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Donnerstag, 3. April 2014

Hummelflug



Der Frühling hat ja schon vor einen Wochen begonnen. Meteorologisch am 1. März, kalendarisch am 20. März und gefühlt vielleicht schon Ende Februar. Denn der Winter, so wie er uns die letzten Jahre beglückt hat, war nun beileibe keiner. Zu mild, zu trocken, zu kurz.
Das soll ja - so eine landläufig, irrige Meinung - dm Ungeziefer richtig Auftrieb geben. Aber, vielleicht auch den eher nützlichen Insekten.

Während ich nun die vorbereitenden Arbeiten für unseren Garteneinsatz getätigt hatte, summte und brummte es denn schon regelmäßig auf der immer noch nicht gemähten Wiese, in den zart sprießenden Grün der Büsche und den Frühblühern. Einige Bienen waren bereits fleißig. Und ab und an ließ sich auch ein etwas rundlicher Vertreter der geflügelten Art blicken.

Überrascht war ich aber doch, als ich heute beim Reinigen unseres Pelletsilos eine dort gestrandete Hummel auf den Fliesen vorfand. Was hatte das Insekt im Keller, auf den glatten Fliesen unter dem Silo zu suchen? Mühsam krabbelte der dicke Freund vor meinen Augen hin und her. Heimatlos? Orientierungslos? Mutlos? Nach einigen Minuten erlöste ich den Eindringling von seinen Qualen und nahm ihn auf die Schippe. So, wie es gestern Abend Real Madrid mit dem BVB gemacht hat. Mittels Pflanzschaufel beförderte ich den leicht summenden Freund wieder an das Tageslicht. Öffnete die Terrassentür und platzierte den geschwächten Flieger auf den Steinfußboden.

Nach der Rettungsaktion begab ich mich wieder in den Keller. Die unterbrochenen Reinigungsarbeiten mussten ja zu Ende geführt werden. Nach einer weiteren Stunde hatte ich die restlichen Holzpeletts abgesaugt, dann durch gesiebt und in die Papiertonne, die als provisorisches Pelettbehältnis umfunktioniert wurde, geschüttet.
Beim Betreten des Flures, schweiften meine Blicke, denn eher zufällig, auf den Läufer zum Büroeingang. Irgendetwas kleines, dunkles, ein Getier eben, lag dort regungslos herum. Nun, es war ein weiteres Exemplar der Gattung bombus. Um eine abschließende Einordnung vornehmen zu können, hätte ich meine Kenntnisse via Internet erweitern müssen.

Da spiele denn doch lieber den Hummelretter. Ein Blatt Papier diente als Träger des Insekts in die heiß geliebte Freie Natur. Also, das ganze Prozedere noch einmal: Terrassentür auf, Hummel auf den Boden, Terrassentür zu.
 Dabei fiel mir allerdings auf, dass der erste Eindringling inzwischen verschwunden war. Hatte er wirklich den Hummelflug in die Freiheit angetreten? Oder wurde er Speise einer Meise? Eines sonstigen, hungrigen, gefiederten Freundes?
Egal, der Hummel ( die Hummel? ) war fort.

Und das gleiche Schicksal muss wohl auch den weiteren Bombus hortorum, bombus magnus oder bonbus lucorum ereilt haben. Das Insekt war alsbald auch wech. Fort. Hatte den Hummelflug in die Freieheit angetreten.

Und weil ich den doppelten Lebensretter - zumindest theoretisch - spielen durfte, sage ich denn hier einfach: Hummel, Hummel! Und erwarte nicht, dass die Hamburger Retourekutsche kommt.

Musikalisch hört sich das so an:


Nikolai Andrejewitsch Rimski - Korsakov: " Hummelflug " ( Flight Of The Bumble Bee ).


Oder die etwas härtere Gangart über die " King Bee " von Frank Marino: " I´m a King Bee "?





Hummel, Hummel, eben!

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