Haftung für externe Links - Datenschutz

Hinweis und Belehrung

Aus gegebenen Anlass erkläre ich hier durch, dass eine rechtliche Haftung für den Inhalt externer Links - unter Anwendung der bundesdeutschen Gesetze und der Rechtsprechung - ausgeschlossen ist. Ich distanziere mich ausdrücklich von Inhalten, die mittels Verlinkung in meinen Veröffentlichungen eingebettet werden und möglicher Weise gegen Rechtsvorschriften verstoßen könnten.

Da die Verwendung von so genannten Cookies auf diesem Blog nicht erfolgt, schließe ich auch die Haftung - aus welchen Rechtsgründen auch immer - ausdrücklich aus.

Beiträge mit strafrechtlich relevanten Inhalt, wie beispielsweise Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede, Bedrohung sowie das Verwenden von verfassungsfeindlicher Symbolik, werden unangekündigt gelöscht und den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Kenntnis geleitet.

Freitag, 13. Juli 2012

"Living in a Box": Luxus - Wohnklo für 500 € im Monat.

                                                                                

                                                                         (c)Benutzer:Rush Austria-WIKIPEDIA

Das Studentenleben ist - das weiß ich aus langjähriger, leidlicher Erfahrung - entgegen so manchem Irrglauben im Kreis der Mühsam und Beladenen, in diesem, unserem Lande, nicht immer einfach.Waren es vor vielen Dekaden nur die Sprößlinge ( männlich ), denen eine bessere Ausbildung zuteil wurde, da sie überwiegend in Papas Fußstapfen treten sollten und den Beruf des Ernährers fort zu führen hatten, so änderte sich dieses spätestens zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts, als es auch Frauen gegönnt war, zumindest in einigen Universiäten an ausgwählten Fakultäten sich einzuschreiben.

Inzwischen gibt es in der gesamten Republik mehr als 2,2 Millionen Studenten; die Mehrzahl davon sich tatsächlich weiblich. Hat eine/r sich einaml für die Alma Mater entschieden, so kommen auch sie/ihn bereits vor der Immatrikulation einige, nicht unerhebliche Probleme  zu. Wer nicht bei den Eltern wohnen bleiben möchte und es verschmäht, von Mutti weiterhin betüdelt und - mit abnehmender Tendenz - bekocht zu werden, muss sich um einen eigenen Hausstand am Studienort bemühen.

Hierzu benötigt die/der natürlich eine eigenen Wohnung, zumindest aber ein eigenes Zimmer ( früher Studentenbude genannt ). Bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft ist guter Rat oft teuer. Da die Ansprüche im Laufe der Jahre stetig gestiegen sind, gibt sich so mancher Studius nicht mit einem Zimmer, das nur über eine einfache Ausstattung verfügt, ab. Nein, die Damen und Herren aus den Reihen der selbst ernannten späteren Eliten möchten es schon ein wenig luxuriöser haben.
Auch wenn die Wohnfläche nicht den vorgegeben Vorstellungen entspricht, so soll zumindest der Gesamtzuschnitt einen Hauch von Luxus versprühen.

Diesen - oft nur latent - vorhandenen Wohnungswünschen wird durch einen Trend genüge getan, innerhalb dessen hochpreisige Apartements angeboten werden, die mit Einbauküche, Echtholzparkett und Fußbodenheizung ausgestattet ab 450 € Nettokaltmiete bezogen werden können. Die Größe jener Einheiten beträgt zwischen 12,5 m²  bis 24 m² und kann sowohl als WG - als auch in Form eines Einzelzimmers gemietet werden. Luxus pur im Hutschachtelformat eben!

Dass es in den traditionellen Universitätsstädten, den Ballungszentren der Bundesländer schon immer ein Wohnraumproblem für den studierenden Bevölkerungsteil gab, dürfte nicht erst seit der Jahrtausendwende bekannt sein. Mit der ständigen Zunahme der Studentenzahlen versuchte die Politik krampfhaft angeblich nicht vorhandenen Wohnraum zu schaffen. Flugs wurden Anlagen aus den Boden gestampft, die sich überwiegend außerhalb der Stadtzentren befinden und deren Ambiete eher an eine betonierte Bienenwabe erinnert, denn an eine Studentenunterkunft. Tatsächlich besteht eine verstärkte Nachfrage jedoch nur in den ersten Wochen nach Semesterbeginn. Danach entspannt sich die Marktsituation sichtlich.

Wer nun glaubt, dass mit der Vermietung von Luxusapartements an Studenten der große Reibach zu machen sei, der irrt. Die Investitionskosten sind erheblich und die Zeiträume bis zur tatschlichen Amortisierung des eingesetzten Geldes werden immer länger, denn die Berechnungsmodelle hierbei gehen davon aus, dass die Belegung einen hohen Grad aufweist. Eine Milchmädchenrechnung! Dann nämlich, wenn die überwiegend klammen Mieter erkennen, dass neben der Zimmermiete auch noch andere Kosten anfallen. Wer nicht kochen kann (will) ist auf Mensa - oder Fast Foodfraß angewiesen. Die sich permanent in Betrieb befindlichen smart - oder iphones kosten ebenfalls Gebühren. Auch die sich von der Masse der Konkurrenten abhebenen Designer-Klamotten sind nicht für lau zu erhalten. Kommt noch ein eigenes Automobil dazu, wird es richtig teuer. Der Flat-rate-Saufabend, die Parties und andere so genannte Events haben auch ihren Preis. Da können schon mal locker 1.000 € bis 1500 € im Monat zusammen kommen. Woher nehmen, wenn nicht von den Eltern zugeschoben.

Die wollen indes ja nur das Allerbeste für die eigene Brut und raten dann eher dazu, zuhause bei Papi und Mami zu bleiben. Da ist der Luxus bezahlbar, da wird die Küche niemals kalt, der Kühlschrank bleibt auch an kritischen Tagen voll und der Strom kommt immer noch aus der Steckdose.
Luxusleben in der Box ist dagegen nur eine viel zu teuere Wohnvariante. Deshalb leeren sich diese Schuhkartonunterkünfte sehr schnell wieder und die Investoren machen anschließend dicke Backen.

Keine Kommentare: