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Mittwoch, 25. Juni 2014

Christine Haderthauers Konzept der wundersamen Geldvermehrung und das bayrische Märchen aus 1001 Nacht.


Wer in der einstigen westdeutschen Teilrepublik zu den in den frühen 1960er Jahren Geborenen zählt, hatte es zunächst nicht leicht, denn diese Jahrgänge gehören gemeinhin zu den " Babyboomern ". Es waren viele, so viele, wie es in der Tierwelt nur den Karnickeln, Katzen oder Hunden vorbehalten bleibt, um die eigene Art nicht aussterben zu lassen. Die Fertilitätsrate war hoch, sehr hoch sogar. Das lag unter anderen daran, dass es den Westdeutschen wieder gut ging. Die WiWu - Dekade strahlte immer noch in die Muff - Stuben der Adenauer - Ära ab, auch wenn der Kanzler bald Erhard heißen sollte.

Mit den berühmt - berüchtigten drei K´s kam die Durchschnittsfamilie im Westen des geteilten Landes überwiegend gut klar. Doch es gab auch hier schon erhebliche regionale Unterschiede. Die armen Bundesländer, wie Schleswig - Holstein, Niedersachsen oder auch Bayern ( ja, das war damals noch so ) wurden durch den Länderfinanzausgleich mit vielen Hundert Millionen harter DM aufgepäppelt. Insbesondere im Hohen Norden waren die meistens Armen zu finden. Hier gab es neben der Landwirtschaft, dem Schiffsbau oder dem Tourismus nicht viele andere Arbeitsstellen.
Die Regionen in diesem Land zählten noch viele Jahre als Fördergebiet II.
Wer hier hinein geboren wird, der muss kämpfen, um aus der Masse der Karnickel heraus zu laufen. Man/ Frau muss lernen, besser zu sein, als die anderen Mitstreiter um die Fleischtöpfe, um die Moneten, die es zu verdienen gilt, damit der eigene Lebensinhalt nicht so trist verläuft, wie der der weidenden Kühe auf den unendlich weit ausladenden, grünen Wiesen, umringt von vielen Deichen.

Als am 11. November 1962 im damals, wie heute, eher beschaulichen Provinzstädtchen Neumünster ein Mädchen mit dem Namen Christine Cuntze geboren wurde, waren die Lebensbedingungen dort nicht sehr leicht. Der Wirtschaftsboom in den Adenauer - Restaurationsjahren zog in vielen Regionen des nördlichen Bundeslandes, dass auch für flache, weite, grüne Gebiete, in denen sich lediglich ein handvoll Höfe befinden bekannt ist. weitestgehend vorüber.      
Es herrschte noch eine hohe Arbeitslosigkeit; es gab eine Verwaltung, in der Ex - Nationalsozialisten das Sagen hatten und es wurde stramm CDU gewählt.
Die Schwarzen in Schleswig - Holstein ( einstiger Slogan: " Meer umschlungen ) wechselten sich alsbald mit der SPD beim Regieren ab.

Die Familie Cuntze zog es 1964 deshalb wohl nach Bayern. Nicht in die Provinz, wo die Kühe, wie in den schleswig - holsteinischen Landesregionen auch, alle Male schöner sind als die Frauen, sondern in das großstädtische München.
Klein Christine besuchte die Volksschule, dann das Gymnasium in Ludwigshafen am Rhein und begann schließlich 1981 in Würzburg ein Studium der Rechtswissenschaft aufzunehmen.
 Dieses schloss sie bis 1990 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab. 
1985 heiratete sie Hubert Haderthauer, der mittlerweile Leitender Landgerichtsarzt in Ingolstadt ist.

Nach dorthin zog die Familie 1991. Haderthauer ließ sich zur Rechtsanwaltschaft zu und betreibt seit 2002 eine eigene Kanzlei. Sie erwarb die Zusatzqualifikation als Fachanwältin für Arbeitsrecht.
Mutter Christine ( das Ehepaar Haderthauer hat zwei Kinder ) gelangte dann in die Politik. Natürlich wurde sie CSU - Mitglied und verfolgte hier eine politische Karriere; bishin zur Landesministerin und Staatsministerin sowie Leiterin der Bayrischen Staatskanzlei im Kabinett Seehofer. Vom Parteivorsitz der CSU trat sie 2007 zurück, nachdem die Partei massive Stimmenverluste erlitten hatte.

Und während die einstige Flachländerin im blau - weißen CSU - Katholiken - Staat an ihrere Politkarriere feilte, statt sich mit profanen Arbeits - und Familienrechtsfällen befassen zu müssen, kam ihr und ihrem, fest im CSU - Beamtenstaat sitzenden Sattel, Göttergatten die glorreiche Idee, aus der Not der Anderen, eine Tugend zu machen.

Das Geschäftsmodell der Harderthauers wurde bereits 1990 ins Leben gerufen. Es basiert auf der simplen Idee, Strafgefangene für sich arbeiten zu lassen und den Profit daraus abzuschöpfen. Bei der Haderthauer - Firma, die als GbR mit " Sapor Modelltechnik " firmiert, werden von Strafgefangenen Modellautos zusammengebaut und danach teuer verkauft. 
Die Firma ist inzwischen verkauft worden und unterhält unter diesem Namen eine Internetpräsenz. Dort wird ein Herr Sander als Inhaber geführt.

Frau Haderthauer sollte nun auf Anfrage der SPD - Fraktion im Landtag Auskunft über ihre Funktion in dieser Firma geben. Dieser Verpflichtung kam sie über die Staatskanzlei in München nach. Wie sich aus einem " SPIEGEL " - Bericht ( " DER SPIEGEL ", 28 / 2014, S. 13 ) ergibt, ist die Stellungnahme indes nur unvollständig. Frau Staatsministerin Haderthauer war von dem Zeitpunkt der Firmengründung ( 1990 ) bis Ende 1993 - entgegen der erteilten Auskunft - ebenfalls mit der Geschäftsführung jenes Betriebs befasst.  Dieses ergibt sich aus dem Gesellschaftsvertrag, in dem bei Gründung der Firma drei Teilhaber, darunter auch Christine Haderthauer, als zur gemeinschaftlichen Geschäftsführung befugt, aufgeführt sind sowie aus einer mit dem 7. 10. 1993 erteilten Vollmacht des Ehemannes Dr. Hubert Haderthauer.

Nun, diese juristischen Spitzfindigkeiten würden nicht unbedingt ins Gewicht fallen, wenn es hinter der Herumeierei der Haderthauer keinen konkreten Grund gäbe. Dieser liegt jedoch in der Form vor, dass der als Anstaltsmediziner Haderthauer im Rahmen von ihm befürworteten therapeutischen Maßnahmen von verurteilten Straftätern Automodelle zusammen bauen ließ, die nach Fertigstellung horrende Liebhaberpreise erzielten. Der Fall Eheleute Haderthauer scheint inzwischen nicht nur für die Politik interessant zu werden, denn aus Pressemeldungen geht hervor, dass ein Anfangsverdacht wegen steuerstrafrechtlicher Delikte geprüft wird. 

Pecunia non olet, Frau Staatsministerin.  Oder das Haderthauer´sche Konzept der wundersamen Geldvermehrung als bayrisches Märchen aus 1001 Nacht? 

  
http://ingolstadt-today.de/lesen--strafanzeige-gegen-christine-und-hubert-haderthauer[1375].html


http://www.tz.de/politik/haderthauer-razzia-wegen-modellautos-moeglicher-steuerbetrug-tz-3588027.html


http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Haderthauer

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