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Donnerstag, 3. Februar 2011

Väterchen Frost.



Dass das normale Leben dem einen oder anderen Lebenskünstler so manchen Streich spielt, gehört zu den Binsenweisheiten. Dass einige der dann folgenden Unannehmlichkeiten sehr oft selbst verschuldet sind, dürfte auch allgemein bekannt sein. Dennoch gibt es immer wieder Dinge,deren Verlauf sich eben nicht exakt vorher sehen lassen.
Da hat der Dezember 2010 uns doch noch ein verspätetes Weihnachtspräsent, ein Nachweihnachtsgeschenk quasi in das Haus gelegt.
Zurück gekommen aus -zumindest zeitweise-eisigen Irland,mussten wir fest stellen,dass die Heizung zwischenzeitlich gestreikt hat und die sibirischen Temperaturen in den Räumen zu geplatzten Wasserleitungen und beschädigten Heizungsrohren geführt hatten.
Da war nun guter Rat teuer und Not am Mann.

Dank der Hilfe aus der Nachbarschaft konnten zumindest die groben Schäden beseitigt werden. Und da es im Dezember zwei Tage lang Minustemperaturen  von über 20° - eigentlich ja unter 20° -  gegeben hatte,mussten die eingefrorenen Leitungen nicht sofort zu einem Wasserschaden führen.
Der stellte sich indes etwas später ein.

Der hilfsbereite Herr Nachbar - Herr ist kein Klempner von Beruf - legte sich indes mächtig ins Zeug und feilte,schmirgelte und lötete, wie nichts Gutes.
Das Ergebnis lässt sich anhand der Bilder erkennen.

Danke!
Danke mit dem Oldie von Reinhard Mey:

Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
Denn auch in den größten Nöten
Gibt es immer was zu löten.
Immer wieder gibt es Pannen
An WC‘s und Badewannen:
Ich bin Klempner von Beruf.
Neulich hab‘ ich einen Boiler installiert,
Der hat gut und gern zwei Tage funktioniert.
Dann war er drei Tage alt
Und das heiße Wasser kalt.
Na, da hab‘ ich gar nicht lange repariert,
Sondern sofort einen neuen installiert.
Und da fragt mich doch der Kunde noch nachher,
Ob denn reparieren nicht doch preiswerter wär‘.
Da antwort‘ ich blitzeschnell:
„Ihr uraltes Modell
Stellt die Firma heute schon gar nicht mehr her,
Und Ersatzteile gibt‘s längst nicht mehr.“
Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
Selbst in schweren Wirtschaftskrisen
Find‘ ich Rohre hinter Fliesen,
Ist ein Unglück anzurichten:
Und ein Abfluß abzudichten,
Ich bin Klempner von Beruf.
Gestern mittag hat ein Kunde angeklopft,
Bei ihm sei wohl ein Abwasserrohr verstopft.
Ich erneu‘re rasch die Dichtung,
Und dann stimmt auch schon die Richtung,
Wenn man einen Stopfen in die Röhre pfropft,
Kann es sein, daß der Rücklaufkrümmer tropft.
Doch wahrscheinlich hat ein Doppelflansch geklemmt,
Darum hab‘ ich gleich die Mauer aufgestemmt
Und das Halbrundstück durchstochen
Und die Wohnungswand durchbrochen
Und die Nachbarwohnung auch noch überschwemmt.
Es gibt nichts, das einen Klempner hemmt.
Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
Immer werden Hähne tropfen,
Werden Waschbecken verstopfen.
Immer gibt es was zu schweißen,
Abzubau‘n und einzureißen:
Ich bin Klempner von Beruf.
Letzte Pfingsten war es, glaub‘ ich, um halb acht,
Da rief ein Mann an, völlig aufgebracht:
Bei ihm sei ein Rohr gebrochen,
Er selbst nass bis auf die Knochen,
Und das sprudelt und das gluckert und das kracht.
„Prima“, sagte ich: „das wird sofort gemacht.“
An einem nebligen Novembertag
Bracht‘ ich ihm erstmal den Kostenvoranschlag.
Noch muss er zum Keller schwimmen
Und zur Nacht sein Dach erklimmen,
Denn vor Juni tu‘ ich keinen Hammerschlag.
So hat jeder seine Sorgen heutzutag‘.
Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
Es gibt immer ein paar Muffen
Abzuhau‘n und krumm zu buffen,
Es gibt immer was zu plantschen,
An den Hähnen zu verflanschen:
Ich bin Klempner von Beruf.
Am Freitag kam eine Reklamation,
Ein Kunde rügte die Installation,
Immer, wenn er Wasser zapfe,
Sammle Erdgas sich im Napfe,
Und klinge zufällig das Telefon,
Gab es manche heftige Detonation.
Ich löste das Problem höchst elegant,
Indem ich Telefon und Hahn verband.
Wenn es jetzt im Hörer tutet,
Wird die Küche überflutet
Und durch diesen Kunstgriff meisterlicher Hand,
Ist jetzt jede Explosionsgefahr gebannt.
Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
Denn in Villen, Hütten, Lauben,
Gibt es Muttern zu verschrauben,
Selbst auf Schlössern, alten, stolzen,
Gibt es Schellen zu verbolzen:
Ich bin Klempner von Beruf.
Gründlich sein ist jeden Klempners Pflicht.
Donnerstag war eine Leitung nicht ganz dicht.
Mit dem Anzieh‘n einer Mutter
Ist das längst noch nicht in Butter,
Denn, wenn dabei eine Bogenschelle bricht,
Reduziert sich oft die Druckmanschette nicht.
Folglich habe ich vom Keller bis zum Dach
Alle Rohre neu verlegt und hab‘ danach
Auch den Kühlschrank noch erneuert,
Was die Sache zwar verteuert,
Aber dafür sagt mir auch kein Kunde nach,
Dass ich bei der Arbeit halbe Arbeit mach‘.
Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
Linker Hand die Werkzeugtasche,
Zwanz‘ger Schlüssel, Thermosflasche,
Rechter Hand meine Rohrzange,
So wird mir so schnell nicht bange:
Ich bin Klempner von Beruf.
Und braucht man keine Klempner mehr,
Na, dann werd‘ ich halt Installateur.

Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

Ein zeitloser Klassiker! ;o)

Lobster53 hat gesagt…

Stimmt: So wohl, als auch!