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Donnerstag, 20. September 2012

Kerstin Nicolaus - Dritter Akt: Und ewig grüsst die Demokratie?



Es soll ja in diesem, unserem Lande, Menschen geben, deren Bestreben es ist, sich seit ihrer Geburt mit Händen, Füßen und später den Ellenbogen Platz im Leben zu verschaffen. Nicht für den, häufig ab der vierten Lebensdekade füllig werdenen Körper, nein, dieses Verhalten ist auf die Inanspruchnahme von diversen Wohltaten zugeschnitten, die Staat und Gesellschaft bei der Ausübung bestimmter Funktion vorsehen. So steht einem ehrenamtlich fungierenden Bürgermeister einer Kommune beispielsweise eine  - zum Teil - steuerfreie Aufwandsentschädigung zu, deren Höhe das Aufwandsentschädigungsgesetz oder entsprechende Verordnungen regeln.

In unserem wunderbar demokratisch strukturierten Bundesland Sachsen regeln diverse Gemeindeordnungen dieses.
Ferner gilt hier: Für politische Gemeinden über 5.000 Einwohner ist der Bürgermeister hauptamtlich tätig. Damit erhält er den Status des Beamten auf Zeit. Was wiederum auch finanzielle Veränderungen mit sich bringt, denn ein solcher Posten wird nach dem Beamtenbesoldungsgesetz entgolten.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgermeister#Sachsen

Eine solche Kleinstadt, die sich einen hauptamtlichen Bürgermeister leisten muss, liegt im südlichen Teil des Landkreises Zwickau und hat den einprägsamen Namen Kirchberg.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchberg_(Sachsen)#Geographische_Lage


Dank einiger Eingemeindungen ist die Einwohnerzahl dieses beschaulichen Städtchens auf mittlerweile 8617 angelangt - Tendenz: schrumpfend.

Als Stadt hat Kirchberg keine besonderen Merkmale, keine Attraktion oder irgendwelche herausragenden Persönlichkeiten aufzuweisen. So dümpelte die Kleinstadt auch zu DDR-Zeiten -eher namenlos - dahin. Bis die Wende kam, die Bedingungen sich schlagartig änderten und viele Systemkonforme von einst über Nacht zu Widerstandskämpfer mutierten. Eine Unzahl von SED-Blockflöten - Parteikarrieristen sich sodann als stramme Schwarze outeten und aus eingefleischten Atheisten überzeugte Christen wurden.

"Was einst Recht war, kann heute nicht Unrecht sein. ", behauptete Ex-Faschist, Ex-CDU -Ministerpräsident des Landes Baden - Württemberg und Ex-Marinerichter Fielbinger vor vielen Jahren, als er wegen seiner braunen Vergangenheit öffentlich kritisiert worden ist.

Nach diesem Gusto mogelte sich manch schwarz-brauner CDUler nach 1949 durch die Politik, wechselte umgehend die Farbe und kam deshalb wieder zu Amt und Würden. Der vermeintlichen Entnazifizierung dankend, predigten diese Funktionsträger nur mit leicht veränderten Vokabular jenen ideologischen Dreck aus der Ära des - nach ihrer Auffassung viel zu früh untergegangenen - Tausendjährigen Reichs weiter. Aus Gauen entstanden die Bundesländer, aus Reichsministerien die Bundesministerien und aus Fürsorgeerziehungsanstalten dann Fürsorgeheine / Kinderheime.
Die Begrifflichkeiten änderten sich, der faschistoide Inhalt blieb indes.

Während der westdeutsche Staat die braunen Horden integrierte, wurde jenen Mitläufern und mehr in dem kleineren, dem zweiten deutschen Land zumindest große Steine auf dem Weg zur Parteikarriere gelegt. Zwar ließ sich nicht immer verhindern, dass aus braun quasi über Nacht rot wurde, dennoch gelang es der DDR, die nationalsozialistische Vergangenheit besser aufzuarbeiten.
Dafür gab es denn die Diktatur des Proletariats, die - bei Lichte betrachtet - eine der grauen, alten Männer war. Aber auch hier konnte dem Nachwuchs geholfen werden, wenn er denn fleißig zum Ja-Sager erzogen werden konnte. Politkarriere bedeutete denn gleichzeitig, das Inanspruchnehmen von Privilegien. Seien es Westprodukte, Datschen oder Erholungsaufenthalte zum Nulltarif.
Nun, ja, Politik musste sich auch dort lohnen. Eine Hand wäscht bekanntlich die Andere!
Dieses gilt umso mehr nach 1990.

Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass die sächsische CDU seit der Wiedervereinigung ihren Alleinvertretungsanspruch in dem Freistaat auch deshalb behaupten konnte, weil ihre Personalpolitik nach dem Amigo-Prinzip aufgestellt ist. Wer Freunde in der CDU hat, muss sich nicht sorgen, denn nach dem alt bewährten Prinzip " Eine Hand wäscht die Andere " wurden Posten, Pöstchen und Moneten unkontrollierbar verschoben.

Um nun dem Nachwuchs eine reelle Chance zu geben, übt sich so mancher CDUler auf dem Gebiet der Versorgung der eigenen Brut mit Pöstchen und lässt dabei kein noch so illegales Mittel ungenutzt. Eine Meisterin im Umsetzen des CDU-Prinzips der Postenschacherei ist die CDU-Landtagsabgeordnete Kerstin Nicolaus mit Sicherheit nicht. Sie fiel eher dadurch auf, dass sie ein einnehmendes Wesen in sich trägt, das dann zum Tragen kommt, wenn es um klingende Münze geht. Immerhin geht es um einen lukrativen Posten, der mit der Besoldungsgruppe A 14 ( 3.796,02 € brutto bei der Eingangsstufe I plus Zulagen ) vergütet wird.

Kerstin Nicolaus,inzwischen 51 und CDUlerin sitzt seit 1994 im Landtag. Sie ist ferner seit 1990 Bürgermeisterin von Hartmannsdorf. 2008 wurde sie wegen Betruges zu einer Strafe von 3 330 Euro verurteilt. Sie hatte Fluthilfegelder u.a. zum Ausbau des Lärchenweges neben ihrem Grundstück verwendet. 2010 musste sie 3 500 Euro wegen Betruges zahlen, weil man ihr doppelte Reisekostenabrechnungen (85 Fälle) nachwies.

Neben anderen Merkwürdigkeiten in ihrem Partei - und Privatleben gibt es eine neue Variante des familiären Versorgungsgedankens. So stand zu lesen, dass die Landtagsabgeordnete Kerstin Nicolaus bei der Kandidaten-Kür fürs Bürgermeisteramt in Kirchberg gemauschelt haben soll.

Weil im Januar 2013  in der Stadt Kirchberg ein neuer Bürgermeister gewählt werden muss, denn der amtierende Wolfgang Becher (67, Freie Wähler) geht in Rente, hat sich Nicolaus ( schlau, schlau, liebe Frau ) daran erinnert, dass sie einen noch unversorgten Sohn hat. Weshalb in die Ferne schweifen, wenn das Greifbare liegt so nah? So dachte Nicolaus und ließ die CDU als stärkste Fraktion einen Kandidaten wählen.Unter Leitung von Kerstin Nicolaus - versteht sich -, denn sie ist nämlich auch Chefin des CDU-Ortsverbandes.

Aber! Oh Schreck! Es erschienen zur Wahl nicht jene 12 stimmberechtigten CDUler aus der Provinz, sondern plötzlich derer 16. Und - analog zu dem biblischen Verfahren, wonach es möglich sein soll, aus Wasser Wein zu gewinnen, geriet jede Wahl zum Schaulaufen für Nicolaus Sohn mit dem einfühlsamen Vornamen Christfried, denn die vier Fremdlinge entstammen allesamt aus dem Freundes - und Familienumfeld der Grand Dame.
Jene Merkwürdigkeit führte bei der Abstimmung zum Eklat! Statt der zwölf stimmberechtigten CDU-Mitglieder aus Kirchberg wählten vier weitere aus Nachbarorten einfach mit. Als Familienmitglieder und Bekannte der Politikerin. Und,..., wer hätte es gedacht? Der Gewinner war: Christfried Nicolaus (30), der Sohn der CDU-Funktionärin.

Der Sohnemann mit dem christlichen Namen gewann die Nominierung mit 9 zu 7 Stimmen gegen den örtlichen Sparkassen-Chef Rico Möckel (37). Der konnte es kaum fassen und fabulierte gegenüber der " BLÖD " - Zeitung: „Ich war ganz schön irritiert!“ Andere Schwarze werden deutlicher:„Ein Riesen-Skandal! Ich fühle mich hinters Licht geführt“, stellte Michael Reichardt (62), Ortsvorsteher des Kirchberger Stadtteils Stangengrün glasklar fest.
Der Protest wirkte. Wegen „möglicher Verfahrensfehler“ lässt der CDU-Ortsvorstand die Wahl am 27. September wiederholen. Kerstin Nicolaus indes schwieg. Auch gegenüber dem Organ der Einfachdenker und national Handelnden, der " BILD ".

Fazit: Ein neuer Meilenstein auf dem Weg zu Anti-Demokratin, den die gelernte Schneiderin aus Hartmannsdorf ihren politischen Freunden präsentiert. Neben allerlei kriminellen Aktivitäten zeigt sich Nicolaus als äußerst kreativ, wenn es darum geht, die eigenen Pfründe mittels Manipulationen zu erhalten. Nicolaus hat ihrer Partei nicht nur erheblichen Schaden zugefügt, sondern diskreditiert sich mit derartigen Mauscheleien immer wieder selbst.  Ihr scheint die Freiheit nach der Wende offenkundig nicht zu bekommen. Vielleicht denkt sie dabei an die ideologische Metapher dieses Begriffs, als es zu DDR-Zeiten schlankweg hieß: " Disziplin ist die Einsicht in die Notwendigkeit. " und münzt dieses auf ihre Geldvermehrungsaktivitäten um, indem sie sich " Disziplin " mit " Moneten austauscht. Die Lateiner stellen hierzu unumwunden fest: " pecunia non olet "!


Wie wahr, wie wahr, Nicolaus!









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Kommentare:

til_o. hat gesagt…

Es hieß: Disziplin ist die Einsicht in die Notwendigkeit. Der Spruch könnte von Makarenkow stammen, aber genau weiß ich das nicht.

Lobster53 hat gesagt…

Danke til! Zur Geldvermehrung gehört sowohl Disziplin als auch die Freiheit es ausgeben zu können.