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Samstag, 9. April 2011

Kathmandu - Kamalari- Kindersklaven.




Manchmal entlarvt sich ein Mythos selbst als gigantische Lebenslüge. Mythen sind vornehmlich dazu geschaffen worden, um von der Realität, dem wahren und oft harten Leben abzulenken. So lässt die Begrifflichkeit des Mythos denn auch folgende Definitionen zu:

" (mask., von altgr. μῦθος, „Laut, Wort, Rede, Erzählung, sagenhafte Geschichte, Mär“, lat. mythus; Pl.: Mythen) "

(Vgl. bei WIKIPEDIA - Mythos )


Wenn die Maske gefallen, die oft geschönte Geschichte von den wahren Gegebenheiten eingeholt wird und die Mär eben nur eine solche bleibt, sollte sich so mancher Gläubige fragen, ob sein Glauben nicht jene Ungerechtigkeiten, menschlichen Abarten und Verbrechen wider der Humanität durch seinen Glauben aktiv       unterstützt.

Als ich vor mehr als 40 Jahren ein Buch mit dem - wohl falschen - deutschsprachigen Titel " Katmandu" las ( Original: " René Barjavel Les Chemins de Katmandou " ),dass der Bertelsmann Verlag in Gütersloh verlegt hatte, war ich über viele Jahre der festen Überzeugung, dass das Leben in Nepal, im Himalaya, in Kathmandu einfacher sei, als in den europäischen Gefilden, wo sich hoch aufgerüstete Staaten aus unversöhnlichen Systemen gegenüber stehen und jedes Land dem Nachbarn das Miteinander durch Schikanen in allen nur erdenklichen Variationen versucht zu erschweren. Hinzu kam ein eigenes soziales Umfeld, eine Leistungsgesellschaft und  nach materiellem Wohlergehen strebende Menschen, die einem jungen Menschen keine Zeit zum Träumen belässt.


Während sich so mancher Gleichgesinnte in die von Ablehnung vieler gesellschaftlicher Zwänge, Normen und Regeln danach in  ein durch Musik, Mystik und Drogen geprägten Refugium zurück zog, flohen andere - aus eher gut betuchten Elternhäuser stammende - Jugendliche aus der einstigen "Hippie"-Generation oder Flower & Power-Bewegung in fremde Länder,um dort ein vermeintlich unbeschwertes Leben zu führen und sämtliche Freiheiten genießen zu können, die in der bekannten Umgebung nicht erfüllt werden konnten. Ob nun Torremolinos in Spanien, Marrakesch in Marokko oder eben Kathmandu in Nepal, sie alle galten als Rückzugsgebiete für Aussteiger. Selbst als die Mode, die Musik und die Drogenexperimente aus den Endsechszier und 70er Jahren verflogen, blieben einige ihren Aussteigerleben treu und gründeten in den einstigen "Hippie"-Hochburgen eigene Familien ( wofür sie später von ihren Kindern dafür gehasst wurden ) oder verblieben innerhalb der Wohngemeinschaften.

Die Masse der damaligen Jugendlichen, die sich der einstigen Mode hingab sind längst in die Jahre gekommen. Von ihren vormaligen Lebenseinstellungen, Träumen und Wünschen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Statt ihrer grassiert seit mehreren Jahrzehnten bei diesen Ex-"Hippies" das Reisefieber; ein Teil hat sich der Spiritualität hingegeben oder frönt anderen Lebensinhalten aus Religionen, wie dem Buddhismus oder dem Hinduismus.  
In einem oft gut situierten Umfeld wird die Selbstfindung zelebriert. Oft dienen hierzu Accessoires aus eben jenen Weltreligionen, die dem Europäer eher fremd sind.

Nun hat das globalisierte Zeitalter dazu geführt, dass viele Menschen zu noch erschwinglichen Preisen an jeden Zipfel der Welt gekarrt werden können, um dort einem Tourismus auszuleben, der zwar jenseits der Bettenburgen, des Standardessens und der normierten Strände liegt, sich dennoch alles andere als alternativ zu betrachten ist. Wenn Millionen von Besuchern auch in einem solch exotischen Land, wie das eben Nepal immer noch ist, jährlich einfallen, um die Kultur, die Historie und die spezifischen Lebensgewohnheiten zu begaffen, ist dieses genauso als oberflächlich zu bewerten, wie der Pauschalurlaub des "Malle"-Touristen und der "Ballermann"-Krawallos.

Abseits der Besucher trächtigen Gebiete im Himalaya, im Hochland von Tibet, wo der Dalai Lama seine westlichen Anhänger, Verehrer und Gönner empfängt oder auch in Kathmanadu selbst, nämlich in der nepalesischen Terai-Region vollziehen sich in den verarmten Orten und Dörfern seit Jahrzehnten wahre Dramen, die mit dem menschlichen Antlitz der beiden Weltreligionen und ihren durchaus freien Lehren, rein gar nichts zu tun haben müssten. Durch die bittere Armut bedingt, verkaufen oder verleihen Familien ihre Kinder an wohlhabende Einwohner des Region, die diese dann als Arbeits - und Sexsklaven halten. Es sind Kinder ab dem 5. Lebensjahr, welche dann in besser gestellten Häusern Frondienst leisten müssen. Es sind aber insbesondere Mädchen, die sich verkaufen lassen müssen, weil es in ihren eigenen Familien entweder zu viele Kinder gibt oder deren Eltern eben das materielle als Anreiz für den Verkauf sehen.

Auch wenn Nepal sich einen völkerrechtlich erwünschten parlamentarischen Anstrich verpasst hat und von einem einstigen Königreich zur Parlamentarischen Demokratie gewechselt ist, sind viele historische  Strukturen unverändert geblieben. Das alte Kastensystem ist immer noch all gegenwärtig, die Unterdrückung der Frauen als Menschen zweiter Klasse gehört zum Alltag und Kinderarbeit in armen Regionen unisono. 
Was sich zwischen dem Landschaftsstrich von Nepalgannj und Bhairaskawa entlang der indischen Grenze abspielt, hat jedoch mit Leben in demokratischen Strukturen nichts zu tun. Das ist Kinderhandel in Form des finsteren europäischen Mittelalters, den es in diversen Abarten auch in Baden-Württemberg gab, als dort die Kinder bettelarmer Bauern oder anderer Gewerbetreibender in die Schweiz verkauft wurden und dort als Arbeitsskalven gehalten wurden.

Das es derartige Menschenrechtsverletzungen in demokratischen Staaten gibt, ist ansich  schon ein Skandal; dass es aber vor den Augen hunderttausender europäischer Gaff - Touristen geschieht, ohne dass diese sich in irgendeiner Form dagegen auflehnen, ist ein Stück aus dem Tollhaus. Hier zeigt denn sehr schnell, dass die Grenze zwischen Humanismus und egoistischer Selbstverwirklichung eben doch Lichtjahre auseinander driftet, wenn das Elend vor den eigenen Augen sichtbar wird. Zurück in die eigenen Umfelde swird dann von diesen Weltenbummlern darüber schwadroniert, wie schön der Aufenthalt in Nepal doch gewesen sei und dass es ein wichtiger Schritt zur Selbstfindung sowie der Umsetzung der  reinen hinduistischen oder buddhistischen Lehre war.

Wenn der Wunsch nach Glück ausreichte, um es herbeizuführen, gäbe es keine Leiden, denn niemand sucht das Leid.
Wissen und nichts tun ist wie nicht wissen.
 
Für den Stress im modernen Alltag sei nicht die Gesellschaft verantwortlich. Dann müssten alle an Stress erkrankt sein. Die Ursache für Stress liege stattdessen in der Einstellung jedes Einzelnen. Wer nur an sich selbst denke, leide bald unter vielen unerfüllten Wünschen: Dies führt zu innerer Schwäche.

(Zitate des Dalai Lama)

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