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Mittwoch, 4. Mai 2016

Die AfD und ihr Grundsatzprogramm: Zurück in die 1950er Jahre!



Die " Alternative für Deutschland " ( AfD ) ist schon ein putziger Verein. Zunächst ließ sie sich von dem Mitbegründer  im bürgerlichen Gewande und mit professoralen Habitus ausgestattet, Bernd Lucke, sowie auch solchen neo - liberalen Größen, wie den eisntigen Präsidenten des BDI Henkel, der immer mit hoch rotem Kopf ( Bludruck, Alkohol? ) zu Beginn des jetzigen Jahrzehnts bei den Quasselstrippen Will und Illner saß, führen.
Dann kamen die Dresdner Pegidioten und ihre Anhänger sowie die " Flüchtlingskrise " und gegen den spieß - bürgerlichen Lucke und seine Getreuen wurde die Revolution im Wasserglas geprobt. Der einst ewig klamme Verein " AfD " erhielt breiten Zulauf. Vor allem frustrierte Angehängte aus dem " Beitrittsgebiet ", konnten sich mit den platten, aber durchaus öffentlichkeitswirksamen Thesen zur künftige Funktionsweise des demokratischen Staates und der deutschen Gesellschaft identifizieren.

Die " AfD " driftete in das rechtspopulistische Fahrwasser ab. Dort dümpelte sie - nun unter neuer Führung durch solche Geistesgrößen, wie Petry, Höcke, Gauland - mehr als ein Jahr vor sich hin.

Letzte Woche, nämlich ab dem 30. April 2016 bis zum 1. Mai 2016, gab sich die " AfD " nun endlich ein eigenes Profil und verabschiedete ein " Grundsatzprogramm ". Das ist gut so, denn schließlich möchte auch der politisch interessierte Wähler wissen, mit welchen Damen und Herren er es demnächst zu tun bekommt.

Der Berg kreiste in der baden - württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart und gebar ein 73 -  seitiges, in 14 Haupt - sowie vielen Unterpunkten abgefasstes Leitprogramm. Dieses soll nun helfen, den " AfD "lern die erforderliche Festigkeit zu verschaffen, die diese noch in den künftigen Diskussionen mit ihren Gegner aus und um die etablierten Parteien bitter nötig haben werden.

Was sich dort wieder findet, ist - der neutrale Betrachter hätte es auch nicht anders erwartet - ein Konglomerat an patriotischen, nationalistischen und deutschtümelnden Begrifflichkeiten, gepaart mit populistischen Forderungen. Schon die Präambel lässt er kennen, wessen Geisteskind deren Verfasser sind. Immerhin wird durchgehend behauptet, dass die Partei sich dabei auf dem Boden der rechtsstaatlichen Ordnung bewegen möchte.

Nachdem das Programm die Hauptpunkte, " Demokratie und Grundwerte ", " Euro und Europa ", " Innere Sicherheit und Justiz ", " Außen - und Sicherheitspolitik ", " Arbeitsmarkt und Sozialpolitk " sowie " Familien und Kinder " erläutert, gerät - wie unter bereits der letztgenannte Punkt auch schon - die  " Kultur, Sprache und Identität " vollends zur Slapstick Einlage.

Hier ist zu lesen:


" 7 KULTUR, SPRACHE UND IDENTITÄT


......


 7.2 DEUTSCHE LEITKULTUR STATT MULTIKULTURALISMUS 1

2 Die Alternative für Deutschland bekennt sich zur deutschen Leitkultur, die sich im Wesentlichen aus drei Quellen speist:

erstens der religiösen Überlieferung des Christentums,

zweitens der wissenschaftlich‐humanistischen Tradition, deren antike Wurzeln in Renaissance und  Aufklärung erneuert wurden,

und drittens dem römischen Recht, auf dem unser Rechtsstaat  fußt.

Gemeinsam liegen diese Traditionen nicht nur unserer freiheitlich‐demokratischen Grundordnung zugrunde, sondern prägen auch den alltäglichen Umgang der Menschen miteinander, das Verhältnis der Geschlechter und das Verhalten der Eltern gegenüber ihren Kindern.
Die Ideologie des Multikulturalismus, die importierte kulturelle Strömungen auf geschichtsblinde Weise der einheimischen Kultur gleichstellt und deren Werte damit zutiefst relativiert, betrachtet die AfD als ernste Bedrohung für den sozialen Frieden und für den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit.

Ihr gegenüber müssen der Staat und die Zivilgesellschaft die deutsche kulturelle Identität als Leitkultur selbstbewusst verteidigen. "

Zitatende - aus:

https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/03/Leitantrag-Grundsatzprogramm-AfD.pdf



Was die " AfD " darunter subsumieren möchte, ergibt sich sodann aus den vielen Unterpunkten:


7.3 DIE DEUTSCHE SPRACHE ALS ZENTRUM UNSERER IDENTITÄT

7.4 KULTUR UND KUNST VON STAATLICHER EINFLUSSNAHME 5 BEFREIEN

7.5 WIDER DIE POLITISCHE KORREKTHEIT: REFORM DES ÖFFENTLICHEN RUNDFUNKS IST ÜBERFÄLLIG


Aha, die " Staatsmedien ", die weder de facto, noch de jure, solche sind, es auch nicht werden sowie nie sein dürfen, sollen vom " ideologischen " Ballast der " politischen Korrektheit " befreit werden.

7.6 DER ISLAM IM SPANNUNGSVERHÄLTNIS ZU UNSERER FREIHEITLICH‐DEMOKRATISCHEN WERTEORDNUNG


Und - quasi als Knallbonbon - heißt es unter Punkt 7.6.1.:


DER ISLAM GEHÖRT NICHT ZU DEUTSCHLAND

Was danach hierzu ausformuliert wurde, ist an rassistischem Vokabular nur von den Neo - Faschisten zu überbieten.

So zeigt sich eben doch, was hinter der Fassade des demokratischen Nationalismus steckt: Reine Rassenlehre.
Wein der Islam in seiner gelebten, laizistischen und nicht radikalen sowie nicht indoktrinativen Weise, nicht zu dem Bestandteilen der bundesdeutschen Gesellschaft zählen soll, muss das Grundgesetz geändert werden. denn Artikel 4 Absätze 1 und 2 sehen die freie Ausübung des Glaubens vor.

Die " AfD " und die dortige Pegidioten - Fraktion hat sich hier erneut als eine Partei der Volltrottel geoutet. Offensichtlich geht es aus ideologischen Gründen heraus, nur den islamischen Glauben anzuprangern und auszugrenzen. Was aber ist mit den Sekten, wie den Scientologen, den Kreativisten oder straff geführten Kirchen, wie  den Zeugen Jehovas?

Sie werden offensichtlich rein gewaschen. So, wie es in den restaurativen Verblödungsjahren der Adenauer - Erhard - Ära der Fall war, als jedwedes Anderssein mit den repressiven Organen der Staatsmacht und zudem durch gesellschaftlicher Ächtung unterdrückt werden sollte.

Wie war das noch gleich zu dieser Zeit mit dem Lügengebilde der " Sauberkeit " im Haushalt und der Wäsche:




Zurück in die Vergangenheit - auf den braunen Socken der " AfD ".

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