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Montag, 14. Februar 2011

66 Jahre und kein bisschen weise.



Deutsches Bundesarchiv 
(c) G. Beyer


Da hat doch mein Blogger-Kollege aus der Nachbarschaft in seinem Post zu den Ereignissen rund um das Erinnern an die Zerstörung Dresdens vor genau 66 Jahren den Schuss Sarkasmus dazu getan, um die Würze in dem immer noch brisanten Thema " Dresden am 13 Februar 1945 " zu verstärken. Nun, das ewig junge Problem an dem Vermitteln historischer Ereignisse ist nach wie vor,dass es zwei Seiten einer Bewertung gibt.
So auch hier.
Die rechte Seite sagt: " Die Bombardierung war ein Kriegsverbrechen."
( Das stimmt! )
Die linke Seite argumentiert: " Die Bombardierung war sinnlos, wurde aber von der Hitler-Meute deshalb provoziert,weil die Kapitulation Deutschlands nicht erfolgt ist.
( Stimmt,dürfte aber die Zerstörung der Stadt nicht rechtfertigen )

Was überall als ein bisschen Wahrheit mit eingestreut wird, ist eben die Feststellung,das es in Dresden keinerlei Rüstungsindustrie gab und auch längst keine strategisch bedeutenden Bauten und Anlagen.
So stellt sich denn auch nach 66 Jahren die Frage: " Warum? "

Einerseits könnte es ein Racheakt für die ebenso sinnlose Bombardierung von Städten in England gewesen sein. Andererseits lag Deutschland bereits in Schutt und Asche; der angezettelte Krieg war längst verloren; dennoch wurde die Kapitulation erst drei Monate später erklärt. Das sinnlose Morden, da Sterben von Menschen ging so lange eben weiter.

Viele Jahrzehnte später haben sich die Alliierten für das Bombardement auf Dresden bei der deutschen Regierung förmlich entschuldigt.
Trotzdem sollte das offizielle Erinnern an jenen Tag nicht darüber hinweg täuschen, dass es die Führung des nationalsozialistische Deutschlands war,die den II. Weltkrieg vom Zaun gebrochen hat. Wer - wie die geistigen Amöben aus dem rechtsradikalen bis national-konservativen Umfeld - jedes Jahrs aufs Neue, die Geschichte so zu verbiegen,dass an das Ereignis nur unter dem Aspekt eines Kriegsverbrechens erinnert werden soll, andererseits aber die Verbrechen der Deutschen relativiere möchte, hat schon allein deshalb die Legitimation verloren, überhaupt an die Bombardierung vor 66 Jahren erinnern zu dürfen. 

Auch das ständig wieder kehrende Argument, dass endlich Schluss sein müsse ist dem Verweisen auf die Schuld Deutschland an dem II. WK, ist nicht nur einfältig, sondern auch völlig falsch. Wer an  alliiertes Kriegsgreul hinweisen will, muss auch die KZs, ie Mörder in der Deutschen Wehrmacht und die Verbrechen an ausländischen Zivilisten hinweisen.

Der Krieg, der von deutschem Boden ausging, war von Beginn an in Verbrechen aller Deutscher, die aktiv an diesem teil genommen haben. Es waren nicht nur die Mörder in Uniform, die Fanatiker in Zivil, es war vor allem auch die einstige Wirtschaftselite, die Bankenführungsriege, die Großindustriellen, wie Krupp, Thyssen oder die Massenmörder in den Chefetagen bei IG Farben, die den Schreihals aus Österreich protegiert haben, der dadurch erst an die Macht kam.

Dass es am Ende keiner gewesen sein will, ist dem Menschen angeboren. Dass aber nach 66 Jahren es immer noch und vor allem auch unter den geistig Umnachteten aus den Jahrgängen 1945 plus Menschen gibt, deren Sichtweise eben nicht weise ist, stimmt mich jedes Jahr am 13. Februar mehr als nachdenklich.

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Deurschland hat seinerzeit nicht weniger, als einen Weltkrieg angezettelt und in verschiedenen Arten dafür bezahlt, u. a. mit Bombardierungen deutscher Städte. Über Sinn und Unsinn läßt sich da kaum streiten, wenn schon mal Krieg ist.

Dass auch Jahrzehnte später noch dessen gedacht wird, kann auch nicht schaden, denn wie heißt es immer so schön, wir wollen ja aus der Geschichte lernen. Allerdings verkommen, meines bescheidenen Geschmackes nach, solche Veranstaltungen neuerdings gerne zu dem, was der BWLer als Event bezeichnet. Da schlagen sich Leute auf eine vermeintlich moralisch bessere Seite, können die Welt nicht verstehen, die ihnen sonst am Arsch vorbei geht. Außerdem geht mir das Gestöhne um die Demo der Rechten mindestens genauso auf den Senkel. Verschiedene Kräfte sind nun mal erlaubt (oder wurden seinerzeit von Schily nicht verboten) und damit steht denen genau das selbe Demonstrationsrecht zu, wie allen anderen auch, egal ob das allen passt oder nicht.

Zum Kirchentag wird dann nicht halb so viel Wind gemacht... ;o)