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Dienstag, 22. Mai 2012

Stayin´Alive und so weiter und so fort...


                                                   AVRO- WIKIPEDIA
" Du kannst schon an meinem Gang erkennen, dass ich ein Frauentyp bin, da muss man nicht lange drum herum reden.
Laute Musik und warme Frauenkörper – das ist meine Welt.
Ich bin von klein an herumgeschubst worden, aber jetzt ist für mich alles in Butter – du brauchst dich nicht mehr um mich zu kümmern.
Wir könnten uns gemeinsam darüber Gedanken machen, welche Auswirkungen die Lektüre der „New York Times“ auf die Menschheit hat – wir können’s aber auch lassen...
Egal, ob du ein Bruder oder eine Mutter oder sonst was bist:
Sieh zu, dass du überlebst!
Fühl nur, wie die Stadt förmlich explodiert und alle zittern und beben –
wir jedenfalls überleben!
Klar, ich habe auch meine Höhen und Tiefen,
und wenn ich beides nicht haben kann, versuch’ ich’s doch wenigstens.
Ich habe Engelsflügel an meinen Schuhen.
Ich bin ein Tänzer, und das ist schon mal die halbe Miete.
Alles im Lot, verstehst du?
Ich lebe immer von Tag zu Tag.
Die „New York Times”? Komm, vergiss es…
Und wenn ich mal in einer Sackgasse lande, wird mir schon irgendwer helfen – zu überleben... "

Zu dieser Erkenntnis kam Tony Manero vor knapp 29 Jahren in dem Tanz-Schinken mit gleichem Namen, der von " Rambo-Rocky - Racheengel " Sylvester Stallone produziert wurde. Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Film war beschissen, floppte und gehört in die Tonne der großen Irrtümer des letzten Jahrhunderts gekloppt. John Travolta, beseelt von seinem Eintänzer-Erfolg " Saturday Nightfever " ließ sich dazu breit schlagen, erneut eine tuntenhafte Rolle als Disco-Table-Dancer anzunehmen. Nun, er hätte es auch so geschafft, für die Goldene Himbeere vorgeschlagen zu werden.
Was an Dämlichkeiten und hirnrissigen Dialogen in dem Kino der verblödeten 80er Jahre sonst noch produziert wurde, ist - verglichen hiermit - noch intellektuelle Hochkultur.
Wie auch immer, der Mist - 5 Jahre nach der Tanzorgie " Saturday Nightfever " wird auch nicht dadurch besser, dass die Bee Gees hierzu erneut den Soundtrack lieferten.

http://www.mcdustsucker.de/disco/alben/staying.htm

http://www.rottentomatoes.com/m/staying_alive/

Ich habe mir damals beide Tanz-Klopper nicht angeglotzt. Zum einen, weil ich keine Kohle dafür hatte, zum anderen, weil ich lieber zu einem Konzert von Thin Lizzy. Black Sabbath oder Birth Control gegangen bin.

Da Musik - bekanntlich - reine Geschmacksfrage ist, kamen mir die näselnden Brothers Gibb auch nicht mehr ins Haus. Der Eunuchen-Gesang zu S. N. oder auch " Stayin´Alive ", der in den öden Radio-Hitparaden rauf und runter gedudelt wurde, ging mir - gelinde gesagt - auf den Zwirn.

Schwann drüber!

20 Jahre danach, die noch dämlicheren 90er Jahre gingen in die letzten Runden, erwarb ich beim Tonträger-Versandhandel 2001 eine Doppel-CD der Bee Gees. Hierauf sind auch jene - klasse bis guten - Titel enthalten, die einst meine pubertären und prä-pubertären Jahre von 1967 bis 1969 umspannten; jener Zeit also, in der die Bee Gees ihre sensationellen Welterfolge feierten.

Der Bremer " Beat Club " ging auf Sendung und in jenen Jahren - noch als Schwarz-Weiß - Ausgabe - traten die Bee Gees dort in schöner Regelmäßigkeit auf. Als Fan der erstklassig aussehenden Moderatorin Uschi Nerke ( eigentlich war ich heimlich in sie ein wenig verliebt ) habe ich die Ausgaben auf dem  Monster -  Fernsehapparat  meiner Großeltern, der im Wohnzimmer stand, alle gesehen.
Da standen sie nun und sangen " New York Mining Disaster 1941 ". " Massachusetts ", " Spicks & Specks " oder " To love somebody " live oder es wurden auch Konserven der Hits " Words ", " World " und 1st. of May / Lamplight " eingespielt. In dieser Zeit entstand - bis zur vorläufigen Trennung 1969 - eine innige Verbundenheit zwischen Robin Gibb ( den anderen Gibbs wohl auch ) und der Redaktion von RB " Beat Club "; ja, vielleicht so gar eine Zuneigung zueinander.

Längst zu Weltstars aufgestiegen, hatten die drei Gibb-Brüder für ein Interview immer genügend Zeit, sofern ein RB-Redakteur bei ihnen höflich anklopfte. Sympathisch waren sie schon. Singen konnten sie alle Drei alle Male und gut aussahen sie auch, die drei Gibbs aus England, die ja eigentlich auf der Isle of Man geboren, ihre Kindheit und Jugend in Down Under verlebten, ehe sie nach England zurück kamen.

Der Kometen hafte Aufstieg der Gruppe, in der auch noch der Schlagzeuger Colin Petersen und der Rhythmusgitarristen Vince Melouney mit mischten, führte nach und nach zu einem extremen Vermarktungsdruck. Hinzu kam, das sie mit Robert Stingwood, der ihre Werke bei Polydor veröffentlichen und verkaufen ließ, ein Moneten geiles Oberarschloch unter Vertrag genommen hatten, der sie hetzte, trietzte und quälte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bee_Gees#1967.E2.80.931968:_Beginn_des_weltweiten_Erfolges

In den Jahren ab 1967 bis 1969 folgten Mega-Hits. Die eiheimische " BRAVO " - Hitparade bestand zeitweise aus vier bis fünf Single-Titel der Bee Gees. Dass führt natürlich dazu, dass die Kritiker immer mehr Oberwasser erhielten und - vielleicht auch völlig zu recht - von sanftem, schmalzigen Pop-Sound schrieben. Auch der " Beat Club " - Publikum wurde unruhig und ließ seinem Unmut, ob der Dauer-Präsenz der Bee Gees in der Sendung freien Lauf, zumal bei einer dort ausgeführten Zuschauerwahl des besten Titels die Formation immer ihre Nase vorn hatte.


Der Komet " Bee Gees " verglühte nach knapp drei Jahren im All der unendlichen Musikstücke und Gruppen. 1969 war dann vorläufig Schluss für die drei Gibbs, zumal sich auch noch persönliche Differenzen innerhalb der Gebrüder einstellten. Robin nahm eine erfolgreiche Solo-Karriere auf, an der er bereits zuvor gearbeitet hatte. Auch Maurice und Barry blieben durchaus erfolgreich im Geschäft und produzierten Musikstücke zu dem englischen Fernsehfilm " Cucumber Castle ".

Mitte der 70er kam dann die Disco-Welle auf und führte in der Zeit ab 1975 zur Wiedervereinigung der drei Gibbs. Die " Saturday Nightfever " - Hysterie führte zu einer wahren Explosion an Tanztempeln in der BRD, in denen natürlich die Stücke der Bee Gees nicht fehlen durften.
Zu Beginnder 80er ebbte diese Musikwelle ab, womit sich auch die Bee Gees eher rar machten.
Allein Robin hatte auch in den 80er Jahren noch weitere Erfolge, so mit " Juliet ".

1988 verstarb der jüngste der vier Brüder Gibb, Andy im Alter von nur 30 jahren an Herzversagen; 2003 wurde Maurice Gibb zu Grabe getragen, nun, am 20. Mai 2012 ist Robin Gibb, das eigentliche musikalische Hirn der Bee Geese an Krebs verstorben, nachdem er einige Jahre versuchte, die Krankheit zu besiegen.

" Stayin´Alive " - Das bedeutet auch: Überleben im Chaos, dass da Leben heisst. Fakt ist auch, selbst wenn ich mich nicht per se zu den Bee Gees - Fans zähle, dass die Gruppe einige Jahre lang Musikgeschichte geschrieben hat, es nur relativ wenig Skandale um die einst gut aussehenden jungen Männer gab und sie - trotz der vielen Millionen verkauften Tonträger - immer auf dem Teppich der Realität geblieben sind. Wer kann das heute schon von sich behaupten? " Stayin´Alive ", eben! Auch wenn es bessere Songs von ihnen zu hören gibt.




1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Da kannst du zu Travolta als Schauspieler sagen, was du willst, Saturday Night Fever ist und bleibt sensationell!

Was die Herren Gibb angeht: Wie du richtig schreibst, haben sie Unmengen an Liedern und Alben hinterlassen und, wenn man so will, mehrmals Musikgeschichte geschrieben. Ob das nun etwas totgedudelte, aber deswegen nicht minderqualitative, Disconummern in den 70ern waren oder das bis heute unbestreitbar beste Album "Odessa" (1969), ein wahres Gesamtkunstwerk, oder einzelne Volltreffer (z. B. "This Is Where I Came In"-Single, 2001!) in der Spätphase, von soviel Beständigkeit frei von irgendwelchen (künstlich erzeugten) Skandalen, können sich andere der Popgeschichte mal ne Scheibe abschneiden.

Natürlich ist Musik prinzipiell Geschmackssache und ich will dich auch gar nicht bekehren, jedoch sollte man die Gibb-Brüder nicht nur auf "Stayin´ Alive" reduzieren! Das wäre nicht nur ungerecht, sondern auch oberflächlich...