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Freitag, 17. Juni 2016

Ist duplo die wohl längste Praline der Welt?



Pünktlich zum EM - Auftakt am 10. Juni 2016 lässt sich der Ferrero - Konzern mit seinem Sitz in Frankfurt am Main (  https://de.wikipedia.org/wiki/Ferrero_(Unternehmen )zu seinem Produkt mit dem schönen Namen " duplo " wieder einmal etwas Besonderes einfallen. Er senkt zum Teil die Preise für die 10er - Packung drastisch.
Allerdings nur für jene Chargen, die auf das Großereignis in Frankreich zugeschnitten sind. Denn hier werden jede Menge Gewinne ausgelobt.

Da stand ich nun vor dem Regal mit den Süßigkeiten und erkannte messerscharf, dass der Diskonter die Preise für jene Schokoladenriegel namens duplo um sage und schreibe 31 % herunter gesetzt hat. Statt der längst üblichen 1,99 Euro für ein 10er - Pack, kostete die Nougat - Keks - Köstlichkeit nur noch 1,39 Euro. Also: Nichts wie hingelangt und mitgenommen!

Und während ich das Schnäppchen, das Super - Sonderangebot, auf den Kaffee und das Katzenfutter platzierte, erinnerte ich mich an die erste Begegnung mit dem köstlichen Schokoriegel im Jahr 1965, als ich während eines Aufenthalt im Schullandheim " Blinkfuer " auf der ostfriesischen Insel Wangerooge, an einem Holz - Kiosk, der am Rande des Ortes lag,  regelmäßig für einige Pfennig Naschereien kaufte. So lange, bis meine  5 DM Taschengeld ausgegeben waren. Die restlichen Tage musst ich ohne süße Nahrung auskommen. Mein Schulkollege indes kaufte sich nach wie vor vom Kiosk Lakritze, Gummibärchen und Schokolade. In seiner Tasche lagen Nappos, Lakritzschnecken und Kaugummi en masse. Doch mich interessierten eher die Schokorigel, die duplos, die er ganz unten in der Tasche liegen hatte. Und - das ist strafrechtlich längst unter die Verfolgungsverjährung zu subsumieren - schwupp, verschwand ein duplo in meinem Mund. Einen Tag später noch ein weiterer Schokoladenriegl und den folgenden Tag noch ein drittes duplo. Bis mich dann der einstige Klassenlehrer H. ansprach und andeutete, dass ich an der Tasche meines Schulkollegen eben nichts zu suchen hätte. Ich bestritt natürlich die infame Beschuldigung. Und log mich aus der misslichen Situation heraus. Der Lehrer H. nahm mir mein Märchen ab.

Mein Schulkollege war der Sohn eines selbständigen Kaufmanns in Bückeburg. Seine Mutter hatte sich nach Kriegsende irgendwann mit einem farbigen Soldaten, einem GI in einer hessischen Garnisionsstadt, eingelassen, wurde in den 1950ern schwanger und zog aus der Stadt weg, in die Provinz. Hier heiratete sie einen wesentlich älteren Mann aus Bückeburg, den Kaufmann K., der auf der Lange Straße ein Feinkostgeschäft betrieb. Er nahm das Kind an und so besuchte der Sohn von K. mit mir die Herderschule in Bückeburg.

Weil die anderen Mitschüler den Sohn K. wegen seiner dunklen Haut mieden, setzte der Klassenlehrer H. uns einfach zusammen. Ich freundete mich nach und nach mit K. an. Bis eben zu jenen tagen auf Wangerooge. Danach sprach K. kein Wort mehr mit mir.

Später hatte ich die duplo - Schokoriegel wieder vergessen. Bis irgendwann in den 1990ern die Werbung für duplo als " wohl längste Praline der Welt " aufkam. Sie war in den vielen privaten Sendern beinahe jeden Tag zu sehen. Danach kaufte ich mir wieder duplo - Riegel, die statt 10 Pfennig, wie in den 1960ern, nun 2,49 DM für 10 Stück kosteten. Inzwischen wird für das 10er - Päckchen  dieser Preis in Euro verlangt.

" Die wohl längste Praline der Welt " wurde in den vielen Jahren immer teurer, obwohl sich an ihrer Zusammensetzung, der Rezeptur oder Mixture nichts geändert hat. Nur das Gewicht je Riegel ist reduziert worden. Statt der 20 Gramm je Riegel, die es ab der Einführung der Köstlichkeit 1964 für einen Groschen zu kaufen gab, sind es nur noch 18,2 Gramm im 10er Pack. Nach Aufhebung der gesetzlichen Regelungen in Form der Fertigverpackungsverordnung und der Schokoladen - Gewichtsverordnung sind auch hier Fanatsie - Mengenangaben erlaubt, sofern die so genannte Nennfüllmenge für den schon irritierten Verbraucher sichtbar benannt ist.

Auch der duplo - Riegel in der - eher nicht so köstlichen - Zartbitterschokoladen - Variante wurde ab 2009 durch den Ferrero - Konzern auf den heiß umkämpfte Markt geworfen. Darüber hinaus hat der Hersteller ab 2013 eine zweite Variante in Form des Weißschokoladen - Riegels im Angebot.

Nun, die kleine, aber dafür mächtige Kalorienbombe - denn duplo besteht zu 83,9 % aus Zucker und Fett - konnte vor zwei Jahren seinen 50ten feiern. Die als Schutzname eingetragene Urform schmeckt immer noch und vor allem auch in den Sommermonaten, wenn bei 30 Grad hohen Außentemperaturen die Schokoladen - Artikel denn eher als Eisüberzug gekauft werden.

Einst stellte ich mir die existenzielle Frage, ob der duplo ( der Name wurde in Anlehnung an das lateinische Wort duplex oder duplus = doppelt kreiert ) nun tatsächlich die wohl längste Praline der Welt sein kann; so, wie es in den 1990ern in der Brüll - Müll - Werbung bei den privaten TV - Sendern eingebläut wurde?
Da natürlich in den Medien dieser Frage nachgegangen wurde, steht längst fest: Nein, duplo ist nicht die wohl längste Praline der Welt. Schon deshalb nicht, weil der Schokoriegel nicht unter dem Begriff Praline einzuordnen ist und mit der oft alles entscheidenden Länge hapert es auch, denn es gibt - nachgewiesener Maßen - noch längere Pralinen zu kaufen.

Der Ferrero - Konzern bewirbt seine Leckerei seit vielen Jahren nicht mehr mit dieser Suggestivfrage, sondern lässt sich im Turnus von 2 Jahren zu dem Fußball - Turnieren neue Aktionen einfallen.

Doch immer, wenn ich vor einer Auslage mit dem bekannten duplo - Packungen in schwarz, weiß und rot stehe, fällt mir dieser Werbe - Gag ein. Warum wohl?
Vielleicht deshalb, weil andere Nascher die Nougat - Nuss - Schokoladen - Waffel deswegen auch kennen und die Sonderangebote derer, schon bald ausverkauft sind?  Oder, einfach nur deshalb, weil duplo eben duplo ist und köstlich - auch beim Fußball glotzen - schmeckt?

Da bemerkte ich - eher zufällig - beim zärtlichen Hochheben der 10 verpackten Kalorienbomben, dass auf der Rückseite der Papp - Box doch glatt ein Sicherungsetikett aufgeklebt war. Hääh?  Warum das? Für 1,99 Euro bis 2,49 Euro als Verkaufspreis? Angeblich soll die Einbruch - und Diebstsahlsquote seit Beginn der Grenzöffnungen und der so genannten Flüchtlingskrise dramatisch in die Höhe geschnellt sein. Ein Sicherungsetikett als präventive Massnahme zum Vermeidung des kollektiven duplo - Klaus in den Supermärkten, also. Dort soll es in unserem schönen Freistaat - und dieses noch weit vor dem bayrischen Bruder - doch Bürgerwehren und selbst ernannte Privatschutzmänner, also Zivil - Schupos - geben. Ob die dann auch beim duplo - Diebstahl hart durchgreifen? Zu schützen ist ja hier nicht Leib und Leben, sondern nur die wohl längste Praline der Welt; und da können die rechten Bürgerwehr - Rambos auch nicht mit halten.















https://de.wikipedia.org/wiki/Duplo_(Schokoriegel)



Dazu: Natürlich " Hot Chocolate " und dat " Sexy Thing " ( leider nur als mäßiger Live - Auftritt aus 1976, weil die GEMA - Griffel auf die Schokoladenseite liegen ):





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