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Sonntag, 18. Mai 2014

Apfel - Holunderblüten - Gelee: Einfach köstlich!



 Der eher milde Winter 2013 / 2014 ließ dem Frühling beinahe 3 Wochen länger Zeit, um seine eigentlich Aufgaben, die Begrünung von Wald, Wiesen und Garten voran zu treiben. So kommt es nicht von ungefähr, dass in unserem kontrollierten Wildwuchs - Refugium auch jenr Vertreter sich erneut prächtig entwickelte, der zu den Moschuskrautgewächsen zählt: der Sambucus oder Holunder.

http://de.wikipedia.org/wiki/Holunder

Aufmerksam beobachteten wir, wie sich das grüne Blattkleid von Tag zu Tag weiter entwickelte, bis dann nach einigen Wochen die ersten zarten Blütenstände, die sich dann Schirm artig ausbreiten entstanden. Als dann die ersten weißen Blühten sichtbar wurden, hielten wir kurz Familienrat, um dann zu beschließen, diese abzuernten.

Ich begab mich Mitte der letzten Woche mit einer Haushaltsleiter, einer Gartenschere und einem Baueimer bewaffnet in den Kampf um jene Rispen, die noch weit oben innerhalb des Blätterdaches zu sehen waren. Nachdem die ersten Blütenstände im Eimer gelandet waren, wurde ich eifriger und mutiger. Ich stellte die Holz - Haushaltsleiter, deren bessere Tage noch zu DDR - Zeiten waren, direkt unter den Holunderstrauch und stieg bis auf das letzte Leiterelement. Zügig zog ich an den Zweigen des Strauchs herum und knipste dann die weiteren Blüten ab.

Behaarlichkeit zahlte sich auch hier aus, denn der 10 Liter - Gummieimer füllte sich zusehends. Nachdem ich die alte Holzleiter wieder weiter unter den Strauch geschoben hatte, ich die letzte Sprosse erklomm und mich schräng in den Strauch hinein wandt, knackte es unter mir fürchterlich und in Bruchteilen von Sekunden verlor ich den Halt. Mit einem undefinierbaren Grunzlaut landete ich zwischen Leiter und Strauch auf den Boden der Tatsachen. Viel größer als das Hämatom auf dem rechten Gesäßteil war der Schreck, den ich zunächst davon trug.

Doch aufgeben gilt nicht. Ich füllte unter Einsatz meines weiteren Lebens den schwarzen Eimer mit den weißen Blütenständen und brachte diesen zusammen mit den übrigen Utensilien in das Haus zurück. Nachdem ich die Blütenstände von den kleineren Blättern befreit hatte, legte meine bessere Hälfte die Gesamtausbeute in einen großen Bratentopf und legte diese in 3 Liter handelsüblichen Apfelsaft ein. Hinzu kamen dann noch drei Zitronen, die in dünnen Scheiben geschnitten, den Sud aromatisch schmecken lassen.

Nach 24 Stunden fischten wir dann die Blütenstände wieder heraus, in dem der Sud durch ein Sieb in einen großen Kochtopf geschüttet wurde. Die Flüssigkeit wurde dann mittels Liter - Gefäßes abgemessen. Wir erhielten zirka 3,5 Liter Sud. Dann kam dieser in einem Kochtopf und wurde mit 3 1/2 Päckchen = 1.750 Gramm Gelierzucker angereichert. Nach 4 Minuten langem Aufsieden der Apfel - Holunderblüten - Flüssigkeit fügte ich eine Hand voll abgeknipste Holunderblüten in den Sud, ehe dieser mittels Schöpfkelle in zuvor ausgewaschene Industriegläser mit Deckel und Schraubverschlüssen und von unterschiedlicher Größe abgefüllt werden konnte.

Meine bessere Hälfte platzierte die Gläser kopfüber auf ein ausgelegten Leinentuch und ließ sie dort einige Stunden erkalten. Dann drehten wir die Gläser herum, klebten mit einem Prit - Stift im Internet ausgedruckte Marneladen - Etiketten herauf und beschrifteten diese mit:
" Holunderblüten - Gelee ". Exakter müsste es jedoch heißen: " Apfel - Holunderblüten - Gelee ".
Fertig - Lecker - ab in den Keller!

Hier nochmal das Rezept:

Junge Holunderblüten pflücken
Blüten von Blättern befreien
Handelsüblichen, eher preisgünstigen Apfelsaft besorgen
Zitrone in dünne Scheiben schneiden und hinzugeben
Holunderblüten mindestens 24 Stunden in den Apfelsaft in einem Topf ziehen lassen
Holunderblütensud durch ein Sieb in einen weiteren Topf abtropfen lassen

Flüssigkeit abmessen und Gelierzucker zusammen mit dem Sud in einem Topf erhitzen
Auf 1 Liter Flüssigkeit kommt 750 Gramm Gelierzucker
Flüssigkeit unter ständigem Rühren 4 Minuten sieden lassen.

Sud dann mit einer Handvoll abgeknipsten Holunderblüten bedeckten
Flüssigkeit mit Schöpfkelle in Gläser einfüllen
Vorsichtig beim Anfassen! Gläser sind sehr heiß!

Gläser auf den Kopf stellen und kalt werden lassen
Nach Erkalten umdrehen, mit Etiketten bekleben und beschriften.

Fertig! Einfach nur köstlich!  

1 Kommentar:

Octapolis hat gesagt…

klingt sehr, sehr lecker!!