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Dienstag, 28. Juni 2016

Sebnitz, Zwickau, Heidenau: Kein gutes Pflaster für " Volksverräter!



Der Bundespräsident ist bekanntlich ein so genanntes Verfassungsorgan. Die Bundeskanzlerin gleichfalls. Der Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz nicht, obwohl er gleichsam einen Eid geschworen hat, diesem, unserem Land, nicht nur treu zu dienen, sondern auch Schaden von ihm abzuwenden.

Als der Bundespräsident Joachim Gauck am 26. Juni anlässlich des Deutschen Wandertags in Sebnitz, Sächsische Schweiz, erschien, wurde er von Demonstranten mit den Worten " Hau ab! " sowie " Volksverräter " beschimpft. Dieses ist und bleibt kein Einzelfall.

Als der Bundesminister Heiko Maas anlässlich der Mai - Kundgebung in Zwickau vor den Anwesenden eine Rede halten wollte, wurde er mit dem gleichen Vokabular nieder geschrieen. Maas rastete dabei aus und verließ genervt die Kundgebung.

Als die Bundeskanzlerin aufgrund der vorherigen Krawalle wegen der Errichtung einer Asylunterkunft im sächsischen Heidenau erschien, wurde sie von einer Gruppe Demonstranten wüst beschimpft und als " Volksverräterin " tituliert sowie in einer Fäkalsprache beleidigt.

Flugs hatten die Medien die Verursacher jener Pöbeleien ausfindig gemacht, Es sollen jeweils so genannte Rechte gewesen sein, die ihren Unmut über die Politiker zum Ausdruck brachten. Doch, was sind oder besser, wer sind die Rechten, die sich lautstark und in abfälliger Weise gegen die Volksvertreter zu Wort melden?

Der Salon - Konservative Jan Fleischhauer, seines Zeichens auch " SPIEGEL " - Redakteur, suchte in einer Kolumne nach Erklärungsansätzen. Er fand keine, wies jedoch zutreffend daraufhin, dass diese Art von Protest bereits in den Endsechzigern und den beiden Folge - Dekaden üblich war. Einst zogen Tausende gegen die Große Koalition in Bonn auf die Straße, dann gegen Atomkraftwerke und auch die Startbahn West des Frankfurter Flughafens; aber auch gegen andere Großprojekte, Auch die " Friedensbewegung " war eine solche Protestbewegung. Papa Staat zog in den meistens dieser Fälle blank und ließ die Gummiknüppel sausen, die Wasserwerfer spritzen und die Hunde - und Reiterstaffeln der Polizei agieren.

Nun, sollen es statt der angeblich und ausschließlich Linken, die damals rebellierten, also vermeintlich Rechte sein, die herum pöbeln. Sind es wirklich nur Rechte oder sind es nicht eher Dauer - Frustrierte, deren eigenes Leben längst nicht mehr mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung Schritt hält? Sind es nicht solche Menschen, die sich von den Parteien, deren Politiker und ihren beschönigenden Reden, längst nicht mehr vertreten sondern eher verraten fühlen?

So kann ein Politiker nicht verstehen, warum ein Bürger ihn und diese Gesellschaft sowie das Wirtschaftssystem nicht mehr versteht oder auch verstehen will. Wer als Abgehängter in diesem Land um das tägliche Überleben kämpft, wer trotz ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse, am Monatsende nur gerade soviel Geld ausgezahlt bekommt, dass es gerade ausreicht, um den eigenen Lebensstandard in etwa zu halten, der will und kann viele politische Entscheidungen nicht für gut heißen.

Doch statt auf die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten zuzugehen, verkriecht sich mancher Politiker in sein Schneckenhaus und wartet tatenlos ab, bis der Protest an ihm und seiner Partei vorüber zieht. Das ist jedoch der falsche Weg. So wird eine Partei gestärkt, die zwar keine Lösungen für viele Probleme anbietet, jedoch immer einen Schuldigen benennt.

Sebnitz, Zwickau und Heidenau sind überall und dort wird demnächst die AfD versuchen Politik zu gestalten. Dann werden wieder andere Protestler erscheinen und deren Kundgebungen oder das Erscheinen dieser bei Veranstaltungen stören. Demokratie ist ein fließender Prozess und nie Personen gebunden. Das ist gut so. Bleibt zu hoffen, das auch bei den Deutschnationalen, den Rechten und Reaktionären, die Meinung offen gesagt werden darf. Oder sind dieses auch nur " Volksverräter " ?




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