Haftung für externe Links - Datenschutz

Hinweis und Belehrung

Aus gegebenen Anlass erkläre ich hier durch, dass eine rechtliche Haftung für den Inhalt externer Links - unter Anwendung der bundesdeutschen Gesetze und der Rechtsprechung - ausgeschlossen ist. Ich distanziere mich ausdrücklich von Inhalten, die mittels Verlinkung in meinen Veröffentlichungen eingebettet werden und möglicher Weise gegen Rechtsvorschriften verstoßen könnten.

Da die Verwendung von so genannten Cookies auf diesem Blog nicht erfolgt, schließe ich auch die Haftung - aus welchen Rechtsgründen auch immer - ausdrücklich aus.

Beiträge mit strafrechtlich relevanten Inhalt, wie beispielsweise Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede, Bedrohung sowie das Verwenden von verfassungsfeindlicher Symbolik, werden unangekündigt gelöscht und den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Kenntnis geleitet.

Freitag, 16. November 2012

Die Pechmarie von Wolfratshausen.

Es war ein Mal eine Frau, die hatte zwei Töchter: Die eine war hässlich und faul, und die andere
war hübsch und fleißig. Die Frau hatte aber die Hässliche und Faule viel lieber, weil es ihre eigene Tochter war; die andere war ihre Stieftochter.
Die Fleißige musste alle schwere Arbeit machen. Und dann wurde sie auch noch dafür ausgeschimpft!

Einmal saß das fleißige Mädchen mit ihrer Spindel am Brunnen, um Garn zu spinnen. Von der vielen Arbeit wurden ihre Finger blutig, und auch das Garn wurde blutig. Da hatte das Mädchen Angst und dachte: „Wenn meine Stiefmutter das schmutzige Garn sieht, dann verhaut sie mich bestimmt!“
Sie wollte das Blut im Brunnenwasser abwaschen, da fiel ihr die Garnspule hinunter und versank.
"O weh, was jetzt? ", dachte sie.

Als das Mädchen nach Hause kam, da fragte die böse Mutter denn auch gleich: „Wo ist deine Spule mit dem Garn, du schlimmes Kind?“ – „Sie ist mir in den Brunnen gefallen.“ – „Dann spring mal hinterher und hole sie sofort wieder heraus!“

Das arme Mädchen hatte so viel Angst vor ihrer Stiefmutter, dass sie wirklich in den Brunnen sprang. Sie dachte: „Dann breche ich mir eben den Hals, oder ich ertrinke. Mein Leben ist sowieso zu schrecklich!“ Und sie machte die Augen zu. Aber als sie die Augen wieder aufmachte, saß sie auf einer wunderschönen
Blumenwiese. Über ihr war ein blauer Himmel, und die Vögel sangen.
Das Mädchen dachte: „Was ist passiert? Ich träume wohl.“

In der Nähe stand ein Ofen, der rauchte nicht nur, der konnte sprechen.
Er rief: „Ach bitte hol mein Brot heraus, es ist schon fertig gebacken!“
Das fleißige Mädchen hatte gleich Lust zu arbeiten. Sie nahm den Schieber, der neben dem Ofen stand, und holte alles Brot heraus. Sie fragte: „Ist es so gut?“ Der Ofen sagte: „Danke!“

Das Mädchen ging ein bisschen spazieren und kam zu einem Apfelbaum, der sagte zu ihr: „Schüttel mich, meine Äpfel sind schon reif!“ Das Mädchen schüttelte den Apfelbaum, bis alle Äpfel unten waren, und auch der Baum sagte: „Danke!“

Dann kam das Mädchen zu einer Treppe, die führte in den Himmel hinauf. Auf der Treppe kam ihr eine Frau entgegen. Das Mädchen fürchtete sich ein bisschen; denn die Frau hatte sehr große Zähne und sah komisch aus. Aber sie sagte: „Hab keine Angst, ich tue dir nichts. Ich bin Frau Holle. Wenn du Lust hast, für mich zu arbeiten, dann werde ich dich reich belohnen.“
Das Mädchen sagte: „Ja!“ und ging gleich an die Arbeit.

Sie fegte das Haus, putzte die Möbel und wusch das Geschirr. Jeden Morgen schüttelte sie Frau Holles Betten aus, dann schneite es auf der Erde. Als das Mädchen eine Zeit lang so gearbeitet hatte, da kriegte sie doch Heimweh nach ihrem Dorf. Frau Holle merkte das und sagte: „Nun darfst du wieder nach Hause. Dein Weg führt durch dieses Tor.“ Und sie gab ihr auch die Spule aus dem Brunnen zurück.

Als das Mädchen unter dem Torbogen stand, da fiel lauter Gold auf sie herunter, und sie war reich für ihr ganzes Leben.
Jetzt hatten alle Leute sie lieb und nannten sie „Goldmarie“.

Auch die Stiefmutter konnte nicht mehr so böse zu ihr sein.
Aber die Stiefmutter wollte, dass ihre eigene Tochter auch reich wird. Sie sagte zu ihr: „Spring auch in den Brunnen, geh zu Frau Holle, und komm mit viel Gold zurück!“
Das faule Mädchen sprang auch hinunter, landete auf der Blumenwiese und sah den rauchenden Ofen. Aber sie hatte keine Lust, das Brot herauszuholen.
Sie war viel zu faul und hatte Angst, sich schmutzig zu machen. Auch den Apelbaum schüttelte sie nicht. Sie sagte: „Dann fällt mir wohl noch ein Apfel auf den Kopf und ich kriege eine Beule, nee, nee! Da mach´ich nicht!“

Und als Frau Holle die Treppe herunterkam, sagte das Mädchen zwar: „Ich werde für dich arbeiten.“ Aber dann war sie doch viel zu faul. Sie fegte das Haus nicht und ließ die Möbel staubig werden; sie wusch auch nicht das Geschirr und schüttelte nicht Frau Holles Betten. Stattdessen lag sie den ganzen Tag im Gras und schlief. Da hatte Frau Holle bald genug von ihr und sagte: „Geh du mal wieder nach Hause.“ Das faule Mädchen dachte: „Prima, da kriege ich gleich mein Gold!“

Und sie stellte sich unter den Torbogen. In diesem Moment fiel lauter schwarzes Pech auf sie herunter. Das konnte man gar nicht mehr abwaschen, und es blieb ein Leben lang an ihr kleben.
Da nannten alle Leute sie nur noch „Pechmarie“.

Von goldenen Zeiten sind die Bewohner der Straße " Auf der Haid " im beschaulichen oberbayrischen Kaff  Wolfratshausen (  http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfratshausenehr  )
zwar noch ein gutes Stück entfernt, dennoch sorgt eine " Pechmarie " in Gestalt einer beauftragten Baufirma für eine Provinzposse aller erster Güte. Und dieses nicht nur bei den rund 18.000 Einwohnern des Landkreises Wolfratshausen - Bad Tölz, in dem die Wählerseele eh schwarz, die Nähe zum Allmächtigen, wenn er sich denn als katholisch zeigt, groß und das Herz gegenüber Neuerungen im 3. Jahrtausend der christlichen Zeitrechnung eher klein ist.
Das oberbayrische Nest, in dem der einstige Stotter-König, der Ex - Kanzlerkanidat der CDU/CSU und Vater zweier minder begabter Kinder, deren Promotionsarbeiten deshalb durch und durch gefakt ( geplagt ) waren und die deshalb ihren Doktortitel wieder in die Abfalltonne kloppen mussten, Herr Dr. Edmund " The King of the "Äh´s " Stoiber, hatte sich selbst vorweihnachtlich bescheren wollen und die noch üppig gefüllten, kameralistisch geführten Konten für den Straßenbau geplündert.

Eine Baufirma wurde, den europäischen Vorschriften gemäß, beauftragt den Straßenzug " Auf der Haid " in 82515 Wolfratshausen mit einem neuen Belag zu versehen. Gesagt, getan!  Diese Firma sollte nun los legen und den Straßenbelag komplett erneuern. Nicht so, wie in den armen, den verwaisten und verwohnten und mit sozialem Randsatz bestückten Straßen in den verkommenen Stadtteilen der einstigen Quellen des " Schwarzen Golds ", den Ruhrgebietsstädten, Duisburg, Bochum,Bottrop, Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Castrop - Rauxel, Gladbeck oder Recklinghausen. Auch nicht in Form jener Flickschusterei, wie sie in unserer Landeshauptstadt sich zeigt, in der die Grundsteuer von 580 % des steuerlich fest gesetzten Einheitswerts ( bei ca. 1..000 m² Grundfläche immerhin 783,52 € jährlich ) in die touristisch aufgehübschte Innenstadt fließt, während die Gehsteige und Straßen in der Peripherie eher den Holperpisten im afrikanischen Timbuktu ähneln.

Nein, hier sollte geklotzt und nicht gekleckert werden. Wenn schon, denn schon! Schließlich möchten die Bürger auch in der kommenden Legislaturperiode wieder CSU wählen können, weil die Partei sich für befahrbare Straßen ohne Krater, Bodenwellen und Betonkrebsbefall einsetzt. Wohl dem Anlieger und Autofahrer, der hier lebt. Auch die Fußgänger und Fahrradfahrer dürfen von dem politischen Herz für den mobilen Bürger partiziperen. Der Straßenzug " Auf der Haid " in 82515 Wolfsratshausen, dort wo auch der vormals kompetenzsuchende Stotterer der CSU, " Eddie " Stoiber sein Zuhause gefunden hat, ist verkehrstechnisch besehen, nicht unwichtig. Er liegt in einem beschaulichen Stadtteil von Wolfratshausen, eingebettet von den anschließenden Straßen " Sauerbacher Straße ", " Gebhardstraße " und parallel zur " Auenstraße " verlaufend.

Das hört sich ein kleines Bisschen wie das " Auenland " aus dem " Herr der Ringe " an, jener Trilogie die vor knapp einer Dekade zum Kinokassen-Knüller wurde. Tatsächlich gibt es hier auch viel Grün, viel Natur, viel gute Landluft. Deshalb sind die Anwohner hier eben auch kein Plebs. Es finden sich dort, ein Heilpraktiker, ein Fahrrad-Fachgeschäft, eine Schlosserei, eine Praxis für traditionelle chinesische Medizin, eine katholische Kindertagesstätte oder eine Kinderbetreuungseinrichtung mit dem wohl klingenden Namen " Albert Schweitzer ". Nichts zu sehen von Hochhäusern, von Ghettos mit ewig zerstörten Aufzügen, mit Gebäuden, die durch Graffitis bunt gesprayt wurden.

Und dennoch zeigt sich der hauptamtliche Bürgermeister Helmut Forster mehr als nur ein wenig irritiert, ob der bürgerlichen Ignoranz, der Sucht nach Konfrontation mit dem Administration, der Exekutive und Judikative. Der grundrechtliche Anspruch des Einzelnen lautet ja nun einmal:

" Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. " ( Art. 1 I GG ) und

(1) " Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. "

(2) " Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden. "
( Art. 2 GG ).

Wo kämen wir da hin, wenn es uns Steuerzahler, uns Gutbürger und Freischaffende in Bayern nicht gäbe? Dann würden wir wieder wie noch zu Beginn bis Mitte der 80er Jahre ein armes Nehmerland im Länderfinanzausgleich sein, dann könnte wir keine Verfassungsklage für viel Geld von unseren viel zu schlauen und vor Ort ausgebildeten Juristen in Karlsruhe einreichen lassen, weil wir unser jetzt endlich eigen verdientes Geld auch -  bitte schön - allein ausgeben wollen und wir könnten uns auch nicht über die Skandale und Lumpenstücke von EADS, Siemens, HRE-Bank erfreuen und jene Milliarden davon versenken, noch ehe sie in den roten Filz in Bremen, Berlin oder Brandenburg versickern, in das Sozen - Grab des dicken Kurt Beck aus Rheinland - Pfalz, das da " Nürburgring " heisst hinein gepumpt wird.
Also, mehr Respekt vor unserem Fleiß, unserer Initiative und den Gewinnen, die wir unter Ausnutzen anderer, aus den "armen" Bundesländern heran gelockten Arbeitnehmern erzielen.

Die beauftragte Baufirma in Wolfratshausen begann deshalb mit der Fahrbahnerneuerung in der Straße " Auf der Haid ". Es wurde gebaggert, gefahren und geschüttet. Die Presslufthämmer dröhnten, der Schweiß der sächsischen Arbeiter floss und die Bauarbeiten kamen voran. Dann, jedoch ohne Voranmeldung, wurde die Straße beidseitig abgesperrt. Durchfahrt verboten. Nichts da, mit Anlieger frei bis Baustelle!
Die Firma trug eine Bitumendecke auf, die jedoch abtrocknen musste. Bitumen, dass ist wie Teer nur besser und es trocknet schneller.
Die " Pechmarie " wäre bereits wenige Stunden nach dem Frau Holle ihr das Gute von oben hat zukommen lassen, zu einer schwarzen Säule erstarrt. Diese Zeit hatten die Anwohner der schönen Straße in Wolfratshausen mit dem schönen Namen " Auf der Haid " aber nicht. Sie umfuhren die Absperrungen in jener Weise, wie es die Lebensmüdigen bei einem Halbschranken-Bahnübergang regelmäßig zelebrieren, auch wenn dessen Schranken herunter gelassen worden sind und das Warnlicht rot blinkt.

Die Spuren auf dem frischen Bitumen zeigten den Stadtbediensteten denn sofort, wer, wo und wie die Absperrung umkurvt hatte, wer, wann und wie, wohin gefahren ist und wer, wann, und wie dann eher unwissentlich, also weder fahrlässig, noch grob fahrlässig, geschweige denn vorsätzlich auf dem frischen Bitumen seine Abdrücke hinter legt hatte.
Da waren es Autofahrer, Fahrradfahrer und Katzen, da waren es Hunde, Fußgänger und Mopedfahrer, die ihre Rallyestreifen auf der glatt gezogene Masse für ewig hinter ließen.

Der Bürgermeister ( Freie Wählergemeinschaft Wolfratshausen ) Elmar Voltz schüttelte den Kopf. Wie konnte so etwas nur in dem ach so schlauen so reichen und so von sich selbst überzeugten Freistaat Bayern passieren? Die Aufarbeitung dieser Posse folgt. Es wird Bußgeldbescheide hageln, es wird wütende Diskussionen geben und es wird über Schadenersatzansprüche verhandelt werden.
Das kann dauern! Bis dahin müssen die erforderlichen Ausbesserungsarbeiten an der zerfiurchten Bitumendecke der Straße " Auf der Haid " unverzüglich vorgenommen werden. Ehe es Winter wird, es schneit, der Frost sich einstellt oder - viel schlimmer noch - die Preußen kommen, um den Bayern aus Wolfratshausen zu zeigen, wie eine Straße für weniger Geld saniert werden kann.



http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfratshausenehr

Kommentare:

Octapolis hat gesagt…

Oh ja, da hätte ich nen Antrag für eine neue Rubrik vorzuschlagen: Onkel Jürgen erzählt Grimms Märchen! ;o)

Lobster53 hat gesagt…

Hmmmh, wäre mal ´ne Überlegung wert! Bis dahin halte ich es mit meinem Liebling, dem Kater " Tom ":

http://www.youtube.com/watch?v=F2NzMdb17kM