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Samstag, 14. Juli 2012

Piroschki, die russischen Piroggen, Eine Köstlichkeit aus der slawischen Küche.




Die russische Seele soll ja bekanntlich eher schwermütig sein; der russische Mann eher trinkfreudig und die dortigen Frauen vielleicht die besseren Männer. Sicherlich sind dieses überlieferten Attitüden, der Wahrheitsgehalt sich mehr als 2 Dekaden nach dem Zusammenbruch des einstigen Riesenreichs, der UdSSR, heute mehr denn je für den Westeuropäer jeder Zeit überprüfen lassen. Dass die Russen per se zu den gastfreundlichen Nationen dieser Erde gehören, muss nicht ausdrücklich erwähnt werden. Selbst in mehr als äußerst bescheidenen Lebensverhältnissen gehört es zum guten Ton, ja ist es auch hier Sitte, bei Festivitäten ordentlich aufzutischen. Die russische Küche, für ihren Variantenreichtum bestens bekannt, gibt mehr als Gelegenheit, diese Gewohnheit auch in die Tat umzusetzen.

Zu den Speisen, die sich dabei regelmäßig auf den sich dann oft durch biegenden Tischplatten wieder finden, gehören Piroschki, die russischen Piroggen. Sie sind nicht nur Sättigungsbeilage, sondern können auch als Hauptmahlzeit oder Reiseproviant verzehrt werden. Die Geschichte dieser Speise ist simpel:

In dem urslawischen Sprachgebrauch bedeutet Pirogge so viel wie Fest, eine Gelage; im russischen jedoch  Kuchen. Diese Mehlspeise ist aber nicht nur in den baltischen, slawischen oder osmanischen Ländern und Regionen verbreitet. Auch in den südlichen Teilen Deutschlands, Österreichs und bis nach Italien finden sich Variaten der Pirogge. So nenen die als geizig bzeichneten Schwaben jene Mehlspeise einfach Maultasche oder noch exakter Schwäbische Maultasche, die Östereicher oder genauer, die Kärtner ihre Zubereitungsart Kärtner Nudel und die Italiener kennen sie als Ravioli.



Die aus dem zuvor gefertigten und dann ausgewalzten Mehlteig kreisrund ausgestanzten Mäntel werden - je nach Geschmack und landeseigener Tradition - als Ummantelung verschiedener Füllungen zubereitet. Diese Teigtaschen können anschließend gekocht, in Schmalzfett gebraten oder im Ofen gebacken werden.

  http://de.wikipedia.org/wiki/Pirogge#Zubereitung

Eine Köstlichkeit nicht nur zu festlichen Anlässen oder in einer bestimmten Jahreszeit, sondern eine willkommene Abwechselung auf dem Tisch des Hauses. Wer es besonders russisch mag, stellt dazu noch eine Flasche mit gut gekühltem "Wässerchen" hin.



Hier das Rezept für die Zubereitung jener abgebildeten russischen Piroggen:

Teig:


200 g Dinkelmehl

150 ml Milch

50 g Butter

2 Esslöffel Zucker

15 g Hefe

1 Ei

1 Prise Salz


100g des Dinkelmehls in eine Schüssel geben. Zwischenzeitlich 150 ml Milch in einem Topf lau erwärmen. Die Hefe in die Milch geben und auflösen lassen. Die Milch dann zu dem Mehl hinzugeben. 2 Esslöffel Zucker einstreuen und die Masse gut vermengen. Anschließend ca. 20 Minuten in dem abgedeckten Topf stehen lassen.

Die Butter auf niedriger Stufe schmelzen. Danach abkühlen lassen und zum Vorteig geben.Hierzu die restlichen 100g Dinkelmehl , 1 Ei und eine Prise Salz dazu geben. Den Teig dann solange kneten, bis er eine geschmeidige Masse abgibt. Die Masse wiederum für 1 Stunde abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen.


Füllung:

 200 g Schinkenwürfel

1 Zwiebel

20 g Butter

1 Eigelb 

1 Tasse kaltes Leitungswasser

Mehl für die Arbeitsfläche


Die Zwiebel abziehen und in kleine Würfel schneiden. Die Schinkenwürfel zusammen mit der Zwiebel auf ein Brettchen geben. In einer mittleren Pfanne die 20g Butter auslassen und darin die Schinkenwürfel ausbraten. Dabei etwas pfeffern. Die Schinkenwürfel abkühlen lassen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsunterlage ( großen Küchenbrett, Küchentisch,Arbeitsplatte ) ca 0,5 cm dick mit einem Nudelholz ausrollen. Den ausgerollten Teig mit einem kreisrunden Gegenstand ( größeres Glasgefäß, Industrieglas ) mit einem Durchmesser von ca. 10 cm ausstechen. Die Teigfladen jeweils mit einem Esslöffel der Schinkenwürfelfüllung belegen. Jede Teigtasche zusammen klappen. Die Ränder mit einer Gabel fest drücken und völlig verschließen. Dann das Eigelb und ein wenig Wasser verquirlen. Anschließend auf die Piroggen mit einem Backpinsel oder feinen Küchenpinsel verstreichen.

Die Teigtaschen auf ein backblech legen. dabei mindestens einen Finger breit Abstand einhalten. Das Backblech in den zuvor auf 180° C vorgeheizten Ofen in die mittlere Schiene einschieben und ca. 15 Minuten backen lassen. Die Piroggen sollten eine gold-gelbe Oberfläche aufweisen.

Nach dem Herausnehmen die russischen Piroggen etwa 1, 5 Stunden abkühlen bzw. ruhen lassen.

Die Internet-Foren bewerten den Schwierigkeitsgrad der Piroggen-Zubereitung mit leicht!

Na, denn: Gutes Gelingen und natürlich sehr guten Appetit!



Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

hmm!

Lobster53 hat gesagt…

Mein lieber Herr Nachbar und Blogger-Kollege, dat ging aber schnell! Als wir vor einigen Stunden in der Küche uns über die Piroggen, alte Zeiten und die russische Küche so ganz allgemein unterhielten, habe ich die Vermutung - nicht völlig unbegründet - abgegeben, dass Dir beim Lesen meines Posts das Wasser im Munde zusammen läuft. Immerhin, es hat geklappt. Nun stehen sie hier in der Küche und warten auf bessere Zeiten - in unseren Mägen nämlich. Wünsche Dir einen schönen Abend. Übrigens: In meiner Zweitheimatstadt ist Breminale. Schaue doch mal ins Netz; ich poste dazu noch!