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Montag, 7. Februar 2011

Mensch,Günter! Das kam aus der Tiefe des Raumes!




Die Zeit der Neujahrsempfänge ist längst vorbei. Der gemeine Plebejer musste auch hier nahezu tatenlos zusehen,wie die sich selbst lobhudelnde Politkaste auf Kosten der Allgemeinheit ihr gelecktes Outfit der sensationslüsternd lauernde Medienmeute präsentierte. Neben unsinnigen Visagezeigen im Bundespräsidialamt, dem Bundeskanzleramt,ließen auch die - sonst auf Kostenkontrolle was die Erfüllung notwendiger oder besser überfälliger öffentlicher Aufgaben betrifft - erpichten Landesfürsten, einige zehntausend Euronen für Luxus-Häppchen, Champagner und anderen Gedöns in den Kassen der beteiligten Firmen ( auf neudeutsch: Catering ). 

Kaum war der Zinnober in den ersten Wochen des Neuen Jahres vorüber,durfte sich der Zwangsgebührenzahler auf ein inflationäres Angebot von Selbstdarstellungsveranstaltungen auf dem Gebiet der platten Unterhaltung einstellen. Neben den üblichen Treffen in den Ruhmeshallen der Mutter aller Unterhaltungskunst, den Vereinigten Staaten von Amerika,die es sich trotzt des seit Jahren deutlich erkennbaren Niedergangs in den Bereichen von Kunst und Kultur,keineswegs nehmen lassen, sich selbst und der übrigen - als untergeordnet eingestuften - Welt zu zeigen, wer die wahren Meister in dem Fach Lügen,Betrügen und Blenden sind, wird der adaptierte Nonsens auch in dem seit 1949 engen Verbündeten in schöner Regelmäßigkeit zum Erbrechen zelebriert.

Ob nun " Oscar ", " Grammy " oder " Music - Avard ", nichts ist sinnfrei genug, als dass es nicht in reichlich abgespeckter Form durch die BRD-Medien kopiert wird. Die Verblödungstendenzen machen dabei vor den wenigen, halbwegs mit Hirn und Herz agierenden so genannten " Promis " keinen Halt. Wenn der jeweilige Brötchengeber zum Rapport antreten lässt,folgen diesem Befehl eben auch jene letzten Individualisten aus vergangenen Zeiten. Aus der Ära, als Schauspiel noch etwas mit Kunst zu tun hatte. Als die Fratzen - die auch bei der Geburt des Nachkriegsfilms oder später des Fernsehens -  bei - für ein Landei mangels kultureller Alternativen - Dauerkonsum, schon damals auch in schöner Einfältigkeit, sich dazu noch sehr häufig qua Wiederholung, die Klinken in die Hand gaben,galt die Fernsehunterhaltung immer noch etwas. Sie diente - in beiden deutschen Staaten, wenn auch mit andersartigem ideologischen Hintergrund - der Volksbildung. Das einfache BRD-Volk sollte über die TV-Truhe lernen,dass es der amerikanischen,der englischen und der französischen Nation gefälligst dankbar zu sein hat,denn sonst wäre es in die kulturelle Barbarei der " Sofjärtunion " geknechtet worden.

Nun,das ist zwar sehr lange her,dennoch hat die DAF ( Deutsch-Amerikanische Freundschaft ) bis heute Bestand. Sie ist sogar zum Lebenselexier der heutigen Gegenkultur geworden. Was aus den USA an TV-Sendungen importiert wird,findet sich alsbald in den Programmen der ARD, von RTL oder dem ZDF wieder. Während die Privaten ihren Hang zum Kulturbanausentum offen zu Tage treten lassen, geschieht die Verdummung in den ÖR eher auf schleichende Weise. Immerhin hält die Dritte Gewalt in Gestalt der Roten Roben aus Karlsruhe noch einen kleinen Deckel auf den brodelnden Topf der TV-Jauche, die sonst ungehindert in die Haushalte der Zwangszahler fließen würde.

Jene Damen und Herren des BVerfG billigten einst den ÖR einen verfassungsrechtlichen Grundversorgungsauftrag zu, der als Legitimation zur zwangsweisen Einziehung von 53,94 € je Quartal heran gezogen wird.
Von den mehr als 200 Euro kassieren nicht nur die mit völlig überzogenen Gehälter arschgrinsenden Anstaltsfürsten in die Kameras,wenn es darum geht,die hoch gepäppelte Verwaltung mit ihren viel zu vielen Funktionsträgern zu rechtfertigen,nein,auch die am Gebührentropf von 161 Millionen Euro Zwangsgeldern hängende Meute an - meistens nur mittelmäßigen - Künstlern versucht die erforderliche Infusion zum weiteren Überleben zu erhalten.
Wer in dem täglichen Verteilungskampf einige Krümel von dem wohl schmeckenden Zuckerkuchen,den die ÖR zu verteilen haben,erhalten möchte, muss nicht unbedingt zu den ganz Großen gehören.

Da es hierzu nur wenige bringen,muss von den bereit stehenden Brigaden an " Kunstschaffenden " ein Auswahlverfahren her, dass - angeblich vom Leser oder Zuschauer beeinflusst, erkennen lassen soll, wer sich aus der Masse hervor heben darf. Der Zuschauer selbst darf zwar votieren, er/sie haben danach nur noch eine Statistenrolle,denn wer zu der Verleihung eingeladen wird, bestimmt meistens der jeweilige Veranstalter. Zu den Selbstdarstellershows zählt seit vielen Jahrzehnten die Ehrung mit der " Goldene Kamera ". Eine Lobhudelei initiiert vom SPRINGER-Konzern unter Federführung des ZDF,dass auch sonst als CDU/CSU durchseuchter Sender,dem Medienriesen regelmäßig die Füße küsst.

Was sich am vergangenen Wochenende in der Ullstein- Halle des Verlagshauses in Berlin abspielte, war an eitler Selbstdarstellung kaum zu überbieten. Vor 800 geladenen Gästen gaben sich mehr oder weniger uralte, alte und junge Personen das Mikrophon in die Hand,um sich selbst und dem erlauchten Kreis der Konkurrenten zu sagen,wie sehr dankbar sie sind,dass sie diesen Preis in Empfang nehmen dürfen. Die öde Veranstaltung wäre ohne nennenswerte Zwischenfälle dahin geplätschert, wäre,ja wäre nicht der einstige Fußballprofi und Nationalspieler Günter Netzer erschienen,um seine sichtbare - allerdings wohl nicht geschauspielerte - Ergriffenheit zum Schicksal einer einstigen Kollegin zu bekunden.
Günter Netzer ist ja nun eher im Bereich der Fußballübertragungen beheimatet und hat sich hier nicht nur einen Namen gemacht,sondern damit auch sein derzeitges Vermögen gemehrt. Er ist ein eher rationaler, ein analytischer Mensch, wenn auch mit Stärken und Schwächen.

Nun stand er dort hinter dem Podium und kämpfte, ja er kämpfte gegen sich und die ihn zu übermannenden Emotionen. Er verkündete mit quasi tränenerstickter Stimme, sich ständig verhaspelnd, dass auch die vor 2 Jahren sterbenskranke Kollegin Lierhaus auch einen Preis erhält. Eine Art Tapferkeitsmedaille. Einen hauseigenen Ehrenpreis. Als Anerkennung für ihren Kampf gegen Krankheit und Tod. Ein Stück des langsam verrottenden Hollywood-Kinos kam für wenige Sekunden zurück nach Berlin. Während der aus der emotionalen Tiefe des Raumes agierende Laudator Günter Netzer noch glaubhaft wirkte, setzte der Lebensgefährte der so Geehrten dem Springerśchen Abklatsch des heiß geliebten Hollywood-Rituals noch ein Sahnehäubchen drauf. Knieend bat der Gallant um die Hand der von der Krankheit deutlich gezeichneten Moderatorin. Wer sich aus der Gruppe der holden Weiblichkeit bis dato noch der Tränen schämte,ließ ihnen spätestens jetzt freien Lauf. Kameraeinstellung inklusive, kullerten die Tränchen über das perma geschminkte Gesicht, der auch sonst dem Lifting sehr zugeneigten Dame im mittleren Alter oder höher.

Wenn ich mir das zwangsläufig zu jenem Auftritt folgende Mediengeschiße zu diesem Gnadenakt so ansehe, kann ich nur sagen:

"Facile omnes, cum valemus, recta consilia aegrotis damus."

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