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Donnerstag, 18. August 2011

Eviva Espana, Pope ole`!

                                                                                          (c) WIKIPEDIA

Die Lobeshymnen auf den südlichen Teil Europas halten sich seit geraumer Zeit in engen Grenzen. Das Gespenst, welches die PIIGS-Ländern den übrigen, zwar hoch verschuldeten, aber nicht direkt vor der Pleite stehenden EU-Staaten, aufgesattelt haben, lässt sich so schnell nicht vertreiben. Da helfen auch keine konzertierten Aktionen aller EU-Länder, sondern hier ist Spardisziplin angesagt. So wollen es die Regierenden in Europa dem Plebs hinter die Ohren schreiben. Sparen bedeutet nämlich: Staatsausgaben kürzen! Bei den Reichen perlt diese Zielvorgabe ab, wie Wasser auf dem Friesennerz. Die Minorität der Milliardäre, Millionäre und Wohlhabenden dürfen nach wie vor Steuersparkonstruktionen nutzen, mit denen sie sich "arm " rechnen, um eben keine Steuer zu entrichten, sie dürfen auch in den "Steueroasen" über Breifkastenfirmen ihr ergaunertes Geld bunkern,um dem einheimischen Fiskus die " Arschkarte" zu zeigen. Deshalb ist bei dieser Klientel nichts zu holen. Wohl aber bei der breiten Masse.

Das hat natürlich auch die Regierung des "Sonnenstaates " Spanien erkannt und setzt bei den Transferszahlungen für die Krisengebeutelten den Kürzungsgedanken in die Tat um. Sparen bis der Torero erschöpft im Staub liegt. Soweit, so schlecht!

Als gestern, zu Nacht schlafender Zeit, die zurzeit besten Vereinsmannschaften Europas, Spaniens und der Fußballfachwelt sich zum zweiten Mal - auf Augenhöhe - duellieren durften, als das Stadion in Barcelona zu bersten drohte, denn die katalanische Mannschaft mit den meisten einheimischen Millionären siegte knapp mit 3:2 und gewann den Titel des spanischen Supercups, gab es in der Hauptstadt des Landes, in Madrid, eine Protestkundgebung ganz anderer Art. Ein Häuflein von Aufrechten demonstrierte gegen den Besuch des Papstes. Neben einer Vielzahl von Schmähungen, wie: " Euer Papst ist ein Nazi!" ( quod erat demonstrandum ) erhoben die Protestler den Vorwurf, dass der Staat die Besuchskosten zum Weltjugendtag der Katholiken zahle und dieses, obwohl er de facto pleite sei.

Nun, die Argumente der Protestler sind nicht gerade unsinnig. Denn:
50 Millionen Euro soll der Besuch und die Veranstaltung selbst kosten - laut Organisatoren zahlen das zu 70 Prozent die Pilger mit ihren Eintrittsgeldern, 30 Prozent die Sponsoren. Kritiker halten dagegen, die Sponsorengelder könnten zu 80 Prozent von der Steuer abgesetzt werden, zudem würden die Pilger kostenlos in staatlichen Schulen untergebracht, es gibt verbilligte Metro- und Bustickets. Und das in einem laut Verfassung nicht-konfessionellen Staat.

So fragt sich denn der Konfessionslose, warum die reiche Katholische Kirche die Kosten derartige Veranstaltungen nicht selbst trägt und damit einen Beitrag zur Gesundung der spanischen Staatsfinanzen erbringt?

Davon scheint ab der Vatikan nichts wissen zu wollen und handelt stoisch nach dem antiken Postulat: " Ora et labora ". Wobei letztere Aufforderung im Zuge der selbst verursachten Wirtschaftskrise und einer damit einher gehenden Jugendarbeitslosenquote von mehr als 40 % nicht ohne weiteres umsetzbar ist.
Deshalb entlädt sich der Frust auch gegen die eigene Generation,denn von die ist bei den Besucher des Katholischen Weltjugendtags in Spanien in der Mehrheit, da diese wohl offensichtlich - wie ein Papstfan voll mundig in die Mikrophone plärrte - über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die Reisekosten etc. bestreiten zu können.

Ja,ja, die Welt ist so ungerecht. Da werden einerseits Millionen für einen Greis ausgegeben, der einem Krisen geschüttelten Land seine Aufwartung im Namen des Herrn macht, da werden aber auch viele Millionen für die teuren Fußballprofis ( zuletzt der fast 40 Millionen - Transfer von Cesc Fabregas von Arsenal zum FC Barcelona), um den Ruf der besten Vereinsmannschaft der Welt zu zementieren, obwohl der Verein exorbitant hohe Schulden vorweist. Der Hochgeschwindigkeitsfußball und die Baletteinlagen dieser Millionarios sind zwar sehenswert, allerdings nur für den, der sich die Eintrittskarte und das Bezahlfernseh -Abo auch leisten kann. Da handelt der spanische Staat wie einst die Römer im Sinne von panem et circenses. Wie sich die Geschichte wiederholt!

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Dass gegen den alten Sack protestiert wird, warum auch immer, hat meine Zustimmung. Die Kirche bekommt das viel zu selten zu spüren!

Und was Fabregas & Co. angeht, so ist es lange schon die reinste Verzerrung, dass Großteile eurpäischer Ligen, obwohl meterhoch verschuldet, solche irrwitzigen Summen wandern lassen. Es gibt einen Punkt, an dem der Gegenwert nicht mehr reell greifbar scheint.

Aber Fussball hat keine Kreuzzüge geführt und auch vorsätzlich sonst keinem geschadet, also bleibt Ratze das größere Problem.