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Montag, 1. August 2011

Peter Fonda, Dennis Hopper & Jack Nicholson sind " Easy Rider ".


Das Sommer-Wiederholungsprogramm der ÖR bringt doch manchmal ein wenig Abwechselung auf die Mattscheibe. Zwar werden die anspruchsvolleren Beiträge meist erst nach den zweiten Nachrichten ausgestrahlt, dennoch lohnt es sich dafür eine Stunde oder mehr wach zu blieben.

Als die ARD gestern Abend den Film " Elegy oder die Kunst zu lieben " sendete, wäre es eher dem Zufall geschuldet, dass ein noch Gebliebener diesen Film überhaupt wahr nehmen konnte. Die Handlung zeigte sich eher einfach gestrickt und weniger auffällig, als die vielen kleinen Zwischentöne, des Films. Wenn ein subalternder Universitätsprofessor sich in eine 30 Jahre jüngere Studentin verliebt, dann ist dieser Umstand kaum spektakulär, um daraus einen ganzen Film abzudrehen.
Dennoch ließen sich die Akteure auf das handlungsarme Drehbuch ein und produzierten einen überdurchschnittlichen guten Film.
Das lag nicht nur an der attraktiven Penelope Cruz, sondern auch an den glatzköpfigen Ben Kingsley, der den Professor spielt. Dessen bester Freund George O'Hearn sackt plötzlich auf einer Feier zusammen und verstirbt danach.
Zuvor hat O'Hearn - dargestellt von Dennis Hopper - dem Professor noch den gut gemeinten und auch sinnvollen Rat gegeben, die Liaison mit der hübschen Studentin zu beenden.
Nun, die weitere Handlung lässt sich eher klischeehaft bezeichnen, denn die Studentin trennt sich selbst von ihrem Schwarm,der Tod des Freundes und Trennung seiner großen Liebe nur schwer verdaut. Mehr als 2 Jahre danach ruft die Studentin wieder an, schildert dem Professor, dass sie Brustkrebs habe, operiert werden müsse und frisch ganz nebenbei die Liebelei mit dem fledermausartig aussehen Professor wieder auf. Nach der Operation gibt es doch noch ein Happy End - das Paar bleibt zusammen.

Wäre der Name Dennis Hopper nicht als Schauspieler im Abspann genannt worden, ich hätte den guten Dennis nicht wieder erkannt.
Zu viele Jahre, genauer gesagt 41 an der Zahl, sind vergangen, seit ich Hopper zum ersten Mal in einem Film bestaunen konnte. Und dieser war gleich ein Synonym für die immer noch revoltierende Bevölkerungsminorität in den Demokratien Europas und in den USA. Die 68er und der verhasste Vietnam-Krieg tobten immer noch in der Öffentlichkeit und wurden von der verspießten Mehrheit der Bevölkerung dafür geschasst. 

Als 1969 der Film " Easy Rider " in den USA in die Kinos kam,war im Westen vieles im Aufbruch. Deshalb fand dieser Kino-Erfolg eben jene Zuschauer, die er benötigte, um jenes angebliche Gefühl der Freiheit in einem vermeintlich freien Land, nämlich den Vereinigten Staaten von Amerika, herüber zu transportieren.
"Easy Rider " ist nicht deshalb Kult geworden, weil drei Männer mit zwei auf gehübschten Chopper-Maschinen durch die Weiten der USA fahren, nein, er wurde wegen der Kombination von Bild und Musik zum Erfolgsfilm, zum Kassen-Knüller.

In der immer noch verlogenen BRD-Gesellschaft durften sich die Jugendlichen des Movies erst ein halbes Jahre später, nämlich im Frühjahr 1979 erfreuen.
In der Provinz noch einige Wochen auf der BRD-Premiere folgend.
Als ich an einem Sonntagnachmittag gegen 17.00 Uhr in der respektablen Menschenschlange vor dem Kino in Bad Eilsen stand, sah ich nur bekannte Gesichter. Einstige Schulkollegen, Nachbarn und sogar junge Leute aus anderen Dörfern. Alle wollten den Film sehen, von dem wir zwar etwas gehört hatten, jedoch nichts Positives, denn die Latrinenpresse aus dem Hause Springer hatte " Easy Rider " als typischen Gammler-Film und Drogensumpf aus den ungeliebten Teilen der USA gebrandmarkt.

Und während ich auf dem Parkettplatz für 2,50 DM sehnsüchtig auf den Filmbeginn wartete, ertönte aus den Lautsprechern eben jene Schwachsinnswerbung, die heute jeden Viertelstunde auf der Mattscheibe zu sehen ist. Eingespielt wurde natürlich auch eine Kinoprogramm-Vorschau, die berühmte Wochenschau und Dia-Reklame. Dann war es endlich so weit. Die schon etwas vergilbte Leinwand erhellte sich und auf ihr war eine Prärie ähnliche Landschaft zu sehen. Es sind Bild-Sequenzen aus dem US Staat Arizona. Einem Agrarstaat, der im Südwesten des Riesenlandes liegt, dessen Hauptstadt Phoenix heißt und der mit einem Zipfel an Mexiko angrenzt. Wüste, Dürre und spärliche Vegetation zeigen sich neben dem Highway, auf dem die beiden Motorräder cruisen.
Gelungene Aufnahmen, auch wenn sie 4 Dekaden später in einer blässlichen Farbe über die Mattscheibe kommen.
Die Handlung des Films ist so simpel wie realistisch: 

Nachdem Wyatt ( Peter Fonda ) und Billy ( Dennis Hopper ) Kokain in Mexiko erworben haben, dass sie in den Batterien ihrer Scrambler-Motorräder in die USA einschmuggeln konnten, verkaufen sie die Droge an einen Dealer. Wyatt versteckt die Dollarnoten  zusammengerollt in einem Schlauch im Tank seines Motorads, das er mit den USA-Flaggen lackieren ließ. Als beiden Fahrer gegen Abend an einem Motel wegen einer Übernachtung anfragen, werden sie von den verspießten Motelbesitzer abgewiesen und müssen im Freien kampieren.



Sie fahren weiter ostwärts, nach New Orleans, um hier bei dem berühmten Mardi-Gras - Karneval in New Orleans teilzunehmen. Wyatt nimmt einen Hippie als Anhalter mit, von dem Billy wiederum befürchtet, dass er beim Tanken das Geld im Tank entdecken könnte. Stattdessen sorgt der Fremde für eine kostenlose Tankfüllung, und zudem führt die Fahrt zu einer Hippie-Kommune samt Ausflug zu einem idyllischen Bad in heißen Quellen.
Als die beiden die Hippie-Kommune verlassen, treffen sie auf eine Parade, der sie hinterherfahren. So werden die beiden unterwegs von der Polizei wegen „unerlaubter Teilnahme an einer Parade“ verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Dort schläft der alkoholsüchtige junge Anwalt George Hanson (Jack Nicholson ) seinen Rausch aus. Dank seiner Beziehungen kann Hanson sie aus dem Gefängnis herausholen, woraufhin sie ihn mitnehmen.

Auf der Weiterfahrt erreichen Wyatt, Billy und Hanson ein Kaff in dem Südstaat Louisiana. Bereits hier wird deutlich, dass das Trio von weitere, in einem Restaurant sitzenden Männern mit Verachtung und Hass bedacht werden. Nachdem sie nicht bedient werden, verlassen sie die Gaststätte,  und kampieren in der Natur. Als sie in Schlafsäcken schlafen, werden sie von den Dorfbewohnern überfallen und mit Baseball-Schlägern verprügelt. Dabei stirbt George Hanson.
Am nächsten Morgen fahren Wyatt und Billy leicht verletzt nach New Orleans.
Hierbei hat Wyatt angesichts eines Sinnspruches eine Todesvorahnung, während derer bereits die Schlussszene des Films, der gewaltsame Tod der beiden Easy Rider, eingeblendet wird. Am nächsten Tag fahren die beiden auf einer Landstraße weiter, wobei sie von einem Pick-Up-Truck überholt werden, in dem zwei sogenannte Rednecks  (konservative Angehörige der Arbeiterklasse aus den ländlichen Gebieten der Südstaaten. Beide werden wenig später mit einem Gewehr quasi abgeschossen.
Damit endet der Film von Freiheit in einem freien Land, dass allerdings nur jenen Bürgern Freiheit gewährt, die sich anpassen.

Obwohl ich den Inhalt des Films damals nicht so richtig zuordnen konnte, da ich - wohl eher altersbedingt - die politischen Aussagen von " Easy Rider " nicht verstand, verehrte ich dennoch diesen Streifen. Insbesondere wegen der Musik. Als da sind:

1. The Pusher von Steppenwolf.

Ein düsterer Titel, in dem sich John Kay, der Frontmann der US-Gruppe mit dem Drogenmilieu befasst. Ein Text, der sich wie das gesamte Programm der damaligen Hippie - und Jugendszene liest, wenn es darum ging, aus dem tristen und oft sinnlosen Alltag mittels Drogen zu entfliehen. Ein vermeintlicher Lobgesang auf die "weichen" Betäubungsmittel und eine Kampfansage an "harten" Stoff, wie Heroin.

You know I've smoked a lot of grass
O' Lord, I've popped a lot of pills
But I never touched nothin'
That my spirit could kill
You know, I've seen a lot of people walkin' 'round
With tombstones in their eyes
But the pusher don't care
Ah, if you live or if you die

God damn, The Pusher
God damn, I say The Pusher
I said God damn, God damn The Pusher man

You know the dealer, the dealer is a man
With the love grass in his hand
Oh but the pusher is a monster
Good God, he's not a natural man
The dealer for a nickel
Lord, will sell you lots of sweet dreams
Ah, but the pusher ruin your body
Lord, he'll leave your, he'll leave your mind to scream

God damn, The Pusher
God damn, God damn the Pusher
I said God damn, God, God damn The Pusher man

Well, now if I were the president of this land
You know, I'd declare total war on The Pusher man
I'd cut him if he stands, and I'd shoot him if he'd run
Yes I'd kill him with my Bible and my razor and my gun

God damn The Pusher
Gad damn The Pusher
I said God damn, God damn The Pusher man

John Kay's rauhe, kratzige Stimme geht unter die Haut. Eine Mahnung an alle Jugendlichen, die mit Drogen experimentieren.

2. Born to be wild Steppenwolf

Das zweite Stück der Steppenwölfe um John Kay. Der einstige Disko - und Fetenknüller schlechthin. Viele besaßen die Single, viel die LP und noch mehr tanzen in jenen Jahren nach den Klängen der wilden Wölfe.

Get your motor runnin'
Head out on the highway
Lookin' for adventure
And whatever comes our way
Yeah Darlin' go make it happen
Take the world in a love embrace
Fire all of your guns at once
And explode into space

I like smoke and lightning
Heavy metal thunder
Racin' with the wind
And the feelin' that I'm under
Yeah Darlin' go make it happen
Take the world in a love embrace
Fire all of your guns at once
And explode into space

Like a true nature's child
We were born, born to be wild
We can climb so high
I never wanna die

Born to be wild
Born to be wild


3. The weight - Smith


I pulled into Nazareth, I was feelin' about half past dead;
I just need some place where I can lay my head.
"Hey, mister, can you tell me where a man might find a bed?"
He just grinned and shook my hand, and "No!", was all he said.

(Chorus:)
Take a load off Fannie, take a load for free;
Take a load off Fannie, And (and) (and) you can put the load right on me.

I picked up my bag, I went lookin' for a place to hide;
When I saw Carmen and the Devil walkin' side by side.
I said, "Hey, Carmen, come on, let's go downtown."
She said, "I gotta go, but m'friend can stick around."

(Chorus)

Go down, Miss Moses, there's nothin' you can say
It's just ol' Luke, and Luke's waitin' on the Judgement Day.
"Well, Luke, my friend, what about young Anna Lee?"
He said, "Do me a favor, son, woncha stay an' keep Anna Lee
company?"

(Chorus)

Crazy Chester followed me, and he caught me in the fog.
He said, "I will fix your rags, if you'll take Jack, my dog."
I said, "Wait a minute, Chester, you know I'm a peaceful man."
He said, "That's okay, boy, won't you feed him when you can."

(Chorus)

Catch a Cannonball, now, t'take me down the line
My bag is sinkin' low and I do believe it's time.
To get back to Miss Annie, you know she's the only one.
Who sent me here with her regards for everyone.

(Chorus)

Smith nannte sich die Formation um Gayle McCormick, die in den späten 6oer Jahren in St. Louis als Quintett in Bars auftrat. Sie konnte allerdings nur bedingte Plattenerfolge erzielen. Auch wen Smith gerade in den Südstaaten der USA durchaus populär war. The weight ist allerdings ein Titel der Gruppe " The Band " mit der einst Bob Dylan auftrat und die später zwei legendäre Konzerte gab, deren Plattenpressung jeweils ein großer Erfolg wurde.

4. Wasn't born to follow - The Byrds

Die Byrds um Roger McGuinn hatten 1969 bereits große Erfolge als Rockformation zu verzeichnen. Sie coverten Titel von Dylan, wie den Tamburine-Man und brachten Stücke wie " Eight miles high " heraus, deren Inhalte eindeutig auf den Psychedelic Rock basierten. Ihre Tonträger waren ienst ein absolutes Muss für jeden Rockfan.

Oh I'd rather go and journey where the diamond crest is flowing and
Run across the valley beneath the sacred mountain and
Wander through the forest
Where the trees have leaves of prisms and break the light in colors
That no one knows the names of

And when it's time I'll go and wait beside a legendary fountain
Till I see your form reflected in it's clear and jewelled waters
And if you think I'm ready
You may lead me to the chasm where the rivers of our vision
Flow into one another

I will want to die beneath the white cascading waters
She may beg, she may plead, she may argue with her logic
And then she'll know the things I learned
That really have no value in the end she will surely know
I wasn't born to follow


Was sich hier eher als harmlose Gang durch die Landschaft liest, ist in Wahrheit ein LSD-Trip der harmlosen Art. Wie gesagt: Psychedelic Rock vom Feinsten.




5. If you want to be a bird - The Holy Model Rouders

Eine amerikanische Ostküsten-Folkgruppe, die sich im Zuge der Avantgarde-Szene rund um Greenich Village bei New York in den frühen 60er gründete. Die Folk-Szene wurde alsbald von der Formation The Fugs beherrscht, in deren Fahrwasser dann auch die HMR schwammen. Folk oder Folkrock wurde alsbald durch die Hippie-Bewegung populärer und nahm auch erheblichen Einfluss auf Pop-Rock-Größen wie Dylan.

If you want to be a bird
Why don't you try a little flying
There's no denying
It gets you high
Why be shackled to your feet
When you've got wings
You haven't used yet
Don't wait for heaven
Get out and fly

Just glide there
Through the clear air
Making figure eights
Through the pearly gates
Where the soul and the universe meet

If you want to be a bird
It won't take much
To get you up there
But when you come down
Land on your feet.


Seite 2 oder die B-Seite der LP wird mit einem Country-Sound-Verschnitt eingeläutet.

" Dont bogart me " - The Fraternity of Man

so nennt sich das Stück auf "Side Two" des Albums. Was sich allerdings hinter der Formation " The Fraternity of Man " verbirgt, habe ich eigentlich bis heute nicht gewusst. 1968 formierte sich um den Ex- " Mothers of Invension " - Gitarristen Elliot Ingber eine auf Psychedelic Rock spezialisierte Gruppe, die es jedoch nie über einen Insider-Tipp hinaus gehend brachte. Die " Fraternity of Man " verstand sich denn auch eher als " Zappa "-lastige Rockband, deren Wirken mit Beginn der 70er Jahe bald endete.

" Don't bogart me " war ein winziger Ausschnitt aus ihren einstigen Repertoire und eigentlich nur von mäßiger Qualität - sieht der Rockfan einmal von dem unverhohlenen Aufruf zum Haschischkonsum, der in dem Text wieder kehrend propagiert wird, ab:
Don't bogart that joint, my friend
Pass it over to me.
Don't bogart that joint, my friend
Pass it over to me.

Roll another one
Just like the other one.
This one's burnt to the end
Come on and be a friend.

Don't bogart that joint, my friend
Pass it over to me.
Don't bogart that joint, my friend
Pass it over to me.

Ro-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-oll another one
Just like the other one.
You've been hanging on to it
And I sure would like a hit.

Don't bogart that joint, my friend
Pass it over to me.
Don't bogart that joint, my friend
Pass it over to me.

Mit " bogart " ist im übrigen eine spezielle Art des Zigarettenausdrückens durch den einstigen Filmstar Huphrey Bogart gemeint, der die Kippe auf eigenwillige Art in den Aschenbecher presste.

Der Folgetitel " If six was nine " stammt von der Gruppe, die der legendäre Gitarrist Jimi Hendrix " The Experience " nannte. Ein ebenso wüstes, mit psychedelischen Klängen angereichertes Stück, dass das Potential von Hendrix erkennen lässt.

Yeah, sing the song, Bro'

If the sun refuse to shine,
I don't mind, I don't mind,
If the mountains fell in the sea,
let it be, it ain't me.
Alright, 'cos I got my own world to look through,
And I ain't gonna copy you.

Now if 6 turned out to be 9,
I don't mind, I don't mind,
Alright, if all the hippies cut off all their hair,
I don't care, I don't care.
Dig, 'cos I got my own world to live through
And I ain't gonna copy you.

White collared conservative flashing down the street,

Pointing their plastic finger at me.
They're hoping soon my kind will drop and die,
But I'm gonna wave my freak flag high, high.
Wave on, wave on
Fall mountains, just don't fall on me
Go ahead on Mr. Business man, you can't dress like me.
Sing on Brother, play on drummer.


Nur Hendrix vermochte es, seine Gitarre zur Waffe umzufunktionieren, ihr dabei sphärische Klänge zu entlocken und den Gesang so fein abzustimmen, dass die Stücke irgendwie elektrisch klangen - Electric Ladyland, war hierfür ein glanzvolles Beispiel.


Titel Nummer 3 stammt von der Psychedelic Gruppe " Electric Prunes ". Das Stück " Kyrie Eleison Mardi Gras " handelt eben von jener Veranstaltung in New Orleans, zu der sich Jahr für Jahr Zehntausende hingezogen fühlten.
Der Acid-Rock, welcher sich Mitte der 60er Jahre vor allem in den USA versuchte zu etablieren, wurde gerade von den " Prunes " zelebriert. Große Erfolge konnte die Formation hiermit nicht erzielen. Eine Musikrichtung einer Minorität in einer Minderheit eben.
Ebenso eigenwillig ist der Text dieses Songs, der nämlich nur aus den beiden Wörter " Kyrie Eleison " besteht und sich - in verschiedenen Gesangsstufen - über den gesamten Titel zieht. Seltsam, dieser Acid-Rock. So, wie der Versuch auch, aus einem LSD-Rausch heraus Erlebnisse dort in Musik hier umzusetzen.

Titel Nummer 4 stammt von den Frontmann der " Byrds ", einem gewissen Roger McGuinn. Das Stück " It's alright ma ( I'm only bleeding )setzt sich von den zuvor gehörten Stücken durch einen gängigen Rhythmus ab. McGuinn textete nicht nur viele Stücke der  " Byrds ", sondern feilte nebenbei an einer Solo-Karriere.

Darkness at the break of noon
Shadows even the silver spoon
The handmade blade, the child's balloon
Eclipses both the sun and moon
To understand you know too soon
There is no sense in trying.

Pointed threats, they bluff with scorn
Suicide remarks are torn
From the fool's gold mouthpiece
The hollow horn plays wasted words
Proves to warn
That he not busy being born
Is busy dying.

Temptation's page flies out the door
You follow, find yourself at war
Watch waterfalls of pity roar
You feel to moan but unlike before
You discover
That you'd just be
One more person crying.

So don't fear if you hear
A foreign sound to your ear
It's alright, Ma, I'm only sighing.

A question in your nerves is lit
Yet you know there is no answer fit to satisfy
Insure you not to quit
To keep it in your mind and not fergit
That it is not he or she or them or it
That you belong to.

Although the masters make the rules
For the wise men and the fools
I got nothing, Ma, to live up to.

For them that must obey authority
That they do not respect in any degree
Who despise their jobs, their destinies
Speak jealously of them that are free
Do what they do to be
Nothing more than something
They invest in.

So scheint es nur alzu konsequent, das der letzte Song auf dem Album " The ballad of Easy Rider " auch aus seiner Feder stammt. 

The river flows
It flows to the sea
Wherever that river goes
That's where I want to be
Flow river flow
Let your waters wash down
Take me from this road
To some other town

All he wanted
Was to be free
And that's the way
It turned out to be
Flow river flow
Let your waters wash down
Take me from this road
To some other town

Flow river flow
Past the shaded tree
Go river, go
Go to the sea
Flow to the sea

The river flows
It flows to the sea
Wherever that river goes
That's where I want to be
Flow river flow
Let your waters wash down
Take me from this road
To some other town.

McGuinn's melacholisches Abschiedslied von dem Traum der Grenzenlosigkeit und Freiheit in einem angeblich freien Land, endet im " Easy Rider " im Desaster. Das traumhafte Zusammenspiel zwischen dem freien Leben stösst an die Grenze der mit Vorurteilen durch seuchten US-Gesellschaft und ihren schießwütigen Reaktionären in der Provinz.
Nach dem Anlauf des Films entwickelte die Rockmusik eine wahre Titelschwemme die sich allesamt mit dem " Easy Rider " befassen.
" Iron Butterfly " widmete dem Film einen eigenen Song, " John Lee Hooker " ebenfalls, die britische Rockgruppe " Uriah Heep " besang in dem Stück " Free me " auch den " Easy Rider " und selbst die Hamburger Vorort - Barden von " Truck Stop " machten ihren " Easy Rider " auf Vinyl.

Dabei hat der Begriff " Easy Rider " rein gar nichts mit dem Motorrad fahren, der Freiheit und dem Leben als Outlaw zu tun. Tatsächlich wird mit " easy Ride " eine Dame bezeichnet, die sich leicht flach legen lässt oder noch abwertender: eine billige Hure, die ohne große Anstrengungen erobert werden kann.


http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,120424,00.html

Von wegen: Freiheit!

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