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Sonntag, 24. Juni 2012

Dieter Pfaff ist: der Dicke, der Ehrenberg der Bloch der ARD und war der Sperling des ZDF.




         




  


                      


                      

                                                                                           
(c) Siebbi -  WIKIPEDIA                                                                                                                
                                                                                                                   (c )Hans Weingartz Original uploader was Leonce49 at de.wikipedia

Es gibt in der schnelllebigen Jetztzeit Schauspieler, die werden immer besser, je öfter sie zu sehen oder zu hören sind. Eine weitere Gruppe aus diesem Genre trägt die Last der Namenlosigkeit auch dann noch mit sich herum, wenn sie regelmäßig in den Medien auftreten. Die dritte Spezies dieser Künstler werden hingegen noch unerträglicher, weil der Glotzer sie beinahe immer zu ertragen hat und ihre Fratze in viel zu vielen Sendungen zu sehen ist.

Der Schauspieler Dieter Pfaff, geboren am 2. Oktober 1947 in Dortmund, gehört mit Sicherheit zu den Erstgenannten. Er spielt zwar nie die spektakulären Rollen, die des Reißers, des Machers, des Machos mit der Knarre als Penisverlängerung, sondern eher die leisen, die tiefgründigen, die oft non-konformen.
Dieter Pfaff ist schon lange im Geschäft. Wenn er in diesem Jahr seine 65. feiern sollte, kann er auf fast 30 Jahre Tätigkeit in einem Bereich zurück blicken, dass - entgegen der Darstellungen in den Friseur - Blättchen - eben keinen prompten Wohlstand, keinen Reichtum, keinen Ruhm garantiert.

Schauspielkunst ist heute Knüppelarbeit - wie vor Jahrzehnten auch - mit einem erhöhten Schuss Existenzangst. Statt einer Folgerolle könnte das Formblatt zur Beantragung von Leistungen nach dem SGB II, besser als " HARTZ IV " bekannt ausgefüllt werden müssen, statt einem Plus auf dem Konto, wäre ein Überbrückungsdarlehn bei Freunden, Verwandten oder der ARGE fällig und statt einer Auszeichnung im Rahmen einer der vielen Selbstdarsteller-Veranstaltungen ist das Pfandleihhaus der nächste Gang, um dort eben eine solche in klingende Münze umzusetzen.

Die Biographie des Dieter Pfaff zeigt hier aber eher einen stetigen Aufwärtstrend. Deshalb wird er dann auch zu der Gruppe der Schauspieler gehören, die mit dem Beruf leben und von den Rollen existieren können. Zumal seine nicht durch das Raster der Beliebigkeit fallen. Auch die mit ihm abgedrehten Serien sind nicht das, was der Zuschauer als austauschbar bewerten müsste.



http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Pfaff


In der Serie " Der Dicke " spielt Pfaff eine Rechtsanwalt, der seinen Beruf nicht nur ausübt, um Rechtsfälle, um die Probleme anderer Leute zu lösen, sondern dabei die menschliche Komponente nicht außer acht läßt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dicke


In der ARD-Serie " Bloch " stellt Dieter Pfaff einen Psychologen dar, der oft mit unkonventionellen Mitteln sein Klientel aus so mancher schwierigen Lage heraus bringt und ihnen dabei das Leben zeigt, wie es sehr oft ist: voller Überraschungen nämlich.


http://de.wikipedia.org/wiki/Bloch_(Fernsehserie)


In der inzwischen abgesetzten Serie " Sperling " verkörpert Dieter Pfaff einen Kriminalkommissar, der sich mit seinem Ermittlerteam den diversen Untiefen des devianten Lebens nähert und dabei so manchen Gesetzesbrecher überführen kann. Die Serie wurde auf Wunsch von Pfaff 2007 vom ZDF abgesetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sperling_(Fernsehserie)


Der Dicke,das ist Dieter Pfaff, der Sperling, der Ehrenberg, der Bloch, das sind seine Pseudonyme,unter denen er dem viel schichtigen Publikum Geschichten aus dem wahren Leben zeigt. Der Kommissar Sperling war ein Gemütsmensch, der Rechtsanwalt Ehrenberg ist ein Gutmensch, der Psycholge Bloch ist ein Sachmensch, kein daher gelaufener Seelenklempner, der seinen eigenen Lebensfrust in den Patienten eindrückt und mit der üblichen Therapiemethodik deren Probleme zu lösen versucht. Bloch kommt auch hier als der großer Menschenversteher - im positiven Sinne - zu Lösungen, die manchmal nachdenklich machen.

In einer solchen Aufgabe fand sich Psychologe Bloch am Miitwoch, den 20.06.2012 ab 20.15 Uhr in dem Beitrag " Der Fremde " aus der ARD - Serie " Der FilmMittwoch im Ersten " wieder.

Der Psychologe Bloch wird von einer Jenny Haller, der Tochter eines ehemaligen Freundes, gebeten, mit ihrem Vater wieder Kontakt aufzunehmen, weil dieser nach einem Schlaganfall starke Wesensveränderungen zeigt. Bloch hat sich mit eben jenem Freund Lorenz Haller einst unwiderruflich überworfen. Seit diesem Tag haben sich die beiden Männer nie wieder gesehen.  Der Grund dafür bleibt zunächst im dunklen. Bloch fährt zu der Fabrik von Lorenz Haller, die er einst von seinem Vater übernommen hat. Ein mittelständisches Unternehmen in einem kleineren Ort im Schwarzwald. Das Dorf lebt von der Fabrik, weshalb Lorenz Haller sich vor einiger Zeit schon scheute, diese zu verkaufen. Haller ist in einer persönlichen Krise, die zu einem durch die Trennung von seiner Frau Margarete, der Hereinnahme seiner Tochter Jenni in die Betriebsleitung und der Zuwendung zu der Mitarbeiterin Clara, mit der er seit einigen Jahren zusammen lebt, hin und her gerissen.

Während Lorenz Haller nach der Vergangenheit sucht, in ihr schwelgt und sich dadurch mit Clara zunächst zerstreitet, erklärt er gleichzeitig die Beziehung zu ihr für beendet und versucht zu seiner Frau zurück zu kehren. Die wiederum hat längst einen anderen Mann kennen gelernt und will zu im auf Madeira ziehen. Lorenz Haller braucht jetzt Bloch´s Hilfe, obwohl er ihn zunächst brüsk zurück weist. Inzwischen hat Lorenz Haller nämlich seine Tochter Jenni aus dem Betrieb geworfen, um dessen Verkauf vorzubereiten.

In dem Geflecht von Rückblenden aus der Zeit, in der Lorenz Haller zusammen mit Bloch als Musiker auftraten und unzertrennliche Freunde waren, den krankheitsbedingten Aussetzern und den aktuellen Konflikten im persönlichen Umfeld verstrickt sich Lorenz Haller ( exzellent dargestellt von dem leider viel zu früh verstorbenen Vadim Glowna ) immer weiter. Seine Tochter will ihn vor sich selbst schützen, die Firma vor dem Verkauf retten und versucht ihren Vater deshalb unter gerichtliche Betreuung zu stellen. Er sucht dabei sich selbst, trauert der Vergangenheit hinter her und erkennt die Zukunft nicht mehr. Bloch holt Lorenz Haller wieder aus dem Dickicht heraus und zeigt ihm, dass es Zeit ist, in der Firma abzutreten, seiner Tochter die Aufgaben zu übertragen, kürzer zu treten und das nun noch aus seinem Leben zu machen, wozu er sich noch als fähig erkennt. Nachdem Haller einen weiteren Zusammenbruch erleidet, setzt er Bloch´s Ansinnen vollständig um. Er gibt der wesentlichen jüngeren Clara einen Laufpass, kehrt zu seiner Frau nicht zurück, sondern lebt künftig alleine und lässt seiner Tochter die Firmenleitung übertragen.

Ende gut, alles gut?

Nein, denn es bleiben jene wehmütigen Erinnerung aus den gemeinsamen Jahren mit Bloch, die nicht mehr zurückzuholen sind, denn der Wind der Zeit hat sich längst gedreht, die Lebensumstände sind andere geworden, das soziale Klima in der Gesellschaft wurde längst kälter. Da bleibt die Rückbesinnung auf die gemeinsame Musik, den Blues eben, das, was vor vielen Jahren noch handgemacht herüber kam. Einfühlsame Texte und ein schnurgerader Rhythmus, verbunden mit kehligem Gesang sowie vibrierenden Gitarren. Herrlich! Ein ein erstklassiger Fernsehfilm mit zwei Ausnahmedarstellern und sie begleitenden Stücken aus der Ursuppe der Musik.
Ein filmischer Volltreffer an jenem Fußball freien Mittwochabend, dank Dieter Pfaff und Vadim Glowna, den anderen Mitwirkenden und der Filmmusik aus den Tagen der klampfenden Kleinkünstler ohne Make Up, Markenklamotten und Mutti´s Kochkünste. Mehr davon!


  
Besetzung
Rolle
Darsteller
Bloch
Dieter Pfaff
Clara
Ulrike Krumbiegel
Tommi
Jonathan Dümcke
Lorenz Haller
Vadim Glowna
Jenni Haller
Lisa Maria Potthoff
Margarete Haller
Eleonore Weisgerber u. a.




Musikliste
Titel
Interpret
You don't let it show
Matthias Beine
Hurt
Johnny Cash
Can you her me?
Matthias Beine
You don't let it show
Matthias Beine
Exit music (for a film)
Radiohead
One
Johnny Cash
Ok Computer
Radiohead

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