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Dienstag, 26. Juni 2012

Rope ladders to the moon.

Der selbst tätige, der gemeine Hobby-Handwerker muss sich daran gewöhnen, dass nicht alles, was in den Baumärkten über Hochglanzbroschüren, der Müll-Brüll-TV-Werbung und via Internet angeboten wird, brauchbar ist. Oft wird dabei viel Schund angeboten, der zu überzogenen Preisen, dann wirklich keinen Nutzen beim Werkeln erbringt.Der Heimwerkermarkt ist lukrativ, hart umkämpft und unübersichtlich. Da lassen sich Industrie und Handel schon mal Dinge einfallen, die wesentlich später von den Verbrauchern und ihren selbst ernannten Schützern zur Nullnummer auf Ramschniveau herab gestuft werden.





Das gilt uneingeschränkt auch für die Mutter aller hauseigenen Maler, Tapezierer und Deckenlampen-Installateure, die Leiter.
Was auf dem bundesdeutschen Heimwerker -, Bau - und Fachmärkten so alles angeboten wird, sprengt selbst die Vorstellungskraft eines versierten Hobbybastlers.
Es wird grob unterschieden zwischen:

a) Tragbaren Leitern, wozu:

aa) Steckleiter

ab) Bockleiter

ac) Steckleiter

ad) Schlauchbrücke

ae) Hakenleiter

af) Mulitfunktionsleiter

ah) Schiebeleiter

in den bereichen der Feuerwehren und sonstiger Hilfsgruppen.

Im anderen Eisantzbereichen nenne sich die Leitern



Immerhin haben sie alle eines gemeinsam: Sie wurden für den Menschen zum Zwecke der Arbeitserleichterung erfunden, konstruiert und hergestellt.

Eine Art der Leiter indes findet sich hier nicht:
Die Räuberleiter.

Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich diesen Begriff für eine Pose, die eher aus dem Bereich der von Stereoiden und Wachstumshormonen geprägten Bodybuilderszne stammen könnte. Ein Junge geht in eine Art Hockstellung, verschränkt die Finger fest gegeneinander und bildet damit eine Fläche, auf der der zweite " Räuber " seinen Fuß hinein stellt, dann wird dieser langsam nach oben gedrückt, um so eine Mauer oder ein ähnlich hohes Konstrukt zu überwinden.

Räuberleitern gab es deshalb, weil die kindliche Neugier und der jugendliche Wissensdurst einst kaum Grenzen kannte. Was sich hinter einer Grundstückmauer damals verbarg, musste auf jeden Fall erkundet werden. Um über ein offenes Fenster in ein Zimmer zu gelangen, weil der Haustürschlüssel vergessen wurde, von innen steckte und die Tür zuschlug oder einfach die anwesenden Eltern eines Freundes/einer Freundin nicht mit bekommen sollten, dass eine verbotene Verabredung statt fand. Für diese Fälle gab es die Räuberleiter. Beonders pikant wurde es dann, wenn wir Jungs uns an den Seitenbereich der Mädchenumkleidekabinen stellten und mittels Räuberleiter durch die offenen Bereiche der Holzwände und des Daches in die Räume hinein sehen konnten. Welche Einblicke uns dabei gewährt wurden, war indes nicht vorhersehbar.
So kam es häufiger vor, dass die Mädchen das frevelhafte "Spannen" längst entdeckt hatten und der Versuch abrupt unetrbrochen werden musste, weil dem neugierigen Aufgestiegenen plötzlich ein klisch-nasser Badeanzug um die Ohren gehauen wurde, er dabei das Gleichgewicht verlor und mit einem lauten Fluch " Mist " in das Gestrüpp fiel.

Räuberleiter sind allerdings nicht geeignet, die Handwerkerarbeiten zu erleichtern, dafür bedarf es schon eines dafür vorgesehenen Aufbaues aus Aluminium, Holz oder einem sonstigen Material. Wenn ich mir vorstelle, dass meine demnächst anstehenden Streichaktionen mittels Räuberleiter durch geführt werden sollten, wird mir schon jetzt angst und bange. Dazu müsste ich mindestens 8 bis 10 Männer benötigen, die zudem aus dem Bereich der Artistik kommen, damit ich überhaupt auf das Höhenniveau des abgebildeten Anlegeleiterexemplars käme; denn das misst sagenhafte 10,40 m Arbeisthöhe.

Immerhin beherzige ich selbst verständlich den bekannten Spruch:

"    Wer hoch steigt, kann tief fallen! "

Aber auch die englische Version:

" What comes up, must go down. "

Dass ich damit den Mond erreichen kann, wie es einst die Rockgruppe " Colosseum " von ihrer Strick-(Räuber)leiter in dem Song " Rope ladders to the moon " behauptete, halte ich allerdings für eine Fiktion.



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