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Donnerstag, 5. Mai 2011

Die CITY schläft für immer.


                                                                                (c)CITY BKK
Den ersten beißen die Hunde. Nun hat es doch die erste Betriebskrankenkasse, die City-BKK erwischt. Sie ist insolvent und muss am 1. Juli 2011 für immer ihre Türen schließen.
Hierzu lautet die Meldungen bei der ARD - Tagesschau:

"Erstmals seit Einführung des Gesundheitsfonds hat das Bundesversicherungsamt die Schließung einer großen gesetzlichen Krankenkasse verfügt. Die City -BKK werde zum 1. Juli geschlossen, da die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auf Dauer nicht mehr gesichert sei, teilte die Behörde in Bonn mit. "Ein von der City BKK vorgelegtes Sanierungskonzept hat insbesondere wegen der außerordentlich hohen Mitgliederabgänge im ersten Quartal 2011 leider nicht den erhofften Erfolg gebracht", erklärte BVA-Chef Maximilian Gaßner. Die finanziellen Probleme der Kasse seien aber nicht auf den Gesundheitsfonds zurückzuführen. Weitere Kassenschließungen werden vorerst nicht erwartet. Bisher waren sie die Ausnahme. Zuletzt wurde 2001 eine kleine Betriebskrankenkasse in Düsseldorf geschlossen."
- Zitatende - ( aus www.tagesschau.de )

Die Geschichte dieser noch jungen Ersatzkasse ist kurz erzählt:
Die City BKK entstand 2004 aus den beiden Betriebskrankenkassen BKK Berlin und der BKK Hamburg. Ein Jahr später schlossen sich die BKK Bauknecht und die BeneVita BKK dem Konstrukt an. Sie baute in den Geschäftsjahren  2009 und 2010 ca. 50 Mio. Euro Schulden auf. Ebenso wie einst bei der BKK für Heilberufe,  hatte die City BKK beim Bundesversicherungsamt vorsorglich, nämlich zur Vorbeugung einer Insolvenzverschleppung die Insolvenz angemeldet. Ihr drohte die Insolvenz zum 1. September 2010; am 19. November 2010 wurde die Abwicklung der angeschlagenen City BKK vorerst abgewendet. Am 1. Juli 2011 wird die City BKK aufgrund einer nicht mehr auf Dauer gesicherten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vom Bundesversicherungsamt geschlossen.

Nun bekommt es eine unwirtschaftlich arbeitende Ersatzkasse - im Gegensatz zu anderen Unternehmen der angeblich sozialen Marktwirtschaft - nicht sofort mit dem Insolvenzgericht zu tun,wenn sie rote Zahlen schreibt. Hierzu gibt es denRisikostrukturausgleich,der vorsieht, das:

"Der Risikostrukturausgleich ist ein finanzieller Ausgleichsmechanismus in sozialen Krankenversicherungssystemen mit Wahlfreiheit zwischen den Krankenkassen. Um das Problem der Risikoselektion zu mindern, bezahlen entweder Krankenversicherer mit einer "guten" Risikostruktur ihrer Versicherten Ausgleichszahlungen an Versicherer mit einer "schlechten" Risikostruktur oder jene mit der "guten" Risikostruktur erhalten geringere Zuweisungen von einer zentralen Stelle als solche mit einer "schlechten" Risikostruktur. In der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist ein Risikostrukturausgleich seit 1994 eingeführt."

- Zitatende - ( WIKIPEDIA - Risikostrukturausgleich )

Wenn eine Kasse also eine überdurchschnittliche an leistungsempfangenden Mitgliedern aufweist, erhält sie einen finanziellen Ausgleich. Das Kostenrisiko wird dann eben auf alle Versicherten verteilt. Bevor also eine Krankasse den Knüppel des Insolvenzverfahrens über gezogen bekommt,kann sie sich durch andere Maßnahmen selbst aus dem Sumpf der Pleite heraus lancieren.
Diese Möglichkeiten sind wohl bei der CityBKK ausgeschöpft worden. Dann hilft eigentlich nur noch der Gang zum Insolvenzgericht.

Die etwa 70.000 Mitglieder können bis dahin eine andere Krankenkasse wählen, die wiederum gesetzlich verpflichtet ist, sie aufzunehmen.


http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/Insolvenz-von-Krankenkassen-Das-sollten-Versicherte-wissen-4106184-4106199/
Die mehr als 400 Mitarbeiter indes werden wohl den Weg zur Arbeitsagentur anzutreten haben. Ihre Zukunft ist ungewiss.

Dass der Insolvenzfall CityBKK wohl nicht der erste und der letzte seiner Art sein wird, ergibt sich bereits aus der Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit pp. aus dem Jahre 2009. So waren im Januar jenes Jahres noch 202 Krankenkassen registriert; im Dezember 2009 schrumpfte deren Zahl auf 184 - Tendenz abnehmend.
Der Fusionszwang resultiert aber nicht nur aus den ständigen gesetzlichen Veränderungen und den damit einhergehenden Vorgaben, sondern liegt auch darin begründet, dass die ungezügelt angewachsenen Verwaltungskosten trotzt des Einsatzes effektiver IT-Errungenschaften so manche EK in die Bredouille bringt.
Da wäre es sicherlich sinnvoller an diesen Kosten den Hebel anzusetzen und dabei die exorbitanten Gehälter der Leitungsebene zu kappen.
Es muss nicht jeder Provinzfürst einer KK sechstellige Einkünfte pro Jahr vorweisen können,denn jener kleine Häuptling eines Zwerg- Pygmäenstammes trägt eben nicht die gleiche Verantwortung wie sein Kollege vom Stamm derTuareg.

The City never sleeps?The city forever sleeps!

Kommentare:

Die Lokalzeitung hat gesagt…

Mhh, vielleicht heitert dich das Blog ein wenig auf? http://charmantecontraste.blogspot.com/
Schrei mich wech :-D

Gr. Manu

Lobster53 hat gesagt…

Aber hallo,Manu! Das war ein richtiger Hinweis. Selten fühlte ich mich in meiner (Minder)Meinung so bestätigt, in den Zeiten von Fukushima auch hier mit dem Strom sparen zu beginnen, in dem ich die Glotze am letzten Freitag nicht eingeschaltet habe und mir deshalb diese bunten Bilder entgangen sind.
Der Blog ist aber auch ohne sie interessant.
Danke dafür und schöne Grüße aus DD

Jürgen

Die Lokalzeitung hat gesagt…

Hallo Lobster

ich tu doch gerne mal ein wenig was für das Allgemeinwohl! Lacht!

Lg Manu