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Freitag, 4. Januar 2013

Die Bruchlandung des Überfliegers Thomas W.



Die Neuen Medien und hier insbesondere das Internet haben so manchen armen Willi quasi über Nacht zum Mehrfachmillionär gemacht, ohne dass dieser sich dabei die Hände beim Teller waschen, also die eigenen Pfoten schmutzig machen musste. Der amerikanische Traum konnte sogar noch getoppt werden, denn auch die Idee, die dann zu der wundersamen Geldvermehrung gehört, muss nicht unbedingt die eigene oder etwa eine neue sein. Es reicht manchmal vollkommen aus, wenn das breite Kreuz, an dem sämtliche Bedenken und Mahnungen wie Regenwasser auf dem Friesennerz abperlen, eben breit genug ist. Das dazu kommende, egozentrische Verhalten, gepaart mit der dem Durchschnittsmenschen des 3. Jahrtausend der chr. Zeitrechnung immanenten Gier nach Geld, Reichtum und Anerkennung, vervollständigt denn auch das Gesamtbild des so genannten modernen Internetunternehmers.

Um mit einem bestimmten Konzept Erfolg zu haben, bedarf es jedoch einiger Vorbereitungen. Dazu gehört nicht nur ein gewisses Startkapital, sondern auch grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder zumindest das Gespür für ökonomische Zusammenhänge. Wenn dann noch die richtige Zeit gekommen ist und ein anlaufender Trend dabei noch mit eingeflochten wird, dürfte dem - zumindest partiellen - Erfolg eigentlich nichts mehr im Wege steht.

Das dachte sich auch der einstige Leipziger Student Thomas W. im Jahr 2002 als er noch während des Grundstudiums zusammen mit vier Bekannten eine Internetplattform für Studenten eröffnete, die den Namen Unister trägt. Unister, dieses ist eine Wortkombination aus Universität  kurz im Jargon eben Uni benannt und  Napster, einer einstigen Musiktauschbörse, ergo: Unister.
Den relativen Erfolg mit dieser Idee im Rücken, gründete W. fünf Jahre später eine Firma für Internetwerbung, die Versicherungsdienstleister unterstützt sowie Internetvermittlungsseiten als Online -Reisebüros. Die Konzepte des W. gehen auf. Derweilen er das Studium schmeißt und sich nun ganz dem Geldverdienen durch Provisionen widmet.

W.´s Firmen expandieren. Mit geschickten Verlinkungen baut er ein kleines Imperium auf, dass von nahezu 10 Millionen Nutzer je Monat in irgendeiner Weise kontaktiert wird. W. ist inzwischen ein bekannter Geschäftsmann, ein Unternehmer, der über 1000 Menschen Beschäftigung gibt. Kein Pappenstiel, in einer strukturschwachen Region. Deshalb lässt sich die Politik in den Bundesländern Sachsen und Sachsen - Anhalt nicht lumpen und gibt Landesbürgschaften  sowie etwa 7,6 Millionen Euro Fördermittel.
Ein Batzen Geld, bedenkt der kritische Betrachter, dass die Firmen von W. ja nichts produzieren sondern nur Mittlerdienste per Internet ausführen.
Die Reisedienste des W., wie " Fluege.de ", für den der Ex- Fußballmanager Reiner Calmund in den Medien wirbt, oder auch " ab - in - den - Urlaub.de " rühren kräftig die Werbetrommel, um so mehr Kunden zu genieren.

W. vergrößert sein Reich durch Firmenaufkäufe in anderen Branchen. Allerdings brodelt es ab 2010 gewaltig unter seinem Kessel. Viele Beschwerden über systematische Desinformationen und Fallstricke bei den Internet - Reisebuchungen gehen ein. Auf die unübersichtlichen Angebote wiesen auch verschiedene Berichte in den Medien hin. Zudem hagelte es Beschwerden bei Verbraucherschutzorganisationen. Es läuft eine Flut von Prozessen gegen Unister - Firmen. Besonders heikel wird es für die Firma " Partnersuche. de ". Gegen die dortigen Verantwortlichen laufen Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs, weil die Agentur durch so genannte " Anklopfer " auf Profilen von Nutzern, diese in teuere Abo - Verträge gelockt haben soll.

Im Dezember 2012 durchsuchten dann Polizeibeamte insgesamt 20 Objekte des W.´schen Firmenkonglomerats. Dabei wurden zwei führende Manager des Unister - Konzerns verhaftet worden. Gegen weiter acht Führungskräfte läuft bei der Staatsanwaltschaft in Dresden ein Ermittlungsverfahren aufgrund einer anonymen Strafanzeige.
Den Konzernmitarbeitern wird hierbei Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Versicherungsaufsichtsgesetz vorgeworfen.

Auch wirtschaftlich sieht es nicht mehr ganz so rosig aus der Unister - Konzern verbuchte in 2010 einen betriebswirtschaftlichen Verlust von 2, 2 Millionen Euro. Auch die Pläne eines Neubaus in Leipzig lagen zunächst auf Eis.Das schlechte Image der Firma nagt insgesamt an der Kreditwürdigkeit.

So wurde aus dem einstigen Unister - Überflieger TThomas W. inzwischen so etwas wie " Quax der Bruchpilot ". Oder sollte an den ungezählten Vorwürfen nun wirklich nichts dran sein, so wie der Porsche - Boxter - Fahrer und Träger von legerer Kleidung W. es den Kritiker weiß machen möchte?

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