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Mittwoch, 3. April 2013

Europa weiter in der Wirtschaftskrise - 12 % Erwerbslosenquote im März 2013!


Als " Frankie Boy " Frank Plasberg vor 8 Tagen zu seinem Plauderstündchen " Hart aber fair " bat, durfte der Glotzer ein Sextett bestaunen ( 5 Kerle, eine Quotenfrau ), die in ihren Ansichten zu dem Problemkind Zypern hätten nicht unterschiedlicher sein können. Neben der ARD - Börsennachrichtenmoderatorin Anja Kohl, saßen dort Hermann Gröhe ( CDU ), Hans Eichel ( SPD ), Jorgo Chatzimarkakis ( FDP ), Hans Olaf Henkel ( Publizist,  Ex - BDI - Präsident, Mitglied der Bundesvereinigung Freie Wähler ) und Hubert Faustmann ( Professor an der Universität Nikosia ). Es sollte eigentlich die aktuelle Entwicklung im Krisen - Land Zypern unter die Lupe genommen werden. Doch - wer hätte es gedacht ? - es wurde stellenweise zu einer Generalabrechnung mit der Gemeinschaftswährung, den Euro.

Der Meister im Niedermachen des Euro, Henkel, formulierte mit dem sattsam gekannten hochroten Kopf ( ein Schelm, wer dabei Böses ahnt ) seine wirtschaftsliberalen Thesen und phrasierte von der Einführung eines Nord - und eines Südeuro. Häh? Wie soll das denn gehen?

Das die EU sich seit einigen Jahren in einer rezessiven Phase befindet, dürfte unstreitig sein. Wer diese Entwicklung verursacht hat, ist auch klar: die Banken. Wer die Auswirkungen auszuhalten hat, steht von Beginn an fest: der kleine Mann, die arme Frau!

Und während Master of Desaster Henkel den nichtsnutzigen Euro für jene krisenhafte Entwicklung verantwortlich machen möchte, er die Gemeinschaftswährung in Grund und Boden verwünscht und lieber heute als morgen die stolze Deutsche Mark - der Oberdruide und Hard Core liberale - Wirtschaftsprofessor Sinn aus dem Bazi - Land lässt grüssen - einführen möchte, erscheint seine Forderung in diesem, unserem Lande, gar nicht mal so unpopulär zu sein. Eine Mehrheit möchte den Euro wieder abschaffen und statt seiner die Deutsche Mark als Währung zurück erhalten.

Futter für diese Forderung könnte die neuste Arbeitslosenstatistik für die Europäische Union geben, denn hier nach stieg die Erwerbslosenquote auf 12 %. Dieses ist zwar der Durchschnittswert, jedoch zeigt sich, dass jene grassierende Rezession in den so genannten PIIGS - Staaten noch längst nicht beendet sein dürfte. Nun kommt auch noch der kranke Inselstaat Zypern hinzu.  Keine idealen Voraussetzungen für die Über - Europäerin Merkel, um sich im Oktober dem Michel zur Wiederwahl zu präsentieren.

http://www.wiwo.de/politik/europa/neuer-negativrekord-arbeitslosigkeit-in-der-eu-bei-zwoelf-prozent/8009478.html

Was allerdings ein weit aus gewichtigeres Problem innerhalb des jetzt veröffentlichten Zahlenwerks darstellt, ist die exorbitant hohe Jugendarbeitslosigkeit in den EU - Ländern Griechenland, Spanien, Irland, Portugal und Italien. Hier sind Quoten von mehr als 25 % ermittelt worden. Hier entwickelt sich sozialer Sprengstoff, denn wer bereits zu Beginn einer möglichen beruflichen Laufbahn erklärt bekommt, dass sie/er nicht gebraucht wird, zweifelt an der Funktionsfähigkeit des Systems, des Staates und Europas als Staatenverbund. Anti - Europäer aber gibt es bereits genug. Nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern sowohl von Irland bis Italien und von Zypern bis Frankreich. Wenn jetzt weitere Millionen arbeits - und perspektivlose junge Europäer hinzu kommen, die das Staatengebilde in Frage stellen, geraten die alten Politiker in erhebliche Erklärungsnot.

Eine weitere Verstärkung der so bezeichneten Armutswanderung wird zu einer verstärkten Ablehnung des Europas der offenen Grenzen führen und lässt bei jenen Nationalisten den europäischen Gedanken zu einer Fiktion verkümmern. Wer die - zweifelsohne - vielen Vorteile, wie Fortfall der Handelsbeschränkungen und der damit einhergehenden Bürokratie, Abschaffung der Visapflicht und Einreisehemmnisse oder auch die Beseitigung der gesamten Problematik durch das einst komplizierte Konstrukt von Wechselkursen und Devisen in Anspruch nehmen möchte, muss auch Nachteile in Kauf nehmen. Das Freizügigkeitspostulat innerhalb der EU kann nicht dadurch relativiert werden, dass die Mitgliedsländer nunmehr in Nord - Süd, Arm - Reich oder krisenhafte und stabile Staaten eingeteilt werden.

Was der " Bimbes " - Kanzler zu Beginn seiner Amtszeit einst als " Solidarität " der Mitgliedsstaaten untereinander einforderte, nämlich dass der Stärkere den Schwächeren innerhalb der Gemeinschaft zu unterstützen hat, stellen einige seiner Parteifreund heute wieder in Frage. So fordert Bundesinnenminister Friederich beschränkende Massnahmen zur Vermeidung von " Armutswanderung " in der EU. Sein Busenfreund Sinn aus München predigt Ex Cathedra, dass die Geburtsländer oder Herkunftsstaaten in der Staatengemeinschaft für die beanspruchten Sozialtransfers im Einzelfall selbst aufzukommen haben. Zuvor wetterte auch der bayrische Oberhirte gegen ungezügelte Einwanderung, vornehmlich aus - für ihn - fremden Kulturkreisen. Der Doppelmoralist Seehofer polemisierte auch dann noch weiter, als längst fest stand, dass die statistischen Fakten eine völlig andere Seite der Bevölkerungsentwicklung aufzeigten, nämlich das hier ein Auswanderungs - statt eines Zuwanderungstrends zu verzeichnen war.

Das die Bayern, dass die CSU und die schwarzen Propagandisten unisono unter verstärktem Realitätsverlust leiden, zeigt aktuelle die schwachsinnige Klage gegen den noch existierenden Länderfinanzausgleich, den die Bazis zusammen mit dem Land Hessen durch das Bundesverfassungsgericht gekippt haben möchten. Karlsruhe wird den beiden Solidaritätsverweigerern Seehofer und dem blonden Pendanten aus Wiesbaden Bouffier indes nicht den Gefallen tun. Jeder Jurastudent ab dem 2. Semester, der das Pflichtfach Öffentliches Recht belegt, wird irgendwann einmal dort von den Artikeln 20, 72 und 106 etwas zu hören bekommen, es sei denn er beabsichtigt nicht, das Erste Staatsexamen abzulegen, studiert in Bayern oder Hessen ( denn von dort aus wurde ja die Klage durch sehr gut bezahlte Damen und Herren Kollegen abgefasst ) oder ist in der CDU / CSU mit Blindheit beschlagen worden.

Auch der EG - Vertrag als supranationales Recht sieht die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den Regionen der Mitgliedsstaaten oder innerhalb der Gemeinschaft vor ( Artikel 158, 160 EG - Vertrag ).
Und damit ist auch zu konstatieren, dass die unsinnigen Forderungen der bajuwarischen Trommlergarde rund um MP Seehofer als purer Populismus abgetan werden muss. Die Bazis sollten sich denn auch eher daran zurück erinnern, als sie vor 40 Jahren selbst Millionenbeträge aus dem Länderfinanzausgleich kassierten, damit ihre Almjodler nicht verhungern und die Güter nicht mit dem Ochsenkarren nach München transportierten werden mussten, als jeder CSU - Bürgermeister froh und glücklich war, dass die Touristen in seinem Nest ein paar Devisen in die klammen Kassen spülten und als es früh morgens auf Bayern Eins in den Verkehrsnachrichten noch hieß: " A 93, Hof in Richtung Rosenheim: Vor dem Grenzübergang Kiefersfelden : 15 Kilometer Stau bei der Einreise nach Österreich, in der Gegenrichtung 8 Kilometer sowie 10 Kilometer LKW - Stau. "

Wie lautet das Sprichwort: " Wenn´s dem Esel zu gut geht, geht er auf´s Eis! " - Joh, Seehofer, auf´s Glatteis!






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