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Dienstag, 22. April 2014

" Lingua Mortis Orchestra " Feat. " Rage ": Wenn Klassik auf Schwermetall trifft.


Musikalische Experimente bergen immer ein hohes Risiko in sich. Wie andere Versuche im menschlichen Leben natürlich auch. Sie können nämlich voll in die berühmte Büxe gehen.
Wenn Rock auf Klassik, Klassik auf Hardrock oder auf Pop trifft, dann mag jene Mischung für die Ohren eines undogmatischen Musikfreundes durchaus hinnehmbar sein.
Wenn jedoch " Heavy Metal " auf Klassik trifft, dann könnte es schief gehen. So war es denn wohl auch am 3. August des letzten Jahres ab 0.30 Uhr auf der " Black Stage " in Wacken.

Jenem - inzwischen zu einem absoluten " Muss " für jeden Anhänger der Metall - Musik in Live - Form gewordenen Veranstaltung, hoch oben im nördlichsten Bundesland dieses, unseres Landes.
Was vor mehr als 23 Jahren am 24. und 25.August 1990 auf einer großen, grünen Wiese mit nahezu unbekannten Bands ausprobiert wurde, etablierte sich im Verlaufe der Jahre zu einer festen Größe im Festival - Zirkus.

Wacken!

In der Zeit von Donnerstag, den 1. August 2013 bis Samstag den 3. August 2013 trafen sich folgende Gruppen, um in Wacken Musik zu kredenzen:

 http://www.wacken.com/de/woa2014/main-history/history/woa-2013/running-order-2013/

Nun, inzwischen haben auch weltbekannte Band, wenn auch in völlig anderen personellen Zusammensetzungen die Wackener Bühnen betreten. Was einst eher undenkbar, vielleicht auch nicht erwünscht war, gehört seit Jahren zum guten Ton in der schleswig - holsteinischen Provinz.
Wenn Wacken ruft, erscheinen nicht nur 80.000 Zuhörer und Besucher, sondern auch Truppen, wie " Deep Purple ", " Motörhead " oder " Rammstein ", die den Volkssänger Heino im Schlepptau hatten. Auch die Band des genialen Gitarristen Uli Jon Roth war zu Gast. Dann der Horror - Rentner Alice Cooper nebst Begleitung.

Und der trat eben am letzten Tag, den Samstag kurz vor Mitternacht auf.

Danach folgte ihm auf der so genannten " Black Stage " eine Metall - Gruppe, die 1984 ins Leben gerufen wurde: " Rage " ( übersetzt. Wut ).Die Band spielte vor 19 Jahren ein Album ein, das sie " Ligua Mortis Orchestra " titulierte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lingua_Mortis

Das Trio hatte sich zu der Live - Version jenes musikalischen Experiments mit dem  Prager Orchestra auf zweier, dazu noch schwarz - bedresste, weibliche und einer männlichen Verstärkungen der Sangeskunst gebaut..

Der Versuch, hammerharte Verstärkermusik mit klassischen Instrumenten unter einem Hut zu bringen, ist so neu nicht. " Deep Purple " hat es vor mehr als 44 Jahren probiert; " Metallica " vor knapp 15 Jahren mit dem Doppelalbum " S & M 1 " auch.

Über Musikgeschmack lässt sich immer streiten. Deshalb sind beide Versuche sehr unterschiedlich bewertete worden. Gelinde gesagt: Die eine Fraktion hat die Projekte in den blauen Himmel gehoben, die andere wiederum in der Luft zerrissen.

Nun als ein solches Projekt stand das verstärkte Trio von " Rage " mit einigen Streicher, Bläsern und einer ergänzende Sängerin auf der Wackener Bühne. Die schwarze Nacht war indes hell erleuchtet. Und " Rage " gaben sich sichtlich alle Mühe, nicht das zu tun, was die Kritiker den Mannen um James Hatfield 15 Jahre vorher um die noch Haar bedeckten Ohren gekloppt hatten, nämlich mit den verstärkten elektrischen Instrumenten zusammen mit den Schlagzeug - Turm  alles andere an Tönen nieder zu machen.

Leider gelang dieses auch " Rage " nicht und so zeigen sich Ohrenzeugen des einstigen Auftritts in Wacken sichtlich überrascht, als der Spartenkanal ZDFKultur, das einstündige Spektakel in einer Sahne mäßigen Sound - Qualität sendete.
Dass ein derartiges Projekt im Rahmen einer OA - Veranstaltung keinen Opern - Klang hergeben kann, dürfte selbst dem Kritischten unter allen Kritikern solcher " Crossover " - Musikwerke klar sein.

Indes " Rage " ist nun mal kein unbeschriebenes Blatt. Wer 21 Alben im Laufe seiner Existenz als Schwermetall - Band veröffentlicht, hat´s eben drauf. Das sah auch der Moderator der einstigen " Monday Evening Show " bei BFBS so und spielte die " Rage " - Alben mit einer Selbstverständlichkeit, als habe es vor ihm die britischen Lästermäuler zu dem angeblichen " Krautrock " - Gewummere nie gegeben.
Recht so! " Rage " haben es - trotzt aller Umbesetzungen innerhalb der mehr als 28 Jahre - absolut verdient:




1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

Das ist sicherlich gelungen, hat Niveau und es gibt in diesem Sektor sicherlich viel mehr Rohrkrepierer als die Kollaboration zwischen Rage und dem LMO. Mich persönlich hat an Rage immer Peavys Gesang genervt, weshalb ich allerdings nicht komplett damit warm werde, aber das ist nur ein bescheidener subjektiver Eindruck, Geschmackssache eben.