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Dienstag, 8. November 2011

Am 30. Mai ist der Weltuntergang!



Als ich gestern - eher lustlos - meinen Mail-Müll durch scrollte und den Schrott dorthin beförderte, wo er von Beginn an hin gehörte: in dem Abfalleiner, erschienen an der Eingangstür des Nachbargrundstücks zwei - vorsichtig formuliert - antiquiert angezogene Damen. Schon wenige Sekunden nach ihrem Erscheinen konnte ich diese in die mir längst bekannte Gruppe der so genannten " Bibelforscher " einordnen. Wobei dieser Begriff eigentlich nicht korrekt ist, denn exakter benannt, gehören sie den " Zeugen Jehovas " an. Jener Gruppe, die - vom Bundesverfassungsgericht - als Religionsgemeinschaft qualifiziert wurden, nachdem die Verwaltungsgerichte; zuletzt das Bundesverwaltungsgericht sie als " Sekte " einzustufen gedachten.

Wie tenorierte das BVerfG im September 2000 dazu:

- 2 BvR 1500/97 -
     
  1. Eine Religionsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts werden will (Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 5 Satz 2 WRV), muss rechtstreu sein.

    a) Sie muss die Gewähr dafür bieten, dass sie das geltende Recht beachten, insbesondere die ihr übertragene Hoheitsgewalt nur in Einklang mit den verfassungsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Bindungen ausüben wird.

    b) Sie muss außerdem die Gewähr dafür bieten, dass ihr künftiges Verhalten die in Art. 79 Abs. 3 GG umschriebenen fundamentalen Verfassungsprinzipien, die dem

    staatlichen Schutz anvertrauten Grundrechte Dritter

    sowie die Grundprinzipien des freiheitlichen Religions- und Staatskirchenrechts des Grundgesetzes nicht gefährdet.
  2.  
  3. Eine darüber hinausgehende Loyalität zum Staat verlangt das Grundgesetz nicht.

Wer sich auf seinen Glauben beruft, muss keine staatstragende Gesinnung vorweisen.Da haben die Bete - und Arbeite-Protagonisten der " Zeugen Jehovas " noch mal Glück im Unglück gehabt. Wäre es - so wie es sie damals in der BRD massenhaft gab - eine kommunistische Splitterpartei gewesen, hätte diese sich bei den Rotroben eine glatte Abfuhr geholt. Die FDGO, die von den Schwarzen, Gelben und Rot-Schwarzen von damals allzeit beliebte sowie heiß geliebte Waffe, um der gefürchteten - jedoch real nie drohenden - kommunistischen Unterwanderung durch Verfassungsfeinde im Öffentlichen Dienst Einhalt zu gebieten, gilt also nicht für jene Rechtsbrecher aus der Kategorie der religiösen Eiferer. Sekten, christliches Gesumse und missionarische Apologeten haben deshalb aus Karlsruhe volle Rückendeckung erhalten.

Nun hinkt der Vergleich hier ein wenig, denn eine Partei ist ja nur ein eingetragener Verein, dessen Ziele zwar auch der Verfassung nicht zuwider laufen dürfen und dessen Mitglieder expressis verbis solche Bestrebungen in persona nicht umsetzen dürfen, sonst besteht die Möglichkeit, die Partei zu verbieten und deren Mitglieder aus öffentlichen Ämtern und Funktionen zu entfernen, dennoch ist eine Kirche, nicht per se eine Körperschaft öffentlichen Rechts und damit in den Genuss kommenden, keine Steuern entrichten zu müssen. KdöR und eV sind somit zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Allerdings müssen beide auf dem Boden der Verfassungen agieren.

Bei den " Zeugen Jehovas " habe ich so meine Zweifel. Insbesonders deshalb, weil sie ihre Mitglieder mit einem perfiden Netz aus Bespitzelung, Entmündigung und via körperlicher Züchtigung bei der Stange halten.Das System ist so einfach, wie es nur sein kann: Die Kinder der Kirchenmitglieder werden bereits sehr jung an die Gemeinde gebunden. Dieses geschieht durch Indoktrination. Nur was die Gemeinde in den Veranstaltungen an Lebensgrundsätzen verkündet wird als richtig betrachtet. Was außerhalb dieser kirchlichen Dogmen geschieht ist unchristlich, mithin falsch.
Schon in jungen Jahren müssen die Kinder der Gemeinde dienen. Dazu zählt natürlich auch Gemeindearbeit in Form einer öffentlichen Verkündung des christlichen Wortes.
Das Anpreisen des "Wachtturm "und einer weiteren Zeitschrift mit dem schönen Namen " Erwachet!" an den Straßenecken und Plätzen in einer Stadt zählt hierzu. Auch das von Haus zu Haus gehen, um hier angebliche Aufklärungsarbeit zu leisten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugen_Jehovas

Schon vor einigen Jahrzehnten erschienen jene Missionare der " Zeugen Jehovas " regelmäßig an den Haustüren in meinem Geburtsort. Hier versuchten sie - meistens Sonntagsmorgens - die Bewohner in ein Gespräch zu verwickeln. Diese Besuche waren nie gern gesehen, denn sie hielten die Menschen von ihrem selbst auferlegten Tagesrhythmus ab. 
Schon bald nannte der genervte Bewohner sie " Bibelforscher ". Sobald die "Bibelforscher" an der Haustür klingelten, wurde diese nicht aufgemacht. Viele entzogen sich somit dem Gespräch mit den schrulligen Religiösen.
Obwohl die " Zeugen Jehovas " eher als Sekte, denn als Kirche angesehen wurden, sind sie weltweit durchaus erfolgreich.Ihr Einfluss innerhalb der Gesellschaft blieb jedoch stark begrenzt. Zum Teil lag das an den so genannten Großkirchen, die eifrig gegen die "Bibelforscher " polemisierten, zum anderen Teil aber auch an den oktroyierten Lebensinhalten, die Alkohol, vorehelichen Sex und Bluttransfusionen verboten.

Zudem propagieren die " Zeugen Jehovas " ein Ereignis, das bisher nicht eintraf: sie prophezeien für den 30. Mai eines Jahres den Untergang der Welt.
Spaßvögel haben deshalb diese Behauptung in einem Lied verhohnepipelt:

Wie schön ist doch das Leben auf dieser bunten Welt.
Wir können einen heben so oft es uns gefällt.
Das macht uns allen Spaß
Herr Ober, noch ein Glas!

Der Wirt 'Zur blauen Schnecke' ist wirklich sehr auf Draht

da steht in einer Ecke: 'Paß auf
dein Ende naht

jedoch bei Bier und Wein
da schläfst du selig ein.'

Die lieben holden Frauen vergessen wir ja nie

wenn wir ins Glas 'reinschauen
wir denken nur an sie.
Drum habt zu uns Vertrau'n
Zum Wohl
ihr lieben Frau'n!

Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang

wir leben nicht mehr lang
wir leben nicht mehr lang

am dreiBigsten Mai ist der Weltuntergang

wir leben nicht
wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß in welchem Jahr

und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier
und darauf trinken wir.



Na, dann Prost! Die Henkersmahlzeit dazu gibt es bei den "Bibelforscher " gratis!

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

darauf trinken wir ;o)