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Dienstag, 15. Mai 2012

Der Geier kreist bei Tag und Nacht: Eviva Espana´!


                                                                                                                                                                      Iker Parriza - WIKIPEDIA

Die angebliche Schuldenkrise und die tatsächliche Finanzkrise hält seit mehr als 2 Jahren einige Länder des Euro-Raumes fest in den Griff: Die so genannten PIIGS-Staaten müssen deshalb ihre Haushalte drastisch zurück fahren, um dem Spardiktat der anderen Euro - und EU-Ländern nachzukommen. Das fällt nicht nur schwer, sondern dürfte im aktuellen Krisenfall Griechenland wohl kaum machbar sein. Fraglich ist auch, ob das verordnete Sparen, nicht schlussendlich ein Kaputtsparen wird.
Auch im Zeitalter der Hedgefonds, der Globalisierung und der Versklavung vieler Länder zu willfährigen Marionetten der Internationalen Kapitalmärkte und der Multis, streiten sich hierzu die gelehrten. Nationalökonomen aller Couleur ringen nach Erklärungen, warum die Finanzkrise im Euroraum den einen Staat mehr, den anderen Staat minder und einen dritten Staat gar nicht trifft?

Jenseits aller, mit theoretischem Ballast behafteten Erklärungsversuchen, könnte die Antwort auf diese Frage im Bereich des soziologischen Begriffs " Mentalität " ihre Antwort finden. Abgeleitet von dem lateinischen Verb " mens ", also den Geist betreffend, wird diese mit " eine vorherrschende psychische Prädisposition im Sinne eines Denk - und Verhaltensmusters einer Person, sozialen Gruppe ( z.B. einer Bevölkerungs - oder Berufsgruppe ) oder auch auf gesamte Nationen bezogen. "

Wenn die Wissenschaft diesen begriff vor allem in der Soziologie und in der Mentalitätsgeschichte verwendet, so kann aus der Historie eines Landes, einer Bevölkerungsgruppe oder einzelner, dort lebenden Personen, ein bestimmtes Abbild geschaffen werden, das Rückschlüsse auf eben diverse Verhaltensmuster zulässt.

Jenseits des publizierten und propagierten ethnologisch - ideologischen Schwachsinns a´la´Sarrazin und Konsorten, steht aber fest, dass es mentale Unterschiede zwischen skandinavischen Staaten mittel - und südeuropäischen Ländern sowie innerhalb verschiedener Ethnien dort gibt. Damit besteht die Möglichkeit zu erklären, warum ein ein Same, ein Schwede  oder ein Este sich anders verhält als ein Katalane, ein Portugiese oder Franzose.

Was dazu führen kann, dass es auch bei der Handhabung bestimmter, dem Menschen ansich immanenter Verhaltensmuster zu gravierenden Divergenzen innerhalb und außerhalb eines einzelnen Landes kommt. So lässt sich das dem homo oeconimicus attestierte, rationale Verhalten in verschiedenen Lebensumfelder zum einen als Gier, zum anderen als Sammelwut definieren. Aus einem Metzgersohn in der schwäbischen Provinz wird deshalb nicht unbedingt ein auf Dauer erfolgreicher Unternehmer, weil er in seiner Wahnvorstellung, dass die gesetzliche Mitbestimmung über Arbeitnehmervertretung oder Gewerkschaften mit einer kommunistischen Enteignung gleichzusetzen ist, sämtliche Entscheidungen auf die Verhinderung einer solchen betrieblichen Einflussnahme abstellt. Aus einem russischen Waisenkind in der sibirischen Einöde wird auch kein besserer Mensch, weil er zu Lebzeiten Teile seines - vielleicht - ergaunerten Vermögens in Waisen - und Kinderheime des Landes und in einen englischen Fußballverein investiert. Aber auch aus einer oder mehreren spanischen Banken werden keine Wohlfahrtsinstitute, nur weil in Bauprojekte involviert sind, die günstigen Wohnraum für viele, eher in einfachen Verhältnissen lebende Landsleute, erschaffen wollen.




                                                                                                                     Buitres leonado en la zona de Ayerbe-WIKIPEDIA


So oder so ähnlich lassen sich die Gründe finden, warum eines der vielen Bauprojekte, die im Krisen geschüttelten Spanien in die Pleite gingen. " Sesena` ", so nennt sich das Projekt aus den Boom-Zeiten der spanischen Bauwirtschaft.

Die  zur Geisterstadt verkommene Investionsruine liegt nur 45 Autominuten vom Zentrum der spanischen Hauptstadt entfernt. Es sollte hier auf der Grünen Wiese ein Refugium für 30.000 Menschen aus dem Boden gestampft werden. Von den über 13.000 Wohnungen geplanten Wohneinheiten wurden jedoch nur 5100 gebaut. Dann drehten die beteiligten Geldinstitute den Hahn zu. Aber auch von diesen Wohnungen stehen die meisten leer, und Tausende spanische Durchschnittsbürger, die sie als Geldanlage gekauft hatten, versuchen sie jetzt mit hohen Verlusten wieder loszuschlagen.

Was vormals als ein quirliger Vorort Madrids werden sollte, ein Paradies für junge Familien, ist mit dem Platzen der Immobilienblase und der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer von vielen Investitionruinen geworden. Die Unvollendeten zeigen nun seit dem Beginn der ökonomischen Krise ihre betonierten Fratzen der noch kargeren Landschaft. Der Abschied von einem Vorhaben, dass nur aufgrund einiger Größenwahnsinniger und vieler korrupter Lokalpolitiker sowie Profit geiler Finanzinstituten zustande gekommen war, erfolgte nicht schleichend, sondern eher kurz und schmerzvoll.
der Immobilienblase und der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer von vielen Investitionruinen geworden. Die spanische Landschaft ist voller solcher moderner Geisterstädte, die langsam verfallen. In vielen Vororten stehen halb fertige Wohnblocks herum, viele geplante Siedlungen sind über Straßen und Straßenlaternen nicht hinausgekommen.
http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article13903770/Bombastisches-Bauprojekt-verkommt-zur-Geisterstadt.html

Aber auch  andere, im Land der ewigen Sonne, geplante, dann nicht fertig gestellte Bau-Skelette verschandeln die spanische Landschaft. Diese ist voller solcher, als  modern gepriesener Siedlungen, die als Geisterstädte langsam verfallen. In vielen Vororten stehen halb fertige Wohnblocks herum, viele geplante Bauprojekte sind über Straßen und Straßenlaternen nicht hinausgekommen.


http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-33442.html

Wer die spezifischen Verhältnisse in Spanien kennt, die sich seit den frühen 70er Jahren, als das Land mit Sonne, Strand, Siesta´viele Millionen Wetter frustrierte Teutonen als Touristen anlockte, um sie später in Beton-Bettenburgen, Nepp - und Abzock-Lokalitäten und alsbald versifften Costas auszunehmen, zwar in dieser Hinsicht wesentlich verändern mussten, weil die bundesdeutsche Touristikindustrie permanent Druck auf die spanischen Anbieter ausübte, der weiß auch, dass es jene Bauruinen schon damals zuhauf gab. Nun sind einige Zehntausend hinzu gekommen. Allein in der Jahren 2008 bis 2011 mussten die Banken mehr als eine halbe Millionen Immobilien zwangsvollstrecken, weil die Bauten entweder unverkäuflich, die Mieten nicht zu erzielen waren, die eine Rendite und damit die Darlehnsrückzahlung ermöglichen oder der Investor in Form einer Baugesellschaft in den Konkurs ging.

Ein riesiges Verlustgeschäft für alle Beteiligten. Die " kleinen Leute ", die mit dem Hirngespinst einer Rendite trächtigen Geldanlage gelockt wurden, werden somit in existenzielle Notlagen gebracht, die Gierlappen aus der Finanzbranche - zumeist Banken - müssen Verluste in Höhe von nahezu 173 Milliarden Euro abschreiben und der Staat selbst verursachte durch den künstlich erzeugten Bauwahn eine strukturelle ökonomische Krise. Mehr als 23 % Arbeitslosigkeit insgesamt, beinahe 50 % Erwerbslosenquote bei den jungen Mensch bis 25 Jahren und der Niedergang der Bauwirtschaft sind die Folgen. Hinzu kommt, dass - ähnlich wie beispielsweise in Irland - mehr als 1 Millionen ausländische Arbeitskräfte, die in den Betrieben der industriellen Landwirtschaft, Gurken, Tomaten und Apfelsinen ernteten, zurück in die Wüste geschickt wurden. Viele dieser Weggejagten hatten nicht einmal das Geld für einen Rückflug in das - oft - afrikanische Heimatland.

Spanien, das Land der Sonne und des mediterranen Lebensstils ist nicht nur fußkrank geworden, nein, die Iberer haben sich die Gicht geholt, weil viele Einwohner meinten ohne Anstrengung zu Wohlstand zu gelangen. Nun kreisen die Geier bei Tag und Nacht und warten auf die nächsten Opfer der Finanzkrise.
Nichts da mehr mit:

Ja, nach Spanien reisen viele Europaeer
nur wegen Sonne und Wasser und Wein.
einer spaeter, doch der And're um so eher
faehrt Richtung Spanien und packt die Koffer ein.
Den Regenmantel lassen wir zuhaus.
In Spanien sieht es nicht nach Regen aus.

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva Espana.
Der Himmel weiß, wie sie das macht, Eviva Espana.
Die Glaeser, die sind voller Wein, Eviva Espana.
Und bist du selber einmal dort, willst du nie wieder fort.

Ja, es fesselt Dich der Klang der Kastagnetten.
Und der Flamenco, der laeßt Dich nicht mehr los.
Wenn wir so etwas bei uns zu Hause haetten,
dann waer' der Urlaub zu Hause grandios.
Doch alle Theorie hat keinen Sinn
Im Sommer fahr'n wir alle wieder hin.

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva Espana.
Der Himmel weiß, wie sie das macht, Eviva Espana.
Die Glaeser, die sind voller Wein, Eviva Espana.
Und bist du selber einmal dort, willst du nie wieder fort.

Schaust du traeumend nachts um zwoelf aus deinem Fenster,
ja, dann sieht Spanien mehr als verzaubert aus.
Denn es schleichen dort an Stelle der Gespenster
die Caballeros mit Gitarre um das Haus.
Dann hoert man Serenaden ueberall,
so wie auf einem Schlagerfestival.

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, Eviva Espana.
Der Himmel weiß, wie sie das macht, Eviva Espana.
Die Glaeser, die sind voller Wein, Eviva Espana.
Und bist du selber einmal dort, willst du nie wieder fort.

Und weil der inzwischen 65jährige, mit einer stattlichen Leibesfülle behaftete, Chris auch  heute noch trällert und beim Schunkel-Mitklatsch-Plärrsendungen der ZDF- Glotzer - Generationen 60 bis 90 Plus regelmäßig den Robert macht, dafür frenetische gefeiert wird, stelle ich gleich noch einen anderen sinnfreien Text aus dieser Zeit ein:



Ring
digeding
digeding.Ole!
Ring
digeding
digeding.Ole!
Ring
digeding
digeding
digeding
digeding.Ole!

Spaniens Gitarren begleiten die Verliebte seit ewigen Zeiten.
Spaniens Gitarren
die spielen als ob sie mit den Liebenden fühlen.

Spaniens Gitarren
die bringen alle Lieder der Liebe zum Klingen.
Spaniens Gitarren
verschönen uns die Stunden der Liebe mit Tönen.

Spaniens Gitarren begleiten die Verliebten seit ewigen Zeiten.
Spaniens Gitarren
die geben sie uns wieder
die Freude am Leben.

Es muß Nacht sein,
es muß Nacht sein,
und da muß Musik sein
Senor.
Es muß Nacht sein
es muß Nacht sein

dann kommt Spanien so spanisch dir vor.

Und wir zwei machen vom Alltag mal Pause.
Es geschieht endlich mal
was uns gefällt.
Und wir zwei lassen die Sorgen zu Hause

denn es liegt Sonnenschein über der Welt
- Si
si
si!

Und wir zwei schweben in silbernen Fernen

wir sind froh
daß es für uns sowas gibt.
Und wir zwei tanzen den Tanz unter Sternen

denn wir zwei sind in die Liebe verliebt. - Si
si
si!


Hach, wat war dat schön, als die Pleite - Geier noch nicht kreisten!

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