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Freitag, 13. Mai 2016

Krass - übelst - weiß nicht, keine Ahnung! Oder: Warum die Dauergespräche immer wieder auf die Nerven gehen.



Das Wochenende steht vor der Tür. Und dieses Mal ist auch noch Pfingsten. Das bedeutet: Es gibt einen Tag mehr zur Erholung von dem grauen Alltag, Dieses gilt allerdings nicht für alle Bevölkerungsgruppen. Unter uns ist nämlich eine zunehmende Zahl von Sonn - und Feiertags - sowie auch Schichtarbeitern, deren Tätigkeit auch an diesen Tagen nicht ruht.

Dieses gilt nicht für die mehr als eine Millionen Studentinnen und Studenten, die sich bereits gestern in Richtung Heimreise begeben durften, sofern sie nicht mit Klausur - oder Prüfungsvorbereitungen beschäftigt sind.

Diese schwere Bürde schienen jene vier Herren Studiosi, die sich am Freitagnachmittag in der Regionalbahn von Zwickau nach Dresden befanden, tragen zu müssen, denn jene künftigen ( oder auch nicht ) Akademiker unterhielten sich während der ansonsten eher öden Fahrt lauthals über ihre Studienprobleme und mehr.

Ein Basar in einem arabischen Land war eine leise Veranstaltungen gegen das, was die vier Heeren der Schöpfung in dem Bahnabteil aufführten. Eine selbst darstellerische Veranstaltung rund um sich selbst, wie sie eigentlich nur von jenen Wichtigtuern zu erwarten ist, die mit dem Mobilphone in der rechten Hand in irgendeinem Supermarkt vorgeben, absolut souverän, den Einkauf erledigen zu können, obwohl sie dabei überdeutlich vernehmbar mit ihrer Ehefrau oder Lebenspartnerin telefonieren. Spinner also, deren Minderwertigkeitskomplexe nicht nur im Hirn, unter dem sich deutlich spannenden Hemd, sondern auch in der Hand auszuwirken scheinen. Immerhin stemmen diese lästigen Kunden zeitgleich drei wichtige Säulen des Haushalts, nämlich den Lebensmitteleinkauf, der Vergewisserung, dabei die richtigen Artikel im Einkaufswagen platziert zu haben und zudem die abgewandte Gefahr, von der zu Hause wartenden Herzallerliebsten einen kräftigen Einlauf wegen falsch gekaufter Artikel zu erhalten. Eine wahrhaft akrobatische Leistung besteht zudem darin, quasselnd, mit dem Handy in der rechten Hand, dann noch mit der linken Pfote den richtigen, die von der Haushalts - Managerin geforderte Ware in den Metallwagen einzulegen.

Nun, jene vier Herren werden wohl keinen Pfingst - oder Wochenendeinkauf zu tätigen haben, denn die notwendige Übel hat " Mutti " zuvor für sie erledigt.
Und dennoch hörten sich die geführten Gespräche des Selbstdarsteller - Quartetts nicht gerade euphorisch an. Die Welt, das eigene Leben, die Ausbildung, sie sind nur ein einziges Übel. Nicht deshalb, weil von den mehr als 8 Milliarden Erdenbürger, mehr als die Hälfte über keine Trinkwasserzufuhr verfügt und ein Drittel davon hungern muss sowie die Mehrheit in materieller Armut und zudem ohne Bildungsmöglichkeiten dahin vegetiert. Nein, das Übel des eigenen Lebens liegt darin, dass in dem hinein geborenen, gesicherten Umfeld, dann doch alles übelst ist. Einfach, nur so. Übelst eben. Die Anforderungen in einer Klausur sind übelst. Das Hin . und herpendeln von Muttis Hotel zum Studienort ist übelst. Auch die Studieninhalte und die Studienbedingungen sind übelst.

Und dann fiel ein weiterer Begriff im Zusammenhang mit Erlebten im überschaubaren Mikrokosmos der Herren Studiosi. Das Wort " krass " wurde in nahezu inflationärer Weise genutzt. Da war die Durchfallquote bei den Klausuren krass. Die schlechten Noten wirkten sich auch krass auf den eigenen Durchschnitt aus und krass war auch die Reaktionen der strengen Professoren dabei.
Es war eben alles zu krass, um es wirklich zu verstehen, dass ein Studium kein Aldi - Einkauf sein kann. Auch nicht in Sachsen.

Dann brüstete sich einer der Sabbeltaschen auf dem vorliegenden Vierersitzen damit, dass sein Auslandspraktikum ihn mit Tieren zusammen geführt habe. Ob es nun Elefanten Giraffen oder Nashörner gewesen sein könnten, können er nicht sagen. Irgendwelche Tier seien es eben gewesen. Während seines Dozierens über jene Auslandstätigkeit hatte er dann jeden der Nebensätze mit dem Zusatz " weiß nicht " und " keine Ahnung " beendet.
 Keine Ahnung! das wird es wohl sein. Wenn diese Bachelor - Absolventen dann eines Tages auf den Arbeitsmarkt drängen sollten, wird in einem Interview oder altdeutsch formuliert: in einem Bewerbungsgespräch hoffentlich nicht dieses floskelhafte Gelaber zu hören sein. denn: Mit " krass ", " übelst " und vor allem " weiß nicht, keine Ahnung ", wird sich ein Personalchef nicht beeindrucken lassen.

Und so können jene, sich lauthals und zur allgemeinen Belustigung der übrigen Fahrgäste, unterhaltenden Heeren Studenten, vielleicht in übelster Form das eigene Leben beschreiben, das von ihnen auch Leistungen abverlangt, die im krassen Missverhältnis zu den hohen Ansprüchen im späteren Beruf stehen und zudem erkennen lassen, dass es mit dem Wissen und der eigenen Ahnung nicht weit bestellt ist.

Oder, um es in die Worte des Philosophen und Wissenden Griechen Sokrates zu kleiden:

" Ich weiß, dass ich nichts weiß ".

Bei dieser weisen Erkenntnis würde jedes dümmliche Gesabbel in der Öffentlichkeit sofort verstummen.

Gut´s Nächtle mit: " Nirvana " und " Talk to me ":








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