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Samstag, 19. März 2011

Die kleinen Strolche; eine Kultserie aus den 60er Jahren.

Es gibt Filmserien aus den Zeiten der TV-Anfangsjahre, an die ich mich gerne zurück erinnere. Neben den aufregenden Abenteuern um den Rapphengst "Fury", dem Collie-Rüden " Lassy " oder den Delphin "Flipper",gab es einst auch eine Serie, die 1969 zum ersten Mal als eigene Sendereihe im deutschen Fernsehen gezeigt  wurden " Die kleinen Strolche " flimmerten im ZDF über die schwarz-weiß Mattscheibe.. Dabei wurden zumeist zwei bis drei Kurzfilme zu einer ca. 25 minütigen Folge zusammen geschnitten. Bei den Stummfilmen sprach Hanns Dieter Hüsch als Sprecher, wobei er zusätzlich mit verstellter Stimme mehrere Rollen „synchronisierte“.
Die aus den USA stammende Idee zeigt eine Kindergruppe, deren Hauptaufgabe darin bestand, möglichst viel Unsinn zu verzapfen.
Dass die ersten Folgen bereits ab 1922 abgedreht wurden, lässt sich bereits daraus erkennen,dass es sich um Stummfilme handelt. Auch die Aufnahmequalität muss - nach heutiger Bewertung - als eher bescheiden eingeordnet werden.
Dennoch: Die Akteure mit ihren zum Teil prägnanten Aussehen, waren für uns immer ein willkommener Anlass, um laut zu lachen.

Zu lachen hatten allerdings jene farbigen Kinder, die in dem rassistischen Amerika sonst kaum Berufschancen gehabt hätten. Von alledem konnten wir kaum etwas ahnen,denn derartige Themen waren während der Schule verpönt. Für die Amerika hörigen Politiker in Bonn blieben Themen, wie der Rassismus oder der Klu-Klux-Clan kein Thema. Diese Probleme blieben einfach ausgespart.

Die Serie "Die kleinen Strolche" ist bekannt dafür, dass erstmals - und dass dürfte eben nicht selbstverständlich sein- Schwarze und Weiße zusammen gleichberechtigt Seite an Seite spielten. Dieses bereitete der farbigen Bevölkerungsmindertheit einiges Unbehagen, womit die Serie eher mit erheblicher Skepsis betrachtet wurde. Die vier farbigen Kinderschauspieler waren damals:

- Ernie „Sunshine Sammy“ Morrison,

- Allen „Farina“ Hoskins,  

- Matthew „Stymie“ Beard und

- Billie „Buckwheat“ Thomas.

Ernie Morrison war tatsächlich der erste schwarze Schauspieler in der Geschichte des Films in Hollywood. der zudem auch einen langfristigen Vertrag bekam und damit auch der erste schwarze Star überhaupt in Hollywood.

Die Darstellung, die die farbigen Akteure in der Serie abliefern mussten, orientierte sich an anderen Filmen: Oftmals waren sie mit zu Berge stehenden Haaren zu Tode erschrocken oder sie wurden totenbleich (entweder so geschminkt oder das Bild wurde einfach mit einem Filmtrick aus dem Negativ ersetzt) und sie mussten eine Mischung aus Amerikanisch und Afrikanisch sprechen.

Der farbige Schauspieler Eddy Murphie  parodierte dieses später in verschiedenen Folgen von Saturday Night Live im US-amerikanischen Fernsehen. Als Erwachsene befürworteten Ernie Morrison, Matthew Beard und Billie Thomas die Serie und betonten, dass diese durch die eher einfachen Handlungen keineswegs zu rassistisch war, sondern wohl als Versuch zu werten sein dürfte, die Integration der farbigen Minderheit zu erleichtern.Tatsächlich wiesen die übrigen Kinderrollen mehr darauf hin, dass die weißen Darsteller ebenso stereotypisch eingesetzt wurden, so als „sommersprossiges Kind“, als „fettes Kind“, als das „schöne blonde Mädchen“ usw.
Wir waren einfach eine Gruppe von Kindern und hatten unseren Spaß“, erinnerte sich Beard und Morrison sagte über den Regisseur  Hal Roach: „Wenn es um die Rasse ging, war der Mann farbenblind.

Für das prüde, rassistisch und später zudem arrogante von der aufstrebenden Mittelschicht geprägte  Amerika der frühen 20er Jahre, als auch in den Jahrzehnten daraufhin, eine kleine Sensation.


Ich habe die TV-Serie " Die kleinen Strolche " jedenfalls völlig vorurteilsfrei in Erinnerung; als eine Kinderbelustigungsfolge eben!

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