eigentlich mit den Steuern, Abgaben und Gebühren? "
Nun, neben der rein philosophischen Frage,wo die Moneten versichern, die Papa Staat einnimmt,bleibt dem Citoyen die Selbstantwort, dass sie dahin verschwinden,wo sie niemanden etwas nützen.

Zurückkehrend auf die Eingangsproblematik, wonach die Krater in den ungezählten Straßen nun doch zügig verfüllt und beseitigt werden müssen,kam mir - in Anlehnung an einen Oberschlaumeier aus der hiesigen CDU-Landtagsfraktion - die erhellende Idee, dass ja jeder Einwohner dieses,unseres Landes,eine Patenschaft für ein Schlagloch erwerben könnte. Gegen einen einmaligen Obolus von 5,-- bis 10,-- Euro - je nach Größe des Loches. Bei mehr als 2 Paten gibt es dann 20% Rabatt. Kinder unter 14 Jahren zahlen die Hälfte; Familien mit mehr als dem obligatorischen Einzelkind ach.
Dann wäre als Gegenleistung - zu einem Aufschlag von 10 % je Schlagloch - noch die Möglichkeit, eben jenes mit einem Namen zu versehen. Ähnlich, wie bei der Namensgebung von Stürmen, Sternen und Schiffen. Wer sich den Luxus erlauben möchte, dem Schlagloch einen Doppelnamen, wie z.B. Ann-Christin, Caspar-David oder Chantal-Geneveve zu benennen,zahlt nochmals ein Aufschlag von 10 %.

So kämen - zumindest theoretisch - mehr als 400 Millionen Euro für die Straßensanierung zusammen. Ein schönes Sümmchen,das ein wenig zur Beseitigung des teilweise desolaten Zustandes der bundesdeutschen Raser-Pisten dienen könnte.

Während ich beim Sinnieren über die in Betracht kommenden Finanzierungsmöglichkeiten zur Sanierung der bundesdeutschen Straßen-Kraterlandschaften blieb,kam mir plötzlich eine MDR Info-Meldung in mein Gedächtnis zurück,in der sich eben mit jenem Thema ein in Polen tätiger Korrespondent auseinander setzte.
Unsere - eher ungeliebten - Nachbar würden bei dem Realzustand der hiesigen Straßen nur müde lächeln,denn in Polen wird mit ganz anderen Geschützen hantiert. Dort haben sich nicht Fußball große sondern Medizinball große Krater gebildet, die eher einem feinmaschigen Fischernetz,denn de Schweizer Käse ähneln. In einigen Regionen sind ganze Straßenzüge unpassierbar geworden.

So relativiert sich alsbald das Vermächtnis des deutschen Winter und wird zu einem Problemchen,wenn hier vergleichsweise der beklagenswerte Zustand der polnischen Straßen heran gezogen wird. Ein dort eingesetztes Schlaglochortungsgerät würde nie wieder mit dem Piepton aufhören.
Dennoch gilt immer noch:
Jeszcze Polska nie zginęła!

Kommentare:

exmagenta hat gesagt…

Also dem geborenen DDR-Bürger sind solche Pflanzlöcher in den Straßen bestens vertraut. Der Vorteil in dieser Zeit war jedoch, die Löcher hatten Bestand und wusste auf seinem täglichen Weg genau, wo sich die Federwegtester befanden.
Eine Episode: Im Jahre 90 kam ein Sonderzug von Hamburg nach Dresden. Darin enthalten auch meine Deutsch-Deutsche-Freundschaft von meiner ersten Westreise im Jahre 89. Nach der Medienwirksamen Ankunft in DD, kam ein Wunsch über seine Hummel-Hummel-Lippen: Einmal Trabant fahren! Kein Problem, kurze Einweisung in das funktionelle Cockpit und los ging die Reise über Dresdens Straßen. Mitten auf der Marienbrücke gab ich das Kommando die Fahrspur etwas nach links zu verlegen. Die sehr verwunderte Frage nach dem warum, beantwortet ich schlicht und einfach mir dem Satz: "Na weil da vorne ein Schlagloch kommt." Dazu sei gesagt, das besagte Loch befand sich noch weit voraus und alle vorausfahrenden Inseider taten das Gleiche. Unser Freund hat nur mit dem Kopf geschüttelt und geguckt wie Obelix -"Die spinnen die Römer!"

Lobster53 hat gesagt…

Herr Nachbar, eine schöne Episode aus der anderen Zeit. Ich musste schmunzeln,denn die Hamburger waren auch schon damals nicht die Privilegierten in Bezug auf Straßenzustand.
Frage nach nebenan: Wie wäre es mit einem gemeinsamen Post? Ein Versuch ist es doch alle Male wert, gelle!

exmagenta hat gesagt…

Welch ehrenvoller Antrag. Ich komme doch mit meinem Wort- und Bildungsschatz lange nicht an die nachbarlichen Kolummnen heran. Eine Verbindung gibt es aber, die sich einschleichenden Schreibfehler. Wer Insider als Inseider beschreibt, kann auch gleich statt Inder, Indianer vor den Monitor setzen. Auch wenn die Peinlichkeit berührt ist, macht es uns nicht unmenschlicher. Spaß macht es alle Mal. Also packen wir es an. Eine Kiste Jever steht schon bereit.

Lobster53 hat gesagt…

Dir seiś verziehen. Wer schnell denkt,der macht auch manchmal Fehler; wer viel schreibt eben auch Schreibfehler! Ich habe dennoch sofort erkannt, was Dein Ansinnen war. Und: Solange es nicht bei Dir der Aroma des Tees heißt, ist Dir alles an sonstigen " rock'n 'roll" - Pirouetten des Schreibens erlaubt.