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Donnerstag, 23. Juni 2016

" Stairway to heaven " = " Taurus "?


In den Zeiten der medialen Harmonie, der Gleichförmigkeit vieler Medien und der ständigen Verfügbarkeit von Informationen, fällt es einem Rezipienten dadurch oft schwer, wichtige von unwichtigen Meldungen zu unterscheiden. Zudem versucht das nationalistisch - reaktionäre Lagern ständig, dem Hörer, Seher und Leser einzuimpfen, dass es sich unisono nur noch um staatstragende Transmitter von zuvor gefilterten und zensierten Nachrichten; ergo: um die " Lügenpresse " handele.

Diese Lüge der rechten Berufslügner, dürfte dennoch zügig als solche zu entlarven sein, liest ein Interessierter deren Schund, den diese Gegenmeinung oder noch selbst gefälliger, sogar Gegenöffentlichkeit nennen. 

Da hörte ich in einem Nachrichtenbblock eine Meldung, die sich in etwa so wieder geben lässt:



 " Aufgrund deutlicher Ähnlichkeiten eines Gitarrenlaufs von Spirits Taurus (1968) und Led Zeppelins Stairway to Heaven (1971) strebte der Nachlassverwalter von Randy California seit 2014 ein Plagiatsverfahren gegen Robert Plant und Jimmy Page an.[3] Ein Ziel der Klage ist es, daß California künftig als Mitautor von Stairway to Heaven genannt werden soll.[4] Das von einem kalifornischenRichter wegen „ausreichender Ähnlichkeit“ zugelassene Verfahren wurde am 14. Juni 2016 vor einem Geschworenengericht eröffnet. "


Zitatende - aus: wikipedia,  Spirit ( Band )


Tja, ich kenne natürlich den " Zep " - Titel, aber, " Taurus "? Da musste ich dann doch die alte Tante Google suchen lassen und die fand heraus, dass der Titel der US - amerikanischen Formation " Spirit " auf der  ersten, gleichnamigen Vinyl - Scheibe, die 1968 auf dem " Ode Record " - Label, das sich später der Multi Sony unter den Nagel riß, veröffentlicht wurde. Hier sind diese Stücke zu finden:

  1. Fresh-Garbage (J. Ferguson) (3:11)
  2. Uncle Jack (J. Ferguson) (2:43)
  3. Mechanical World (M. Andes/J. Ferguson) (5:15)
  4. Taurus (R. California) (2:37)
  5. Girl In Your Eye (J. Ferguson) (3:15)
  6. Straight Arrow (J. Ferguson) (2:51)
  7. Topanga Windows (J. Ferguson) (3:36)
  8. Gramophone Man (J. Ferguson, R. California, J. Locke, M. Andes, E. Cassidy) (3:49)
  9. Water Woman (J. Ferguson) (2:11)
  10. The Great Canyon Fire In General (J. Ferguson) (2:47)
  11. Elijah (J. Locke) (10:49)





Der vierte Song, ein Instrumentalstück, der just " Taurus " benannt wurde, hört sich dann so an:







In der Tat, es dürfte in der Grundstruktur der Melodieabfolge eine frappierende Ähnlichkeit zu erkennen sein. Selbst ein nicht geübter Hörer, dürfte dieses nicht leugnen können. Und dennoch: Nach mehr als 48 bzw. 45 Jahren nutzt es wohl kaum einen der noch lebenden Beteiligten, wenn ein US - Geschworenengericht eine Plagiatsklage, die von dem - offensichtlich Moneten geilen - Nachlassverwalter des 1997 verstorbenen Gitarristen und Mitbegründers der Prog Rock Band " Spirit " initiiert wird.

Randy California, bürgerlich Randolf Craig Wolfe, wurde am 20. Februar 1951 in Los Angeles geboren. Seine Vita liest sich so: Nachdem er zusammen mit seinem Mentor dem Gitarren - Hexer Jimi Hendrix kurzzeitig in einer Gruppe spielen durfte, gründeten sein Stiefvater, der bereits bekannte Jazz - Schlagzeuger Ed Cassidy und er die Band " Spirit ". Die Band trat eine Zeit lang als Vorgruppe bei " Led Zeppelin " - Konzerten auf.

So war das auch schon früher: Man kannte sich eben. Und weil die Musiker sich kannten, gab es dann und wann auch Anlass, nach und mit dem Konsum halluzinogener Mittelchen miteinander zu jammen. So weit, so nicht anrüchig oder verwerflich.

Als Randy California bei einem Badeunfall auf Hawaii 1997 verstarb, machte sich ein bestellter Nachlassverwalter auf den Weg, um für sich und ihn noch weitere, in der Welt längst herum vagabundierender Dollar aufzutun. Das ist legitim, denn schließlich wird der Herr Kollege in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur nach Aufwand, sondern vornehmlich nach Erfolg entgolten. Da wäre es doch gelacht, wenn sich nicht irgendwo noch einige Kontrakte bezüglich der Urheber - und Nutzungsrechte abschließen ließen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Randy_California


Warum dem Hansel allerdings erst nach nahezu 20 jahren aufgefallen sein soll, dass der " Zep " - Hit " Stairway to heaven " und das von Randy California geschrieben Stück " Taurus " unbestrittener Maßen, große Ähnlichkeiten aufweisen, kann ein Musikfreund nun wahrlich nicht nachvollziehen. Weshalb Randy California nicht bereits bei der Veröffentlichung des " Zep " - Stückes bei Page, Plant, Bonham und Jones interveniert hat, bleibt genauso nebulös, wie der Umstand, dass über die Größenordnung des Nachlasses von California / Wolfe bislang kein Sterbenswörtchen verlautbar wurde.

Eher wahrscheinlich und lebensnah dürfte denn wohl auch sein, dass California über kaum nennenswertes Vermögen verfügt, denn sowohl die Band " Spirit " als auch der versuchsweise von ihm angestrebte Solo - Trip waren eher nicht erfolgreich. Obwohl California zu den stilistisch und virtuos herausragenden Gitarristen im Rock - genre zählte. Bekanntlich sind aber Können und Kommerz zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

" Spirit " veröffentlichte trotzdem eine riesige Latte an Alben, ehe die Truppe nach dem Tod von California 1997 aufgelöst wurde.

Der Mit - Begründer und Keyboarder John Locke verstarb 2006 im Alter von 62 Jahren in Ojat, Kalifornien, nachdem er zuvor und nach seiner Abgang bei " Spirit " bei der Band " Nazareth " eingestiegen war.


https://en.wikipedia.org/wiki/John_Locke_(musician)


Ed " Cass " Cassidy verstarb 2012 im Alter von 89 Jahren im kalifornischen San Jose´.



https://de.wikipedia.org/wiki/Ed_Cassidy





https://de.wikipedia.org/wiki/Spirit_(Band)



Und dann wäre noch der Auftritt von " Spirit " anlässlich der 2. " Rockpalst " - Nacht am 4. / 5. März 1978, auf der in der Essener Gruga Halle neben Michael Chapman, dessen Auftritt nicht im Fernsehen zu sehen war, die Gruppen " Mother´s Finest ",  " Dicky Betts and Great Southern " und eben auch " Spirit " zu sehen und zu hören waren.
Randy California spielte hier ein Instrument, das sinnigerweise " Moog Taurus " hieß. Den " Zep " - Titel " Stairway to heaven " durften die Millionen Zuschauer indes nicht hören oder war " Taurus " inzwischen zum Synthesizer mutiert?



Randy California - g/voc/Moog Taurus
Ed Cassidy - dr
Larry "Fuzzy" Knight - b



http://www.rockpalastarchiv.de/rn2.html

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