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Mittwoch, 26. Oktober 2011

Abgesang oder " Die Kräh'n schrei'n "- Teil II.

Der Goldene - besser im Altdeutsch Güldene - Oktober verabschiedet sich langsam, ja eher schleichend. Wenn an einigen Tagen in den Morgen - und Abendstunden eine Dunstglocke über dem " Tal der Ahnungslosen " zu erkennen ist, dann darf der Betrachter sich bereits auf den trüben Monat November einstellen. Es ist jener Monat, in dem statistisch bewiesen, die meisten Selbsttötungen zu verzeichnen sind, die depressiven Schübe bei den ohnehin schon labilen Mitbürgern zunehmen und die eigenen Vier Wände zum Bollwerk gegen das Schmuddelwetter ausgebaut werden. Heizung an, Ofen angefeuert, Decke über den Kopf gezogen!

Derweil verändert der Garten mit jedem Tag sein Gesicht. Was noch vor einigen Wochen üppig grünte und blühte, zeigt jetzt sein buntes Kleid. Die Blätter hängen - eher traurig - nach unten und das Bäumchen, der Strauch oder der Baum wird immer lichter. So manche herbstliche Windböe rüttelt an dem bereits losen Blattwerk, dass dann wie nichts herunter rieselt. Bald zeigt sich auch das gesamte Umfeld in einem tristen, einem dunklen Farbton.

Mit Beginn des November kehren sie wieder zurück, die schwarz-gefiederten Freunde aus dem Hohen Norden oder den weiten im Osten, weit bis an den Ural heran,die Krähen. In Schwärmen ziehen sie über das sich verändernde Land, die Felder und die Wiesen. Mit einem beinahe bedrohlichen Gekrächze streifen sie in wildem Flug auch über unseren Garten. Auf der Suche nach einem Quartier und nach Futter. Die Gesundeitspolizei der Lüfte lässt sich wieder blicken.

Bereits Ende Oktober sind eine Schwärme unterwegs. Das könnte auf einen harten Winter deuten. Der Volksmund behauptet es zumindest. Nicht immer muss er damit richtig liegen. Wenn aber bereits im Oktober die ersten Nachtfröste einsetzen und eisige Temperaturen vermeldet werden, deutet einiges auf einen frühen Winteranfang hin. Bei unseren Nachbarn in Österreich ist dieser in den höheren Lagen ab 800 Meter bereits eingekehrt. Hier leigt längst Neuschnee und hat die Gebiete mit einem weißen Mantel bedeckt.

Für die Mitteleuropäer muss dieses allerdings noch nicht heißen, das der Eisige Gesell´auch hier schon an die Tür klopft. Novemberwetter kann nämlich auch Nieselregen, Nebel und grauer Himmel sein. So, wie es dann aber schnell in Frost, Eis und Schnee umschlägt. Dann ziehen sie wieder, die Krähen und schrei´n. Nietzsches Gedicht fällt immer ein, als ich den Schwarm vorüber fliegen sehe:


               
                                                          Vereinsamt

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist du, Narr,
Vor Winters in die Welt – entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg', Vogel, schnarr'
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Versteck' du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei'n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei'n –
Weh dem, der keine Heimat hat!

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