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Samstag, 19. April 2014

" Into The Wild " und die Sehnsucht des Aussteigers nach einer anderen Welt.


Der Karfreitag gilt seit Jahrzehnten dem Zelebrieren traditioneller Verhaltensmuster. Wer nicht mehr der Kirche glaubt und in einem der ungezählten Gottesdienste pilgert, der isst zumindest an jedem Feiertag vor Ostern den inzwischen zum Luxus zählenden Fisch. Musik - und Sportveranstaltungen gibt es auch nicht und auch sonst zeigt sich das TV - Programm öde und einfältig gleichförmig. Nix da, mit Blödelsendungen. Es werden eher Bibel - Filme kredenzt. Des Sehens der xten Wiederholung eines dieser Hollywood - Monumentalschinken, wie " Die Bibel "., " Die Zehn Gebote " oder " Ben Hur ", muss der Glotzer sich eher in die Spartenprogramme verdrücken, um ein wenig außer - religiösen zu sehen zu bekommen.

Da zeigte denn gestern Abend ab 20.15 Uhr " EinsFestival ", den US - Kinofilm " Into the Wild ". Nach anfänglichen,eher gewöhnungsbedürftigen, weil eher amerikanischen Familienproblemchen, die im Zusammenhang mit dem College - Abschluss eines jungen Mannes im Mittelschichtsumfeld stehen, wird der Streifen dann interessant, denn der College-Absolventen Chris McCandless, auf dem dank eines exzellenten Abschlusses in Atlanta / Georgia, eine blendende Zukunft wartete, zeigt sich eher non - konform.  Zum Leidwesen seiner wohlhabenden Eltern pfeift der junge Mann auf das Studium an der renommierten Harvard-Universität. Stattdessen bricht der junge Mann alle Brücken hinter sich ab. Er spendet einen Scheck über mehr als 23.000 Dollar, den er von den zuvor erfolgten monatlichen Einzahlungen seines Vaters zurück erhält, verbrennt sein letztes Bargeld und trampt ohne einen Cent in der Tasche quer durch die USA.

Sein Weg führt ihn im Sommer des Jahres 1990 aus dem noblen Vorort von Washington D.C. in Richtung Norden. Sein Ziel ist Alaska, wo er in der Wildnis längere Zeit leben möchte. Auf dem Weg dorthin trifft er einen Farmer, bei dem er dann eine längere Zeit jobbt. Der wird später vom FBI verhaftet. Auf dessen Rat hin trampt Chris, der sich " Alexander Supertramp " nennt in Richtung Süden. Mit einem Kajak fährt er den Colorado River hinunter, wo er ein junges Paar aus Skandinavien trifft, dass ihm jedoch mit seinen pseudo - alternativen Lebensphilosophien nervt. Weil er den Fluss illegal befahren hat, wird er von der Wasserschutzpolizei gesucht. Er flieht mit seinem Kajak auf ein Bergplateau.  .
Mit einem Zug gelingt es ihm bis zur mexikanischen Grenze zu fahren. Dort reist er illgeal ein und sieht die materielle Armut der Menschen. Auf seiner Rückreise mit dem Zug wird er von einem alarmierten Sheriff brutal zusammen geschlagen, weil er als Schwarfahrer auf einem Güterzug mit fährt. Dieses ist in den USA ein absolutes Tabu. Danach trifft er ein Hippie - Pärchen, bei dem er eine längere Zeit bleibt. Er schließt mit diesem eine Freundschaft.

Später kehrt Chris noch einmal zu dem Paar zurück, dessen Beziehung er durch seine Anwesenheit gerettet hatte. Hier lernt er ein 16 jähriges Mädchen kennen, das sich ihn Chris verliebt. Er verlässt jedoch das Camp der Aussteiger, um in Richtung Norden weter zu gehen. Zuletzt lernt er den Armee - Veteranen Ron Franz kennen. Beide freunden sich an. Ron schenkt ihm eine Ausrüstung mit der er in der Wildnis überleben könnte.Im April 1992 tritt Chris seine letzte Reise an.

In Fairbanks / Alaska angekommen, entdeckt er in der Wildnis einen alten, fahruntüchtigen Bus, den er " Magic Bus " nennt. Chris funktioniert das Gefährt zum Wohnobjekt um und lebt dort einige Monate.Nachdem er erkennen musste, dass er keine Nahrung mehr findet, entschließt er sich zur Rückkehr. Weil durch die Schneeschmelze ein angrenzender Fluss stark angestiegen ist, kann er jedoch den Rückweg nicht antreten. Er versucht verzweifelt Nahrung zu finden und ißt dabei Kräuter, mit denen er sich vergiftet. Nach mehreren Tagen im Koma übersteht er die Vergiftung, ist jedoch so geschwächt, dass er später verhungert.

Im Spätsommer 1992 wird er von Elchjägern zufällig im Bus aufgefunden. Sein Leichnam wird überführt und auf Geheiß seiner Schwester, die unter dem Verschwinden von Chris sehr leidet,verbrannt. Seine Asche verstreut die Schwester.  

http://de.wikipedia.org/wiki/Into_the_Wild

Dass der Regisseur Sean Penn nicht viel mit dem typischen amerikanischen Leben und Werten am Hut hat, zeigt sich in diesem hervorragend gemachten Film häufiger als gewohnt. Penn gelingt es neben der beißenden Gesellschaftskritik, die Sehnsucht junger Menschen nach einem unabhängigen Leben und die Grenzen dieses Verlangens gegenüber zu stellen. Neben phantastischen Landschaftsaufnahmen, wird immer wieder in der bisherigen Biographie des jungen Chris herum gewühlt, dessen Kindheit und Jugend von unzähligen Lebenslügen seiner Eltern geprägt ist. Der Vater, ein durchaus erfolgreicher Ingenieur der NASA floh aus seiner ersten Ehe und heiratete erneut, ohne geschieden worden zu sein. Seinen Stiefbruder hat Chris indes nie kennengelernt. Die Mutter unterwirft sich trotzt einer miserablen Ehe mit Gewaltexzessen des Vaters, diesem, weil sie materielle Absicherung vorzieht.

Christopher McCandless: Emile Hirsch
Billie McCandless: Marcia Gay Harden
Walt McCandless: William Hurt
Wayne Westerberg: Vince Vaughn
Rainey: Brian Dierker
Jan Burres: Catherine Keener
Carine McCandless: Jena Malone
Ron Franz: Hal Holbrook
Tracey: Kristen Stewart

Regie: Sean Penn


Ein exzellent gedrehter Film mit realem Hintergrund über die Vereinigten Staaten im letzten Jahrzehnt vor dem Millennium. Alle Male als Wiederholung geeignet.                                                                                                                                                                  
Cat Stevens: " Father and Son " aus dem Jahr 1970. Album: " Tea For The Tillerman ".

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