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Donnerstag, 24. März 2011

Sing! Sang! Samsung! Ein High- tech - Kühlschrank und seine eingebauten Tücken.


Da die globalisierte Welt sich trotzt des Finanzdesasters, der rezessiven Phase der Wirtschaft und anderer Konflikte, die sich im Zusammenhang mit ihrer Rolle als Weltpolizist(in) ergeben hat, dennoch auf dem Sektor des Konsumwahns überwiegend den USA angleicht,bleibt es nicht weiter verwunderlich,dass dortige Marotten, wie die Großpackung, der Fertigfraß und die TV-Verblödungsformate, auch längst in Europa Einzug gehalten haben.
Um nun die gesamten Abarten der US-Wegwerfindustrie auch in ein gesundes Verhältnis von Kosten und Nutzen stellen zu können, bedarf es der brüllenden Verarschungswerbung, die in den Vereinigten Staaten längst,nämlich mindestens seit 5 Dekaden, ihren Unsinn in Wort, Bild und Ton zwischen laufenden Sendungen einstreut. Der Grad der Massenverblödung nimmt deshalb bei den Yankees exponentiell zum TV-Dauerkonsum zu.

Als ich vor mehr als 30 Jahren - damals regierte noch der Ex-Erdnussfarmer Jimmy Carter im Weißen Haus - den Boden des Landes mit den vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten betrat, fiel mir schon bald auf, dass hier so einiges größer ist als in dem damaligen Westdeutschland. Nicht nur die Sprit fressenden Blechmonster mit ihren 8 Zylindern und 6000 ccm Hubraum sowie mehr als 300 PS waren es, die mich zu dieser Erkenntnis führten; auch die gigantischen Hochhäuser in Big Apple, in Manhattan, in New York veranlassten mich, ein solches Urteil abzugeben,nein, es war ein profaner Typus eines Haushaltsgegenstandes, eines Küchenmöbels und einer Errungenschaft, die es dem zivilisierten Europäer, den Vorräte hortenden Konsumenten, den auf relative Frische der Lebensmittel erpichten Durchschnittsmichel ermöglicht, möglichst viel Ware in einem möglichst kleinem Behältnis lagern zu können: der Kühlschrank.

Was vor etwa 260 Jahren als Idee eines Schotten entstand, dann von dem deutschen Alexander von Linde maßgeblich mit weiter entwickelt wurde, steht heute zu nahezu erschwinglichen Preisen in jedem Haushalt. Die Auswahl ist enorm, die Marken sind vielfältig und die Technik ist inzwischen fast so weit, dass ein solches Gerät mehr als 20 Jahre hält.
Auch die Abmaße sind nahezu in allen Varianten verfügbar. Von Mini - über Standard - bis zum Großkühlschrank. So unterschiedlich die Modelle auch sein mögen, sie funktionieren de facto immer nach dem gleichen Prinzip:

Aus dem Inneren des Kühlschranks wird Wärme entzogen und nach außen abgegeben (siehe auch Kältemaschine und Wärmepumpe ). Beides geschieht unter Zuhilfenahme von Wärmeübertragern. Nach der Art, mit der dies bewerkstelligt wird, unterscheidet man zwischen drei Typen von Kühlschränken: Absorberkühlschränke, Kompressorkühlschränke, Kühlschränke mit so genannten Peltier-Element.

Und da auch im Bereich der Kühltechnologie die Computerisierung eingezogen ist, gibt es eben Geräte mit viel Schnick-Schnack. Die elektronische Steuerung jedoch kann manchmal auch anfällig sein. Sie kann dann zu Fehlfunktionen führen. Sie kann auch Automatismen völlig lahm legen. So ist es eben mit der heiligen Kuh der Technik.

Als der aus den USA stammende Großraum-Kühlschrank, der amerikanische Kühlschrank eben, seit den 90er Jahren in der BRD seinen Einzug hielt, waren die Monster zunächst nicht nur teuer, sondern auch schwer und Fehler anfällig. das hat sich - so wohl der feste Glaube des Technikversessenen - nach einigen Jahren gelegt. Dennoch gibt es eben auch Hersteller, die haben mit den Tücken der global gefertigten Zuliefererteile immer noch zu kämpfen und dabei erhebliche Probleme diese auszumerzen.

Unser geliebten High-Tech-Kühlmonster wurde nach mehr 3 Jahren plötzlich so laut, als hätte ein Propellerflugzeug gerade im Garten zur Landung angesetzt. Nach einigen Klicks auf den Seiten des Herstellers Samsung fanden wir heraus, dass dieser eine kostenlose Rückholaktion für bestimmte Kühlscharanktypen und Produktionsserien vornimmt. Nachdem feststand, dass auch unser Gerät davon betroffen war, reklamierten wir den Fehler bei auf der Internetseite von Samsung. Der anschließende Service war vorbildlich. Da hatte der Weltkonzern wohl ein schlechtes Gewissen,denn in einem einschlägigem Forum durfte ich ganz andere Erlebnisse und Schilderungen lesen.

Nun, der Servicetechniker erschien pünktlich zum vereinbarten Termin. Nach und nach öffnete er aus seinem Werkzeugkästchen einige winzige Schubladen und entnahm einen Schraubendreher, eine Zange und eine noch eingepackte Platine. Letztere war die Ursache dafür, dass der Kühlschrank eben nicht auftaute und dessen Automatik nicht funktionierte. nach etwas mehr als 10 Minuten war Alles vorbei. Er schraubte unser Raumwunder wieder zu. Dann widmete er sich dem Eisblock, der sich nach und nach vor dem Rinnenheizungsblock gebildet hat. Mit dem Turbo-Fön, den ich ihm zur Verfügung stellte, war das Problem schnell aus der Welt geschafft. Er löste einige Schrauben und stellte dann mittels einige Knopfbetätigugen am Display toll kühn fest, dass die Rinnenheizung wohl defekt sei. Die Garantie war längst abgelaufen,und deshalb meine ängstliche Frage nach dem " costa quanta!"
Eilig tippte er einige Zahlen in seinen Laptop, um dann das horrende Ergebnis von 187,78  ausspucken zu lassen.
Tj, da lautete mein Einwand sofort, dass dafür bereits ein neuer gebrauchter Kühlschrank zu erhalten sei.
Unwirsch bügelte er diese Behauptung mit einem: " das glaube ich wohl nicht!" ab.

Der Techniker enteiste die Rinnenheizung und schraubte die Deckplatte wieder an. Nun drängte er nach dem so erhofften Reparaturauftrag, den ich ihm - wegen begründeter Verdachtsmomente,dass er hier nur betrügen wollte - natürlich nicht gab. Nach einer Verabschiedung verschwand er in Richtung seines PKW.
Seit diesem Tag sind nun mehr als 3 Wochen vergangen. Unser US-Kühlschrank summt, ja sing leise vor sich hin. Davor sang er wie die Möchte-gern-Stars bei DSDS, nämlich laut und falsch. Auf den Betrugsversuch habe ich bei einer Befragung durch eine Mitarbeiterin des Call Center nicht reagiert und - eher wahrheitswidrig - angegeben, dass wir mit dem Service zufrieden waren.
Die Moral von der Geschicht " Traue einem Techniker über 40 nicht!"

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