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Dienstag, 5. April 2011

Von JuLis zu JuLiA bis Gröfaz -Was hat die FDP sonst noch zu bieten?



Janwikifoto


Es hat einmal Zeiten gegeben,da war ich - politisch betrachtet - eher liberaler Sozialist, denn sozialistischer Liberaler. Es war 1972. Der Aufbau der Welt erschien einst sehr einfach: Es gab den Westen; dort saßen die Guten. Und es gab den Osten; dort waren die Bösen,weil Kommunisten,zu finden. Dazwischen gab es eigentlich nur treue Vasallenstaaten,die mit viel Geld von der einen oder der anderen Seite für ihre Nibelungentreue belohnt worden sind.

Da die Alt-Faschisten und Reaktionäre in der CDU/CSU oder sonstigen schwarzen Umfeld hierzu nun befürchteten,dass durch die Außenpolitik der Regierung Brandt/Scheel dieses klare Weltbild ins Wanken geraten könnte,hetzten,logen und bestachen sie nach bestem Wissen und Gewissen. Eine Ausgeburt dieser - vor allem durch die Springerśche Schmierenpresse getragene- Anti - Ostpolitik zeigte sich in dem konstruktiven Misstrauensvotum gegen den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt und seine Regierung.


Als 1972 der Bundestag aufgelöst und Neuwahlen angesetzt waren, zählte ich das zarte Alter von 19 Jahren mit dem ich zum ersten Mal an die Wahlurne durfte. Mein Favorit war natürlich klar: Willy Brandt! Willy mutierte zum Hoffnungsträger einer neuen Ära, zum Exponenten der Reformpolitik, zum Anti-Faschisten schlechthin; auch wenn er vom Alter selbst eher zur brauen Generation gehörte. Nein, Willy, war bei uns Jungen einst Kult. Ich trug in der Freizeit eine Jeansjacke auf dem ein Button prangte "Willy wählen!". Es war ein Metallkreis mit einem orange - farbenen Kreis.



http://www.berlinstreet.de/235
http://www.querblog.de/2007/11/18/19111972-willy-waehlen-und-nicht-nur-ihn/

Dass ist nun mehr als 38 Jahre her, als an jenem Totensonntag die Räume zu Wahlurnen um 8.00 Uhr geöffneten und pünktlich um 18.00 Uhr die Türen wieder verschlossen wurden. Die mehr als 1 Stunde daraufhin veröffentlichte erste Hochrechnung in der ARD ließ in den vielen Wahlparties die Menschen zu einem wahren Jubelsturm hinreißen. Einzig die Schwarzen zeigten sich zerknirscht. Ihr Kandidat Barzel hatte es nicht geschafft.
Die sozial-liberale Koalition unter Brandt-Scheel durfte ihren Reformkurs weiter führen; zumindest bis zur nächsten Wahl in 4 Jahren.

Der - fast historische - Sie von Rot-Gelb(Blau) kam auch deshalb zustande,weil viele Erstwähler mobilisiert werden konnten, die ihre Stimme splitteten,nämlich ihre Erststimme den SPD-Kandidaten des Wahlkreises gaben und mit der Zweitstimme die FDP wählten. Genau so habe ich - ein Mal und nie wieder - damals auch gewählt.

Was in den Folgejahren bei der FDP - auch personell - als Eiertanz vorführt wurde,hat mich bereits 4 Jahre danach davon abgehalten, die Liberalen erneut zu wählen. Nee, die Gelb-Blauen waren nicht meine politische Heimat. Da spielte mir zuviel Uneinigkeit hinein, da waren zu viele Opportunisten am Werke und es gab zu viele Wirtschaftsliberale. FDP - Nee!

Aber was waren da einst - nach dem FDP-Vorsitzenden Karl Hermann Flach - für Persönlichkeiten in der Partei: Theodor Heuss, Thomas Dehler, Erich Mende und vor allen auch: Hildegard Hamm-Brücher; dann:
Genscher, Scheel,Mischnik, Kinkel,Baum,Bangemann,Möllemann.

Aber bereits mit dem größten Staatsmann (Gröfaz) Jürgen Möllemann begann die Partei einen Schwenk in Richtung Klientelpartei zu vollziehen.
Für diesen standen auch Wolfgang Gerhardt, Otto Graf Lambsdorff und Hermann Otto Solm.
Vollends zur Lachnummer und Spaßpartei wurde die Freie Demokratische Partei dann ab 2001 mit der Wahl des Gröfaz Westerwelle zum Parteivorsitzenden.

Die einst hoch auf dem Gelben wagen mit dem singenden Bundespräsidenten Walter Scheel einlaufenden FDPler gerieten zur reinen Ulknummer. Guido Westerwelle bestieg sein " Guidomobil", zog sich T-Shirts mit 18 % an und trug dazu - auch heute noch - lächerliche schwarz-gelbe Krawatten auf unmöglichen Hemden. Scherzkeks Guido ließ sich dabei - bis zu dessen Tod - von Jürgen W. Möllemann inspirieren, der ebenso als eitler Selbstdarsteller in die Annalen der Partei-Geschichte eingegangen ist.

Nach 10 Jahren scherzhaften Unwesentreiben muss der "Westerwilly" nun sein Handtuch werfen. Die letzten Pleiten bei den Landtags - und Bürgerschaftswahlen zeigen eindeutig, dass der Spaßvogel von einst und Ahnungslose von heute, als Parteivorsitzender abgegessen hat.Die Zahl seiner sinnfreien öffentlichen Ergüsse über die Gesellschaft, den Staat und die Wirtschaftsordnung zeigt, dass hier ein Blinder von der Farbe spricht, jedoch nur den gelb-blauen Anstrich der eignen vier Wände meint. Die Eskapaden des Prahlhanses haben viel zu lange angedauert. Zum Glück überwiegend zum Schaden der Minipartei und ihrer handvoll Mitgliedern.

Vor einigen Tagen saß so ein Nachwuchskaspar in der Bahn von Chemnitz in Richtung Dresden fahrend. Während eines Großteils der Strecke hampelte der Julist mit seinem I-Phone herum und führte dazu unertäglich laute Selbstgespräche deren tieferer Sinn darin lag, den erforderlichen Netzzugang zu erhalten,um puren Schwachsinn an seine Parteifreunde abzulassen ( "Gib Netz, gib Netz,gib Netz!).
Während er mit den Tücken der auf Privatisierungskurs getrimmten DB und den nur bedingt nutzbaren neuen Kommunikationstechniken mit ihr haderte,muss sich ein Außenstehender die ernsthafte Frage stellen, ob so ein Milchbubi mit Mitte 20 nicht doch erst die Grundstrukturen der Erwachsenenwelt erlernen sollte, eher er sich auf den Weg zum Höherberufenen begibt.

Wenn ich mir de 10 Hansel auf der HP von der JuliA Sachsen so anschaue und deren Ergüsse darin durchlese, kommt mir unweigerlich die von Heinrich Heine eins getroffene Feststellung in den Sinn:
"Denk'ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."


http://julia-sachsen.de/ueber-uns/landesvorstand/

Dem wäre rein gar nichts hinzuzufügen: Armes Germania!

Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

Sensationelle Truppe! Die haben offenbar alle den gleichen Frisör, hehe...

Lobster53 hat gesagt…

Thatś right. Und ab heute bedeutet dieses: Rösler, wie lieb ich dir! Da lobe ich mir doch lieber Blau-Weiß gegen Blau-Schwarz - ohne gelb; wie in einer Viertelstunde zu sehen ist,gelle!