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Freitag, 4. April 2014

1 - 2 - 3, meins? Wie eine Finanzheuschrecke verrottete Bahnhöfe versteigert.

Die Deutsche Bahn AG hat ja bekanntlich seit vielen Jahren auf dem Nahverkehrssektor eine rigorose Sparpolitik gezeigt. Von vielen Verbindungen, die einst durchaus gut frequentiert waren, musste sie sich trennen. Entweder in Form der Streckenstilllegung oder über die Vermietung an eine Vielzahl von privaten Konkurrenten. Mit jeder eingestellten Bahnstrecke starb natürlich auch ein Stück regionaler Geschichte und Kultur. Ein Teilaspekt hiervon stellen die Bahnhöfe dar. Jene Gebäude, deren universaler Nutzen mit der Einstellung des Bahnbetriebs nicht mehr gegeben ist.

Tausende an Bahnhofsgebäuden, an so genannten Haltestellen, verwaisten sukzessive und wurden damit dem Verfall anheim gestellt. Öde, trostlose, vom Vandalismus betroffene Bauwerke, die vor einigen Dekaden noch kleine Schmuckstücke in ungezählten Orten darstellten, mutierten zu Schandflecken. Zum Ärger der Bewohner, die sich ständig bei den örtlich zuständigen Institutionen darüber beschwerten. Schließlich ist die Deutsche Bahn AG zwar eine Aktiengesellschaft, der Bund, also die BRD, zeichnet hier aber als Mehrheitseigner. Eigentum verpflichtet, so ähnlich sieht es das Grundgesetz in Artikel 14 vor.
Also, was tun, mit den Schrottimmobilien?

Eine vermeintliche Lösung zeichnete sich in Form eines englischen Finanzinvestors ab, der in den vergangenen Jahren etwa 1.000 ausrangierte Bahnhöfe gekauft und unter seine Fittiche genommen hat. Wer aber nun glaubte, damit würden - die größtenteils denkmalgeschützten - Gebäude grundsaniert und in einen wieder ansehnlichen Zustand gebracht, sah sich alsbald getäuscht. Der Geldhai versuchte hiermit Profit zu machen. Ohne Erfolg indes. Und so kamen am heutigen Freitag, den 04.04.2014 einige der im Bestand des englischen Eigentümers stehende Bahnhofsgebäude in Berlin unter dem viel gerühmten Hammer.
Zu den Gebäuden zählt der Bahnhof in Jeber - Bergfrieden, einem Stadtteil der in Sachsen - Anhalt liegenden Stadt Coswig, der für ein Mindestgebot von 4.500 Euro angeboten wurde.
Dazu zählt auch der Bahnhof des Ortes Biederitz einer Landkreisgemeinde im Jerichower Land in Sachsen - Anhalt, jener in Reußen, einem Stadtteil von Landberg, einer Stadt im Saale - Kreis in Sachsen - Anhalt oder der in Bad Suderode einem Ortsteil von  Quedlinburg, Harz - Kreis,  in Sachsen - Anhalt.

Aber auch das Bahnhofsgebäude mit darüber liegenden Wohnungen in Eisfeld zählt zu den Versteigerungsobjekten. Ein Bahnhofshäuschen in Schmalkalden in Thürigen ist bereits für 1.000 Euro zu erhalten.
Die Gemeinden und viele Bewohner hoffen, dass sich Käufer finden, um die erhaltenswerten Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen und eventuelle ein gastronomischen Konzept damit einhergehend anbieten zu können. Damit soll wieder ein wenig Leben in das oft öde Umfeld gelangen. Es wäre zu wünschen, denn einst war die Bahn, waren auch kleinere Bahnhöfe der Mittelpunkt der Ortschaften und ständig von Menschen aufgesucht worden. Mit der schleichenden Verödung vieler kleiner Bahnhöfe verschwindet auch ein Teil der deutschen Geschichte. Das wäre schade.

" Standing At The Station " - " Ten Years After " aus dem Jahr 1977:





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