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Mittwoch, 18. Juni 2014

O. J. Simpson hinter Schwedischen Gardinen.


Der 17. Juni 1994 war zwar eigentlich kein besonderer Tag. Das übliche Pflichterinnern an den Aufstand in der DDR ist hiervon mal ausgeklammert. Aber sonst gab es nichts, an das sich ein Weltbürger so ohne weiteres erinnern kann. Vielleicht doch: Am 17. Juni 1994 begann die Fußball - Weltmeisterschaft in den USA.

Und dann gab es noch ein Medienereignis dort: Der einstige Football - Star O. J. Sipmson wurde wegen Mordverdachts verhaftet.
Eigentlich kein besonderes Ereignis in den Vereinigten Staaten, wo dank der Waffenlobby jeder Schwachkopf eine Knarre erwerben, besitzen und nutzen kann.

Doch das war nicht die Todesursache der beiden Menschen, nämlich der Ex - Frau von Simpson und deren Bekannten. Sie wurde beide auf bestialische Weise zerstückelt. Unter Mordverdacht geriet sehr schnell der Ex - Mann von Nicole Brown Simpson, der einstige Football - Profi Orenthal James Simpson, geboren am 9. Juli 1947 in San Francisco, Kalifornien.

O.J. Simpson indes lieferte sich 5 Tage nach dem Mord an seiner Ex - Frau und deren Bekannten Ronald Goldman eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. In seinem Ford Bronco  SUV floh Simpson vor den Fahrzeugen der Polizei in Los Angeles quer durch Berly Hills. Ein eigens von einem Fernsehsender genutzter Helikopter folgte der Wagenkolonne und sendete zum ersten Mal Live - Bilder von einem solchen Polizeieinsatz im Fernsehen.

Simpson gab dann auf, ließ sich verhaften und erhielt einen Strafprozess, der ebenfalls im amerikanischen Fernsehen live übertragen wurde.
Der Prozess endete am 3. Oktober 1995 mit einem Freispruch für Simpson.

Trotz des Freispruchs in dem Strafverfahren verurteilte ihn ein Zivilgericht im Februar 1997 zu 33,5 Millionen US - Dollar Schadenersatz an die Hinterbliebenen der beiden Ermordeten. Da Renten - und Pensionsansprüche sowie selbst bewohnte Immobilien in Florida, wo Simpson wohnte, nicht vollstreckbar sind, erhielten die Angehörigen der beiden Opfer zunächst keine Zahlung von Simpson, der diese verweigerte.

Simpson veröffentlichte ein Buch, in dem er die Taten als mutmaßlicher Mörder schilderte. Die geplante Veröffentlichung endete indes in einem Fiasko, da der Vater des ermordeten Ronald Goldman das Simpson - Buch als ein Versuch geißelte, mit dem Tod seines Sohnes und der Ex - Frau Simpson´s auch noch viel Geld verdienen zu wollen.
Der Murdoch - Sender " Fox " sagte daraufhin ein Interview mit Simpson ab, das verkaufsfördern gewesen wäre. Der Verlag rief die bereits ausgelieferten Buch Exemplare zurück.

Ein verändertes Buch Simpson´s erschien dann 2007. Die Rechte und Verkaufserlöse des Buches wurden indes gepfändet und an die Angehörigen sowie einen Insolvenzverwalter übertragen.

Simpson sitz inzwischen im Gefängnis. Er hat 2007 zusammen mit Komplizen zwei Fan - Artikel - Sammler in Las Vegas mittels Waffengewalt gezwungen, die angeblich unrechtmäßig erworbenen Gegenstände heraus zu geben. Hierfür wurde er zu 9 bis maximal 33 Jahren Haft verurteilt.
Seine Strafe verbüßt er im Lovelock Correctional Center in Lovelock, Nevada. Einen Entlassungsantrag kann er frühestens 2017 stellen. 


http://de.wikipedia.org/wiki/O._J._Simpson

Das ist Amerika. Das gibt es nur dort. Für einen Juristen im allgemeinen und Strafrechtler im besonderen in den hiesigen Gefilden, stellt der Fall ein Stück aus dem Tollhaus dar. Nicht nur,  die spektakuläre Verfolgungsjagd und deren Live - Übertragung im Fernsehen, nein, auch der Strafprozess war mehr als nur seltsam.
Dass Simpson anschließend noch von einem Zivilgericht gezogen wird, ist indes nicht so spektakulär. Merkwürdig indes war dessen Verurteilung dort. Wenn er mit den Morden zuvor nichts zu tun gehabt haben soll, weil es ihm eben nicht zu beweisen war, müsste das gleiche Bewertungskriterium auch im Zivilrecht gelten.
Tut es aber nicht, weil hier die Zweifel an der Schuld nicht überwogen.

Das soll ein Laie verstehen?

Nun sitzt er dennoch im Knast und Geld für die Angehörigen beider Toten gab es inzwischen auch.

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