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Donnerstag, 24. Februar 2011

Gutten Plag, vierter Akt oder Blöd, blöder, Bayreuth?








                                                                                                                       (c)Berndt Fernow


                                                             (c) ecx images-amaozone. com






Nun ist es also amtlich oder so gut wie amtlich: Der Herr Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg darf seinen - auf betrügerischer Weise - widerrechtlich erlangten akademischen Titel des Dr. jur nicht mehr führen. Die Kommission für Selbstkontrolle der Wissenschaft hat am 23. 02. 2011 einstimmig dahingehend votiert,dass Guttenberg in einem erheblichen Maße gegen die bestehenden Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens verstoßen hat.

Was bereits durch einen Münsteraner Doktoranten im Sommer 2010 im Rahmen einer vorbereitenden Abhandlung aufgefallen war, was dann jedoch als Aufsatz nicht veröffentlicht wurde,brachte etwa ein halbes Jahr später der Bremer Universitätsprofessor Andreas Fischer-Lescano in die Öffentlichkeit: Guttenberg's Dissertation enthält eine Vielzahl von authentischen Passagen aus anderen wissenschaftlichen Werken, ohne dass diese - wie zwingend vorgeschrieben - gekennzeichnet sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg#Plagiatsaff%C3%A4re_und_die_Folgen

Ein eklatanter Verstoß gegen die Promotionsordnung wäre vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch hinnehmbar gewesen. Nachdem die Vorwürfe wegen weiterer, dann auch noch belegter Plagiate in seiner Doktorarbeit in der Öffentlichkeit verbreitet wurden,entstand ein enormes Medienecho. Die letzte Ausfahrt für Guttenberg vor dem medialen Super-Gau wäre das Einräumen seines ergaunerten Dr. jur. durch eine - vielleicht sogar nicht von ihm selbst verfasste - Dissertation im Rahmen einer öffentlichen Erklärung in der dann anberaumten Pressekonferenz gewesen. Gutte Plag hat diese Chance verpasst und dabei die Figur des Baron von Münchhausen konterkariert. Eines Ministers unwürdig, zumal er selbst noch vor einigen Monaten einen Amtseid abgelegt hat mit dem er öffentlich nach sprach:

"Ich schwöre, das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe."


Statt sich reumütig zu geben, blies Gutte Plag noch einen Popanz auf, mit dem er die längst verbrieften Plagiatsvorwürfe als " abstrus " bezeichnete. 
Wusste der Herr Bundesverteidigungsminister überhaupt, was " abstrus " bedeutet?
Nur zur Klarstellung:

im abwertenden Sinne ( pejorativ ): absonderlich, töricht[; schwer verständlich, verworren, ohne gedankliche Ordnung "

Klar, Herr von und zu Guttenberg: ohne gedankliche Ordnung?
Das traf dann wohl eher auf seine Versuche zu, den Hals aus der Schlinge zu ziehen, die er sich selbst mit dem gefakten Werk angelegt hatte.
Was er verzweifelt gerade zu biegen versuchte, dass nahmen ihm jedoch die vielen Fans in seiner schwarzen Partei und der großen Schwester rund um Merkel und Konsorten sowie - angeblich - die Mehrheit in der Bevölkerung gar nicht so krumm. Getreu dem deutschen Motto: " Fehler macht Jeder!" pöbelten Marktschreier aus der CDU/CSU - Fraktion gegen die vielen Kritiker seines Verhaltens in den Medien herum und fabulierten von einem " Komplott ", von " Neidhammelei " von " einem Rachefeldzug der Opposition ", immer mit dem von dort erklärten Ziel, das " Ansehen ", des Herrn Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg ramponieren zu wollen.

Schnell schloss sich das Organ der Vereinfachungs - und Verdummungsschreiberlinge, die "BLÖD"-Zeitung dem Geheule aus den Reihen der Schwarzen an. Im Rahmen der dort beschlossenen scheinheiligen Allianz gegen die Guttenberg_Kritiker wurde ein neuer Schlachtplan entworfen: der Gegengenangriff, die Attacke aus der Verteidigung, der mediale Befreiungsschlag sollte das unappetitliche Thema schnell von der Agenda der Medien bringen.
" Wir " - also die Mehrheit der " BLÖD"-Zeitungsleser " stehen hinter zu Guttenberg ( vulgo: Dir ) !". Mit dem letzten Blutstropfen wird ein von der Schmierenpresse und den Regenbogenpostillen aus Bayern hoch gejubelter Enddreißiger - Herr " Super "-Minister Guttenberg nun verteidigt, nachdem er wegen strategischer Fehler bei der Rundumverteidigung sich nicht mehr selbst verteidigen kann.

Da behaupten doch glatt Teile der manipulierten Medien,dass die große Mehrheit hinter zu Guttenberg stünde. Welche Mehrheit denn? Wer ist da überhaupt befragt oder gefragt worden? Mit einer Dreistigkeit wird die Gegenöffentlichkeit in den ungezählten Internetforen, Internetzeitungen und den Blogs zur Minorität degradiert, die nicht die Meinung des gesamten Deutschen Volkes verkörpere. Die billige Polemik aus den CSU-Reihen in den Talk-Sendungen ( " Anne Will ", " Hart aber fair ) zeigt jedoch,dass sich die Damen und Herren aus den Reihen dieser Partei angepisst fühlen.
Was die Trutsche Hohlmeier an hohlem Gewäsch am Sonntag dem Zuschauer bei " Anne Will " kredenzte, führte CSU-Generalsekretär Dobrindt gestern fort. Grinsearsch Dobrindt versuchte mit gekünzelter Arroganz die Vorwürfe seines Abgeordnetenkollegen aus der SPD durch gedrexelte Entschuldigungsformulierungen ins Lächerliche zu ziehen.

Dobrindt und seine feine Gesellschaft zählt eben auch zu jener Spezies von  bajuwarischen CSU-Sumpfgewächsen, die mittels akademischer Ausbildung und keiner ausreichenden Allgemeinbildung nach dem Abgang von "Stotter-Eddi" Stoiber, der Bruchlandung des Tandems Huber/Beckstein und dem erotischen Abenteuer des Seehofer,gegen die Senilität in der Partei anzukämpfen versucht. Es gehört eben zum üblichen, dem gepflegten Ton aus der Mitte jener machtgeilen Kohorten, jedwede Kritik an der Amtsführung und der Person durch überzogene Gegenwehr abzukanzeln. Was einst Strauß als " von Moskau gesteuerte rote Ratten und Schmeißfliegen " titulierte, was den Bauern in der CSU bei jedem Aschermittwoch nach dem Genuss von mehreren Maß Bier in voll gepinkelten Krachledernen mit euphorisch gelallten " Sehr richtig! "  inbrünstig bejubelt wurde, wird heute - nachdem das "rote" Feindbild  eher verwässert worden ist und die ideologischen Gegner verschwunden sind - ,der "linken Meinungsführerschaft" in der Presse zugeschrieben.

Dabei fanden kritische Äußerungen auch in der - ansonsten nicht gerade dafür bekannten - Frankfurter Allgemeine Zeitung ihren Platz. Es spricht für das diagnostizierte Krankheitsbild jener Schaumschläger, Trommler und Dummschwätzer in dieser Partei, dass der Grad des Realitätsverlustes bereits dermaßen hoch ist,dass sich eben solche Parteimitglieder an der lügenden "Lichtgestalt" Guttenberg klammern, um selbst noch einige Krumen des längst verteilten Machtbrotes abzubekommen.

Was aber noch verwerflicher als die Speichelleckerei der aktiven CSU-Granden ist,dürfte das Verhalten der an dem Promotionsverfahren beteiligten Hochschullehrer sein. Dass der als so genannte " Doktorvater "Peter Häberle (geboren 1934!) die gefakte Arbeit des Guttenberg nur begleitete ist zwar richtig und würde ihn zumindest formal von jedweden Zweifel erhaben machen . Er dürfte von den Betrügereien bei der Erstellung der Dissertation - möglicherweise - nichts mitbekommen haben. Dass aber die Prüfungskommission bei der Guttenberg die vorgelegte Arbeit zu verteidigen gehabt hat, nun rein gar nichts bemerkt haben will, ist ein Märchen aus Tausend und einer Nacht. Eine Erklärung hierfür haben die Prüfungsausschussmitglieder bislang nicht abgegeben. So bleibt denn nur spekulativ festzuhalten,dass die mündliche Prüfung - nichts anderes ist die abverlangte Verteidigung - zu jenem Plagiat von zu Guttenberg entweder durch eine ahnungslose Kommission, bei einer ggfs. mehreren Flaschen
Henri Abelé `Le Sourire de Reims´ Rosé de Riceys GV,
2006er Château Petrus Pomerol A.C oder aber bei einer Kiste Paulaner im Kaminzimmer des Guttenbergśchen Anwesens, schlimmsten Falls jedoch überhaupt nicht statt gefunden hat.

Das eigentlich Verwerfliche und höchst Bedenkliche an der Guttenberg-Bayreuth-Schmierenkomödie aber ist, dass jeder (m) Studentin(en),jedem Prüfling, jeder(m) Doktorantin(n) mit dem schlichten Namen Müller, Meyer, Schulze oder Kraxlhuber bis in die Ritze des Allerwertesten geschaut wird, wenn sie/er eine Prüfung abzulegen hat. Bei dem werten Herrn Freiherr von und zu Guttenberg aber wohl nicht.
Oder sollte die Provinzuniversität, für die Gutten Plag auch noch wirbt, einen schmutzigen Deal mit Euer Durchlaucht eingegangen sein? Einige Sümmchen für den Anbau, Umbau oder Neubau des werten Herrn wären in diesem Fall auch nicht zu verachten gewesen. Schlimmer aber wäre die Feststellung, dass dort nur Pfeifen im Lehrstuhl herum werkeln und genau das verkörpern,was die Bayern-Brut uns Norddeutschen vorwirft: " Wo kommst her? Hamburg,Bremen,Kiel? Kannst sowieso nix!"

Jetzt kontere ich und frage: " Was ist der Unterschied zwischen einem Kopierer und Guttenberg? " ( Antwort: Guttenberg schafft nur 475 Seiten in 7 Jahren.) oder ich frage einfach: " Bayreuther (Universität) macht ihr mir den Guttenberg" oder ich behauptet schlicht und ergreifend: " Blöd, blöder, Bayreuth!"

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