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Freitag, 12. August 2011

Die Ausbeutungspraktiken und Skalvenhaltermethoden des Götterboten.

                                                                                (c)Musikmichi-WIKIPEDIA

Ach, was waren das damals doch für paradisische Zustände. Als noch bis in die 90er Jahre hinein, der - oft - verbeamtete Postbote oder Zusteller mit seinem Fahrrad, dem Taschenwagen oder in einem gelben Fahrzeug kommend, die vielen Brief - oder Paketsendungen austrug.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zusteller

Was noch als seriöse Dienstleistung, die von dem einstigen Postmonopol getragen wurde, bis 1999 aussah, ist mittlerweile durch den radikale Marktentwicklung zu einem Haifischbecken verkommen. Hierin tummeln sich große Exemplare, wie  die die DHL als Tochterunternehmen der Deutsche Post AG, UPS, GLS oder mittlere und kleine Anbieter und buhlen um die Kundschaft. Es muss nicht nur kostengünstig sein, sondern darüber hinaus wird das Risiko in allen nur erdenklichen Variationen auf Subunternehmer sowie Subsubunternehmer abgewälzt.

Diese kapitalistsiche Marktkonstruktion betreibt auch die "Hermes" GmbH in Hamburg.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermes_Europe

Als vor einigen Tagen die ARD über die Ausbeutungsmethoden bei dem Götterboten berichtete, kam auch der Milliardär und Inhaber des Unternehmens,Michael Otto, Hamburg, mehrfach zu Wort, da der " Hermes Versand " der " OTTO Group " zuzuzälen ist.

Wie nicht anders erwartet werden konnte, wich Otto den kritischen Fragen der Journalisten aus und verwies auf die Geschäftsführung von " Hermes ".

Der mehr als üble Beigeschmack zum Auftritt des Otto lässt vermuten, dass er zwei Gesichter in der Öffentlichkeit zeigt. Das eine - ständig gefeierte - als Wohltäter der Menschheit und sozial engagierten Unternehmensführer und das andere als Ausbeuter, da er derartige Zustände bei dem Versandanbieter "Hermes" zu lässt.
Wenn ein Konzern seine Gewinne durch prä-kapitalistische Methoden steigert und sich der sozialen Verantwortung entzieht, müsste eigentlich die Gesellschaft diesen Verein boykottieren. Tut sie aber nicht, weil das Ausnutzen von Gesetzeslücken längst zum Allgemeinsport gehört.

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Genau. Wen juckt so was noch? Das ist traurig, aber an der Tagesordnung. Wenn man alles boykottieren würde, was mit anrüchigen Methoden in Verbindung zu bringen wäre, dann hätte man ein ganz schönes Problem mit der eigenen Grundversorgung. Also bleibt es, wie es ist...