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Montag, 25. April 2011

Thilo fährt nicht mehr nach Lodz!



(c) Richard Hebstreit from Berlin, Germany


Da hat sich die gute alte Tante SPD doch tatsächlich noch kurz vor Ostern 2011 ein Kuckucksei in ihr  eigenes Nest gelegt. Und was für ein großes! Ein ungeliebter Genosse mit dem Namen Thilo Sarrazin sollte im Wege des Parteiausschlussverfahrens aussortiert werden. Das faule Ei hatte sich bereits vor vielen Jahren als Problem im warmen Nest der Bundespartei entpuppt.
Mit Stammtischparolen und Statistik-Zinnober wollte der Thilo belegen, dass die BRD ein riesiges Integrations-Defizit vor sich herschiebt.
Insbesondere die muslimischen Einwohner in Deutschland machten ihm Sorgen. Er bezeichnete sie als nicht integrationsfähig und  in der Mehrheit als dumm. Dumme Menschen aber - so Sarrazins Hypothese - produzieren weiter Dumme und diese Folgegeneration an Dummen setzen wiederum dumme Kinder in die Welt.
Ergo: Die BRD verdummt!

Einige zeit später veröffentlicht Genosse Thilo ein Buch mit dem apokalyptischen Titel " Deutschland schafft sich ab ". Hier betätigt er sich als Faktenhuber, Statistiker und "BLÖD"-Zeitungsplagiator. Er propagiert hierin die Notwendigkeit eines Umlenkens in Bezug auf die bundesdeutsche Ausländer - und Familienpolitik, weil nach seiner Lesart die Urdeutschen in 50 Jahren in der Minderheit befinden; das Wirtschaftswachstum bereits in 10 Jahren eingestellt ist und de Bevölkerung nicht nur durchschnittlich älter wird, sondern die Folgegenerationen dümmer werden, muss eine stark kontrollierte Zuwanderungspolitik dieser Entwicklung entgegen gesetzt werden.
Es darf nur jener Ausländer in das Land, der dem Land auch de facto nützlich ist.

Ferner behauptet "Onkel" Thilo, dass Dummheit erblich ist.
Ein Tsunami an Diskussionen löste die Buchveröffentlichung aus. Thilo indes verdiente - ebenso wie sein Verlag - an dem Pamphlet glänzend und schaffte dadurch seinen Beruf als Bundesbanker und Politiker ab.
Die wichtigen Leute in der SPD indes nahmen ihm seine Rabulistik übel und strengten ein weiteres Parteiausschlussverfahren an.

Gründonnerstag nun lenkten die beiden Großkopferten "Siggie" Sigmar Gabriel und Andrea Nahles ein. Der gute "Onkel" Thilo dar jetzt erst einmal im Schoße der Mami SPD verblieben. Er selbst hatte ja schon weit vorher posaunt, dass er sein Leben lang SPD-Mitglied bleiben werde.

Das in der Partei selbst so viele Dinge mit rechten Dingen zugehen, dürfte ebenso unstrittig sein, wie die Tatasache, dass Gabriel und Nahles eine Doppelrolle rückwärts gezeigt haben und wohl auf Druck der Basis die provokanten Thesen des Dr. Sarrazin als nicht Partei schädigend bewerten mussten. Ein hohes Gut ist hierbei sicherlich die Meinungsfreiheit, die natürlich auch für SPD-Mitglieder gilt. Das Mass aller Dinge aber ist die Glaubwürdigkeit einer Partei nach außen.
Und hier hapert es bei den Genossen Nahles, Gabriel und den Thilo-Fans gewaltig.

Die SPD ist keine Manöveriermasse, die sich je nach politischer Großwetterlage so kneten lässt, dass ein Abbild des aktuellen politischen Trends geformt werden kann.
"Onkel" Thilo ist kein typischer Sozi, er ist ein Propagandist rechts des Seeheimer Kreises und Dummenfänger für rassistisch-angehauchten Gedankengut, der sich zum Ziel gesetzt hat, wie einst Don Quichotte gegen die Windmühlen des Globalisierungszeitalters anzukämpfen, aber hierfür eine in China hergestellte Ausrüstung, eine in der Türkei genähte Pferdedecke und einen aus den arabischen Ländern importierten Gaul zu nutzen.

Als Quintessenz verbleibt deshalb: Die SPD muss sich zwar gefallen lassen, dass auch unliebsame Meinungen außerhalb des politischen Mainstreams in ihr ihren Platz finden; sie darf sich aber nicht zum Hanswurst von Flachdenkern, geifernden Patrioten und sonstigen Ahnungslosen in diesem, unserem Lande machen lassen.

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Wenn Dummheit vererbbar ist, müsste schon sein Uropa ne selten dämliche Socke gewesen sein.