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Sonntag, 13. März 2011

"Picture Music " - Ein Juwel aus dem " SKY " - Label - Portfolio der 70er Jahre.



Was zum Auslauf der 70er Jahre auf dem bundesdeutschen Musikmarkt erschien, war so vielfältig, wie auch widersprüchlich.  Die sehr differenzierten Stilrichtungen umfassten den  weit umspannenden Bereich von Klassik-Rock, über Deutsch-Rock bis hin zum Elektro-Rock.Mit der zunehmenden Technisierung der populären Musik entstanden Sparten, Nischen und Strömungen, die eher einer Minorität zugänglich waren. Der Elektro-Rock oder auch die Elektronikmusik, die sich mehr als 35 bis 40 Jahre nach ihren zarten Erscheinen auf dem westdeutschen Musikmarkt seit einigen Jahren auch als New Age verstehen soll, war ein Sammelsurium von experimentierenden Künstlern, deren Schaffen sich auch wegen ihres avantgardistischen Anspruchs eher im Verborgenen vollzog.
Das "SKY"-Label vertrieb einige dieser Interpreten der Avangartmusik. Der ehemalige "BRAIN"-Manager Günter Körber gründete 1975 den Musikverlag in Hamburg. Hier erschienen ab 1976 eine Vielzahl von Tonträger, die Gruppen wie "Streetmark", "Cluster" oder " Harlis " als Vinylscheiben veröffentlichten. Interpreten aus dem elektronischen Genre waren aber auch: Wolfgang Riechmann, Hans-Joachim Roedelius Dieter Moebius oder Adalbert van Deyen .

Eine Minorität von Fans dieser Musikrichtung hatten dann ab den frühen 80er Jahren in dem WDR-Moderator Winfrid Trenkler einen gewichtigen Fürsprecher, als dieser nämlich seine beliebte Sendung " Schwingungen " im 14tägigen Wechsel mit " rock in " ins Leben rief. Winfrid Trenkler moderierte dann bei WDR I ab Frühjahr 1987 bis zu einer weiteren Programmreform ab März 1995 die Sendung " Schwingungen " - neben weiteren Spartenprogrammen dem grassierenden Jugendwahn und dem zunehmenden Quotendruck, der durch die explodierende Anzahl von Privatradiostationen hervor gerufen wurde - zum Opfer fiel.
Während die populäre Musik in ein Spektrum von vielen Stilrichtungen atomisiert wurde ließ die elektronische Musik ein breites Fundament von Künstlern zu,die sich mit vielfältigen Projekten sich wechselseitig befruchteten. Was einst durch die Giganten des Elektro-Rock, wie Tangerine Dream,Kraftwerk oder vor allem Klaus Schulze ab den frühen 70er Jahren eingeläutet war, sich über epische Titellänge dabei einer eher überschaubaren Anhängerschaft erfreute, mutierte alsbald zu einem Markenzeichen in der BRD.
Aus den Anfängerjahren dieser Musikströmung, deren zunehmend festere Fangemeinde, später Interpreten, wie Enigma, Enya, Era, Deep Forest, Cusco sowie Teile der Musik von Delerium, Bradley Joseph, Kitaro, Gandalf, Mike Oldfield, Rick Wakeman, Peter Gabriel, David Darling, Diego Modena, Jean-Philippe Audin oder des Paul Winter Consort in ihr Musikarchiv mit aufnahm,wird deutlich, dass gerade diese Richtung im ständigen Fluss ist.
"SKY Records " hat eine handvoll Interpreten einst vertraglich gebunden und ihnen damit ein künstlerisch Zuhause gegeben,ohne dabei den Kommerzgedanken primär in den Vordergrund zu stellen.
Was über mehr als 3 Jahrzehnten an exzellenten Klangkünsten über den Äther in die Empfänger der Fans eingespielt wurde, gehört noch heute zu der zeitlosen Musik die sich fern jeder Modetrends entwickeln konnte.  

"Picture Music Part I " und " Picture Music Part II " stellen einen winzigen Ausschnitt aus den Gründerjahren des " SKY"-Labels dar und sind auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert nach ihrem Erscheinung für einen Freund der instrumentalen Musik ohne Einschränkungen hörbar.

1.  Streetmark  Waves & Visions  2:50  Instrumental
2.  Michael Rother  Feuerland  7:02  Instrumental
3.  Cluster & Eno  Die Bunge  3:50  Instrumental
4.  Harlis  Bells Of Bothfeld  5:42  Instrumental
5.  Streetmark  Dreams  12:00  Instrumental
6.  Cluster  Dem Wanderer  3:50  Instrumental
7.  Harlis  Endless Sea  7:30  

A1 Hans-Joachim Roedelius  Johanneslust (4:58)
A2 Michael Rother  Fontana Di Luna (6:39)
A3 Riechmann  Silberland (7:41)
A4 Streetmark  Italian Concert In Rock (2:30)
B1 Michael Rother  Karussell (5:22)
B2 Octopus (3)  The Shifting Of Space And Time (5:37)
B3 Cluster  Es War Einmal (5:25)
B4 Streetmark  Passage (4:25)


Nach ihrem Erscheinen hatte ich die beiden LPs wohl gut ein dutzend Mal aus den Regalen und Ständern der von mir besuchten Plattengeschäften, wie LP in Wilhelmshaven, JPC in Bremen und Wilhelmshaven oder Ear in Bremen in den Händen, ohne sie zu kaufen. Leider! Es amg dem Umstand geschuldet sein, dass meine Vinylsammlung bereits die Alben der Gruppe Streetmark mit ihrer phantastischen Frontfrau Dorothea Raukes schmückte,und vier dieser Stücke auf " Picture Music " aus diesen Alben stammen. Es mag aber auch daran gelegen haben,dass der Musikmarkt bereits derart breit gefächert war, dass ich längst den Überblick verloren hatte und von meinem sehr knappen Budget nicht alle mir gefallenen Scheiben kaufen konnte.
Warum auch immer, es dauerte fast 13 Jahre, ehe ich die "Picture Music Volume II " während eines Besuchs bei einer damals befreundeten Familie wieder sah. Sehr ramponiert, mit einer eher dürftigen Abspielqualität und dann auch noch auf einer" Maxell XL II 90 "-Kassette übertragen, schlummerten diese Stücke in meiner nicht minder großen Kassettensammlung. Immer wieder heraus gezogen und abgespielt, weil die instrumentalen Titel so wunderbar melancholisch sind und manchmal die Zeit zum Stehen bringen könnten, wäre da nicht, ja wäre da nicht, die heftigen Aussetzer bei Michael Rothers Titel " Fontana di luna ", die durch die Emissionen zweier vorbei donnernder Linienbusse auf der Gastfeldstraße in Bremen verursacht waren, als diese während des Aufnehmens der " Picture Music II " einst im August 1990, den Tonarm meines Dual - Plattenspielers zum Schwingen brachten. Fluchend ließ ich das Stück dennoch weiter laufen. Nicht ahnend, dass ich sie 21 Jahre später als genau so ärgerlich empfinde, wie einst.
Was natürlich der Musik auf eben " Picture Music II " keinen Abbruch tut.
Eine kurze Recherche im Netz hat darüber hinaus ergeben, dass beide LPs wider veröffentlicht wurden und zudem als CD auch zu einem akzeptablen Preis käuflich sind. Der Nostalgie sei Dank und auch den vielen Fans aus jener Zeit, als die Moog-Synthesizer spacten und so gar der Disko-Dreck damit abgemischt wurde.
So kommt eben den Elektro-Rockern eine Vorreiterfunktion zu,die ihnen damals wohl keiner zugetraut hätte.

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