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Dienstag, 10. Mai 2011

"Streetview" - "Streetside" - "Streetlife" - Auf dem geraden Weg zum gläsernen Menschen.


                                                                                                                               (c)Branch of the National Union of Journalists (BNUJ).

Der Mensch wäre eine lernfähige Einheit, wenn da nicht immer diese Vergesslichkeit ihm arg mitspielen würde. Da uns die Erinnerung häufig den Realitätssinn trübt, neigen wir zu Fehlinterpretationen. Hinzu kommt dann noch jedes Phänomen, dass der Liedermacher Hannes Wader während seines Jubilämskonzerts anlässlich des 60. Geburtstags sinngemäss so formulierte:
" Die Erinnerung ist eine einzig artige Gabe des Menschen, die es ihm ermöglicht, sie dann durch eine rosa-rote Brille zu betrachten,womit auch derjenige auch an ein erfülltes Leben zurück sehen darf, wenn er bislang nur Scheiße gebaut hat."

Aus jener Erinnerung heraus betrachtete ich heute einen Bericht über die Aktivitäten des IT-Giganten " microsoft ", der mit seinem Projekt " streetside" in absehbarer Zeit dem vermeintlichen Konkurrenten " Google " Paroli bieten will.

Bereits " Google's " " streetview " sorgte im letzten Jahr für reichlich Zündstoff in den Medien und der Politik,als bekannt wurde, dass gefertigte Aufnahmen von sämtlichen Hausgrundstücken, Straßen und Flächen in ausgewählten Großstädten alsbald abrufbar wären. Viele der Betroffenen monierten daraufhin, dass diese kostenlosen Aufnahmen im Zusammenhang mit anderen erhobenen Daten zu einem Persönlichkeitsprofil verknüpft werden könnten und danach auf kommerziellem Wege genutzt werden.
So abwegig sind diese Kritiken nicht.
Bereits die diversen Daten-Skandale aus der jüngsten Vergangenheit lassen erahnen, welche ungeheuren Potentiale frei gegeben werden,wenn verschiedene Datenbanken mit einander gekoppelt, dann ungeschützt zugangsfähig bleiben.

Auch "Papa" Staat mischt hier gerne und umfangreich mit.Ständig produziert die die Legislative neue Gesetze, die der Exekutive die Befugnisse erteilen,in der Intimsphäre der Bürger herum zu schnüffeln. Ob nun die " Anti-Terror " - Gesetze, die " OK "-Gesetze oder auch der seit gestern angelaufene Zensus 2011, sie alle verfolgen eine Richtung: Datenerhebung, Datenspeicherung,Datennutzung. Exzessiver Ausbau stattlicher Erfassungsmöglichkeiten und permanente Erweiterung der Nutzung führen dazu, dass der einzelne Bürger immer transparenter wird.

Nun also möchte auch Bill Gates' Datenhydra " microsoft" an weitere Fleischtöpfe heran,um diese dann kommerzielle abzuschöpfen.
Die Erfassung als solche mag ja vielleicht noch gerade so mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung einhergehen; die ungefragte Speicherung und Verwertung indes nicht. Wer also sein Hausgrundstück nicht ungefragt im Netz veröffentlicht sehen möchte, der muss - nach dem eine solche bereits von statten gegangen ist - sich bei der Datenkrake " MS " dagegen schriftlich zur Wehr setzen.
Dann aber kann das Kind bereits in den Brunnen gefallen sein, weil es nämlich möglich ist, die Bilder herunter zu laden und selbst zu speichern, um diese später zu verwenden.

Was "Google's " Bilderdienst vor gegeben hat, äfft nun "MS" nach und lässt die BRD-Rechte einfach außer Acht. Der US-Amerikaner hat unisono einen Hang zur arroganten Selbstbedienung, wenn es um seine eigenen Interessen geht. Dieses vollzieht "MS " einmal mehr auf eindrucksvolle Weise. Leider gibt es hierfür keine präventiven Maßnahmen, um dem Datensammlern Einhalt zu gebieten.

So geht auch diese Aktion in Richtung des Orwell'schen Duktus von einem Überwachungsstaat, der jeden Schritt des Bürgers kontrolliert und dessen Freiheit nahezu beschränken kann,wenn er Veranlassung hierzu sieht.
Als ich 1984 zusammen mit vielen Hunderttausend gegen die Volkszählung protestiert habe,weil der erarbeitete Erhebungsbogen eine Reihe von Fragen enthielt, die in die Grundrechte eingegriffen hätten, das BVerfG daraufhin die geplante staatliche Datenerhebung stoppte und das Gesetz hierzu kassierte, konnte ich noch nicht ansatzweise erahnen, was mehr als 25 Jahre auch ohne den Zensus 2011 an verwertbaren Informationen - die freiwillig oder bewusst weiter gegebenen hier einmal ausgeschlossen - bereits abrufbereit gesammelt worden sind.

Ob nun über " streetview ", "streetside" oder die ungezählten Überwachungseinrichtungen in Gebäuden, Straßen oder öffentlichen Plätzen ( also "streetlife" ) erlangte Daten sind jederzeit dazu geeignet, ein umfassendes Persönlichkeitsprofil zu erstellen und dieses zu verwerten.

George Orwell hatte ja so recht, als er jenen düsteren Roman 1948 schrieb, der dann 1949 veröffentlicht, den Staat der Zukunft skizzierte.


http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29

Wiston Smith lebt 2011 bereits überall. Leider ist dieser Hinweis aus dem Orwell'schen Roman längst aus der Erinnerung vieler verschwunden oder er war dort nie vorhanden, wenn jene Naivlinge von der Datensammelwut nichts wissen wollen und eben viele Dinge hierzu durch eben jene berühmt-berüchtigte rosa-rote Brille betrachten.

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