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Donnerstag, 14. Juni 2012

" Ich mag Steffi Graf. Tennis vom andern Stern".



Als vor einigen Tagen die Nachricht vom Tod des einstigen Sängers der Bee Gees, Robin Gibb, über den Äther verbreitet wurde, überkam mich zunächst ein beklemmendes Gefühl: Schon wieder Einer aus Deiner Zeit! Na, ganz so dramatisch habe ich den Gedanken nicht weiter gesponnen; schon gar nicht, als einige Tage darauf von der Beisetzung des an Krebs verstorbenen Musikers berichtet wurde. Neben einigen Informationen über dieses Ereignis, ließ dann MDR Info den Titel " How deep is your love " anspielen. Eine echte Schmalzstulle dieser Song. Immerhin war Gibb zu Lebzeiten auch damit überaus erfolgreich.
Nun is´er tot!

Während der rührselige Titel noch aus den Lautsprechern der " Sony " - Musikkombination plärrte, versuchte ich mich an den Interpreten einer, in deutscher Sprache verfassten Verballhornung des Gibb´schen Herzensbrechers zu erinnern. Da war doch irgend etwas mit " Steffi Graf " und " Tennis vom andern Stern ". Aber, wer war das noch gleich? Dann kam die Erinnerung wieder: unser aller Gildo Horn. Der Raab´sche Anti-DSC-Interpret aus der Fraktion der zu spät gestarteten Spaßvögel-Generation 1975 plus.
Was hat er denn da noch gleich gesungen? " Ich mag oder ich lieb´Steffie Graf?"
Eine Frage an das WWW. ergab über Google gleich folgende Auskunft:

" In jedem Endspiel kann man sie seh'n
Der Sieg scheint gewiss,
wer kann ihr widersteh'n?
Wenn der Wind ihr blondes Haar zerzaust,
dann sieht es jeder, sie ist schön.
Und wenn dann der erste Aufschlag kommt
und die Gegnerin hat keine Chance zum Return
Miss Graf (legt sich's Geld bereit?? ODER legt sich's gern bereit??)

(Ich mag Steffi Graf)
Ich mag Steffi
Ich mag Steffi
Tennis vom andern Stern
Schon allein wie sie die Vorhand schlägt
ob longline, ob cross,
das ist schöner als Musik
ich hab unsre Steffi lieb.

Steffi, ich mag dich
du, ich brauch keinen Boris und brauch keinen Stich.
Du spuckst nie auf den Court und brüllst nie rum
verlierst niemals dein Gesicht
und wenn dann der erste Matchball kommt
und du siegst mit nem Rückhand-Slice-Return
Egal welcher Belag

(Ich mag Steffi Graf)
Ich mag Steffi
Ich mag Steffi
Tennis vom andern Stern
Schon allein wie sie die Vorhand schlägt,
ob longline, ob cross,
das ist schöner als Musik.
Ich hab unsre Steffi lieb

na na naa

[spoken:]
Hey Steffi, ich mag dich, Steffi
du bist so weich gespannt
und doch schlägt keiner härter auf als du

und wenn dann der erste Matchball kommt
und du siegst mit nem Rückhand-Slice-Return
Egal welcher Belag

(Ich mag Steffi Graf)
Ich mag Steffi
Ich mag Steffi
Tennis vom andern Stern
Schon allein wie sie die Vorhand schlägt
ob longline, ob cross,
das ist schöner als Musik
ich hab unsre Steffi lieb

na na naa

(Ich mag Steffi Graf)
Ich mag Steffi
Ich mag Steffi
Tennis vom andern Stern
Schon allein wie sie die Vorhand schlägt
ob longline, ob cross,
das ist schöner als Musik
ich hab unsre Steffi lieb

na na naa ... "

Also doch: " Ich mag " und nicht " Ich lieb ", denn das wäre dann doch schon ein wenig zu persönlich, so, wie das dann verbotene Stück der Gruppe " Die angefahrenen Schulkinder ", die einst, nämlich 1992 texteten: " I wanna make love to Steffi Graf ".


http://de.wikipedia.org/wiki/Die_angefahrenen_Schulkinder

Das war denn doch zu geschmacklos und wurde gerichtlich verboten. Die Tonträger mit dem Lied kamen auf den Index, womit deren Verbreitung untersagt blieb. Schließlich mussten die frechen Musiker 60.000 DM Schadenersatz an die geborene Brühlerin berappen.

Ansonsten war ja Steffi Graf seit dem sie in den internationalen Tenniszirkus einstieg nicht unbedingt rachsüchtig. Sie hielt sich eher dezent zurück. Liebte den um sie und ihre damalige Vormachtstellung im Profi-Tennis von den Medien produzierten Aufriss überhaupt nicht und blieb deshalb auch den meisten Ehrungen, Preisverleihungen und sonstigem Tam-Tam fern.
Dass sie hauptsächlich Sportgeschichte geschrieben hat, liegt wohl auch an ihrer frühen Erkenntnis, sich nicht all zu sehr auf jene Menschen zu verlassen, mit denen sie ihre Erfolge feiern durfte.
Der Vater, Peter Graf, einst ihr großer Mentor, aber auch Sklaventreiber in Person, verstrickte sich früh im Dschungel des Big Business und kassierte dafür eine Knaststrafe. Einst hat er Startgelder unter der Hand, dafür auch noch steuerfrei und ohne Kenntnis der inzwischen erfolgreichen Tochter Stefanie, in " ALDI "-Plastiktüten abkassiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Steffi_Graf

Steffi, eigentlich Stefanie Maria Graf ist eine Ausnahmesportlerin. Sowohl im beruflichen als auch privaten Bereich. Als sie in den 80er Jahren zusammen mit dem damals als ausgesprochenes Talent geführten Boris Becker aus leimen, dem " SPIEGEL " ein Interview gab, klangen ihre Antworten auf die Fragen der Hamburger Journalisten eher bescheiden. Die beiden Tennisspieler kreierten ihren Erfolgsweg indes nie selbst. Becker war zunächst abhängig von dem Team Tiriac / Bosch, das er später auswechselte; Steffi Graf hing zunächst jahrelang am Tropf ihres Vaters Peter.
Dennoch unterscheidet sich der Karriereverlauf der Beiden. Steffi Graf wurde die Nummer Eins im Damentennis und blieb es über viele Jahre. Sie löste die einstige Weltklassespielerin Martin Navratilova ab.  Waren die ersten Begegnungen der beiden Damen gegeneinander in den späten 80ern noch einseitig von der gebürtigen Tschechoslowakin dominiert, so wendete sich das Blatt einige Jahre später zugunsten der Brühlerin.

Mit zunehmenden Erfolg von Steffi Graf, aber auch Boris Becker, entstand in der BRD ein wahrer Tennis-Boom, eine Tennis-Hysterie. Es sah zeitweise so aus, als könnte diese Sportart dem Fußball den Popularitätsrang ablaufen. Für mich war dieses zu keiner Phase des Tennisaufstiegs eine ernsthafte Frage. Diese Sportart habe ich eigentlich nie so richtig wahr genommen; wenngleich mir Steffi Graf nicht unsympathisch war. Aber geliebt werden musste sie von mir deshalb noch lange nicht. Sicherlich, die Navratilova, war für mich eine " Hexe ", die vormals ewige Gegnerin Chris Evert ( Lloyd ) aus den USA stand wesentlich höher in der allgemeinen Beliebtheitskala, aber, die Steffi toppte sie alle.

Trotzdem: Tennis war für mich eher langweilig. Ein Sport für Reiche und Angeber. Selbst dann noch, als die Vereine wie Pilze aus dem Boden schossen.
Wegen diverser Dauerübertragungen in den Öffentlich Rechtlichen habe ich mir nie die Nächte um die Augen und Ohren geschlagen oder meine Freizeit damit verplempert. Das gesamte Mediengetue ging mir eher auf die Nerven. Hinzu kam noch, dass Becker sich als FC Bayern-Fan outete, Steffii durch die Raffgier ihres Vaters in eine Steueraffäre eingebunden war und die ganzen Möchte - gern - Tennisspieler  und  andere Experten aus diesem Genre mir gehörig auf den Geist gingen.

Es ist bereits ein Vierteljahrhundert her, seit Steffi Graf zur Nummer Eins im Tennis der Welt aufstieg. Sie spielte diesen Sport tatsächlich wie vom andren Stern. Hatte keine privaten Affären wie Becker und hielt sich auch nach ihrem Karriereende dezent im Hintergrund; auch dann, als sie den US Tennisprof Agassi heiratete.
Am 14. Juni 2012 ist Steffi  43 Jahre alt geworden. Den Titel der erfolgreichsten Tennisspielerin aller Zeiten hat sie immer noch beibehalten. Vielleicht sogar für ewig.

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

weltklasseersatzschlager