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Mittwoch, 9. November 2011

Led Zeppelin für Arme.


Der letzte Freitag war - dank des spätherbstlichen, trockenen Wetters - als Gartenarbeitstag verplant gewesen. Nur die Laubsaugtätigkeit allein konnte mein Pensum nicht richtig vervollständigen. Also nahm ich mir die Kübelpflanzen vor, die sich inzwischen auch entblättert haben und deren Anblick nun nicht mehr wirklich ästhetisch ist. So munitionierte ich mich mit Arbeitshandschuhen, Sackkarre und Spaten auf, um die Pflanzen winterfest zu machen; ihnen einen warmen und nicht zu trockenen Raum zu geben.
Eher zufällig hörte ich dabei im Deutschlandfunk, den deutschen Rundfunk, der mit dem einstigem Propagandaniveau der 60er und 70er Jahre, in dessen heutige Frühnachmittagssendung " Campus und Karriere " hinein.

Die piepsige Moderatorinnenstimme quäkte nach 14.30 Uhr die üblichen Nachrichten aus dem Lautsprecher des Grundig Kofferradios, dass ich auf einer Küchenherdabdeckung gestellt hatte. Es hörte sich noch nerviger an, als es sonst der Fall ist. Dann folgte die Sendung " Campus und Karriere ", ein Sammelsurium aus Berichten, Daten und Meinungen über den bundesdeutschen Hochschulalltag. Allerdings werden hier - ganz wie früher - nur Erfolgsmeldungen und Fakten ohne großartig kritische Bewertung herunter gebetet. Von einer Studentenschwemme ab diesem Wintersemester ist hier nie die Rede. Von verrotteten Gebäuden, die sich auf den Universitätsgelände befinden ebenso wenig. Von Studienabbrecher schon gar nicht.
Alles in Ordnung? Alles gut? Alles zielgerichtet in der Karriereschiene fahrend?

So moderierte die weitere DLF-Micky-Maus-Stimme die Sendung mit einer kurzen Themenübersicht des 04.11.2011 an und kam dann nahtlos zu einem Thema, das mich auf horchen ließ: " Led Zeppelin ".
Die Rede war von dem Song " Stairway to heaven ", dass jeder "Zep"-Fan in - und auswendig kennt. Ob nun in der Studio - oder Liveversion; das Stück hat längst Kultstatus erhalten. Anscheinend kennt die DLF-Moderatorin es auch, denn sie ergötzte sich in der Feststellung. dass wohl jeder Gitarrenspieler die Akkorde dieses Liedes nach zu spielen versuchte. Damals, als es " Zep " noch gab oder später, als Led Zeppelin einen Nostalgiewert besaß.
Da plauderte sie denn von der Supergruppe als habe sie diese erst vor kurzem live gesehen. Salbungsvolle Worte piepsten über den Äther kommend aus dem Stereo-Kofferradio. Was Led Zeppelin denn nun einzigartig gemacht habe? Wieso die Blues-Rockformation denn so erfolgreich werden konnte? Und warum das Stück " Stairway to heaven " auch für den profanen Freizeitgitarristen als Maß aller Dinge stehen könnte?


Mir wurde ganz warm ums Herz. Sie sollte doch nicht etwas den "Zep"-Song spielen? Gespannt wie eine Flitzebogen lauschte ich dem bombastsichen Wortschwall zu, ehe die junge Dame dann doch noch die Kurve kriegte und mit einem Satz feststellte, dass es auch in Deutschland Musikgruppen gäbe, die den Stil von Led Zeppelin als Inspiration für ihre eigenen Werke genommen hätten.
Ach, sag´an?
Wer hätte das gedacht?
Zu diesen Musikern würden denn auch jene von der Truppe mit Namen " Auletta " gehören.
Wer bitte? Wer soll das denn sein? Meine Geistesblitze konnten es nicht verhindern, dass ich mir schlicht und ergreifend eingestehen musste, von dieser Gruppe nie gehört zu haben.
Na, denn, eine "Zep"-Adaption eben.
Die ersten Klänge eines Titels plätscherten aus den beiden Lautsprechern. Das Stück "Tanz für mich " in deutsch abgenölt, ließ bei mir schon nach gut einer halben Minute die kalte Wut aufsteigen.

Was, bitte schön, hat diese Kastratensong mit meinen Favoriten Led Zeppelin zu tun? Wo sind die unvergleichlichen Gitarrenriffs des Hexenmeisters Jimmy Page zu hören. Wo das Schlagzeuggewitter eines John Bonham? Wann setzt der Baß und das Keyboard des John Paul Jones ein? Wo bleibt die Rockröhre von Robert Plant? Statt ihrer ödes Gegurgel aus einer Ein-Oktaven-Gesangsmaschine, die zudem einen schwachsinnigen Text herunter holte. Ein undefinierbarer Klangbrei gab dem ganzen Geömmele noch einen faden Beigeschmack.
Man, o Man oder besser Frau , o Frau, wer hat Dich da geritten? Einen hoch trabenden Text über eine Gruppe von Einzelkönnern abzusabbeln und dann so einen Müll für musikalische Vollpfosten abzuspielen.

Auletta "Tanz für mich ". Was sollte diese gequirlte Sch..., die da in einem Kontext mit Bluesrock vom Allerfeinsten gebracht wurde? Die Moderatorin hat anscheinend einige Stunden zuvor zu heiß gebadet und dabei das Bewußtsein verloren, was zur Sendung zu einem erheblichen Realitätverlust führte.
Nachdem ich im Netz einige Fakten zu der - laut DLF-Sendung - vergleichbaren " Zep "-Musikformation aus den deutschen Landes mit dem Namen "Auletta" gefunden hatte, dämmerte es mir gleich.

DLF nennt sich nicht umsonst Deutschlandfunk. Hier soll eben überwiegend aus, über und in deutschen Landen gesendet werden. So auch in der Musik. Deshalb wird sofort der Bezug zu anglo-amerikanischen Gruppen gesucht, denn dort werden die Texte ja in englisch gesungen. Das versteht nicht jeder, deshalb muss der DLF eben deutsche Texte spielen, so wie jenen von "Auletta", der DLF-Led Zeppelin-Formation für Arme.
Ich hab´ s ja gleich gewusst!

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