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Freitag, 22. Juli 2016

Die Brombeerhecke


 Es regnete. Gestern, Donnerstag, der 21. Juli 2016, war ein trüber Tag. Für die Weltpolitik, denn die Flachpfeife, der Pausenclown, der Toupet - Träger, Donald " Duck " Trump, wurde bei dem Kongress der US - Republikaner in Cleveland / Ohio offiziell zu deren Präsidentschaftskandidaten nominiert. Hilfe, ist dieses Land, ist dieser Kontinent, ist diese Welt noch zu retten?

Doch es geht noch schlimmer. Der Wüterich in der Türkei mit dem Namen Recep Tayyip Erdogan hat dem versuchten Militärputsch, der noch laufenden " Säuberung " des Landes von angeblich umstürzlerischen " Elementen ", nunmehr den Ausnahmezustand über sein Land ausgerufen. Dieser Gockel, eitle Selbstdarsteller und Raffzahn befriedigt sich weiterhin selbst, indem er einen Rachefeldzug gegen alle Oppositionellen im und außerhalb des Landes vom Zaun gebrochen hat. Die Urlauber aus Europa und sonstwo aus den Ländern dieser Welt werden es ihm nicht danken. Sie sind zumeist verunsichert und kommen nicht mehr zu den All - You - Can - Eat - Inclusive - Bettenburgen an die Türkische Rivera.

Dann gab es aber noch eine erfreuliche Nachricht: Unser aller Held aus Rio de Janeiro, Mario " Mach - Ihn " - Götze kehrt zurück zum BVB. Nach dorthin, wo er einst, nämlich bis 2013 den Durchbruch in seiner Laufbahn als Fußballspieler verzeichnen konnte. Als er mit viel Trara dann 2013 zum FC Bayern München für sage und schreibe 38 Millionen Euro weggekauft wurde, gab es einen Riesen - Shit  Storm im Netz. Nun, da er wieder für knapp 25 Millionen Euro von der Dortmunder Borussia zurückgekauft werden konnte, halten sich viele Hater bedeckt. Ehrlich gesagt, er geht dahin, wo er eine Perspektive hat, obwohl er ja ein Memminger " Burschn ", ein Bayer aus Oberschwaben, aus dem Allgäu ( Slogan: Geier - Aasgeier - Allgäuer ) ist. Doch der FCB hat seine eigenen Gesetze und da geht es nicht immer um Können, wohl aber um Moneten, aber vornehmlich um den FCB und dessen Außenwirkung. Tja, in Abwandelung des o.a. Kalauers, gilt hier denn alle Male: " Geier - Aasgeier - FC Bayer - Pleitegeier " - oder so ähnlich.

 Es regnet also und so regneten die Meldungen, ja, sie prasselten auf mich herab, nachdem ich mein geplantes Tagwerk, einen weiteren Reparaturversuch unseres Roll - Garagentors abbrechen musste, den " Makita " - Häcksler ebenfalls nicht mehr heraus wuchten brauchte, weil dieser bekanntlich mit elektrischen Strom betrieben werden muss und bei Regen eben eine Kurzschluss - oder Stromschlag - Gefahr besteht. Deshalb kramte ich im Keller herum, suchte und fand einen der standardisierten Holzkörbe, in denen sich vormals Pfifferlinge ( österreichisch: Schwammerl ) oder Eierschwämme ( lateinisch: Cantharellus ) befanden und stakste die Kellertreppe herauf und zog meine 46er Elbkähne an, schloss die Türen zum Eingangsbereich und schritt ( im Nieselregen ) in Richtung der Wiesbadener Straße.

 Hier hatte meine bessere Hälfte kurz zuvor reife Brombeerfrüchte ausgemacht. Und, tatsächlich, diese grinsten mich bereits an, als ich 150 Metern Fußweg - Berg - und Talgang, vor ihnen stand. Also: Flugs an die Arbeit und angepflückt.

Aus meiner Kindheit und Jugend habe ich gelernt, dass jene schwarz - blauen bis dunkel - roten Beeren nicht nur sehr lecker schmecken, sondern auch sehr mühsam zu ernten sind. Mit äußerster Vorsicht sollte der Fressbegierige an einen Brombeerstrauch heran gehen, denn dessen Ableger sind mit spitzen und relativ großen Dornen bewehrt. Wer sich nicht geschickt genug verhält, der macht mit den Stachel artigen Auswucherungen an den langen und oft Daumen dicken Ranken des Strauchs schmerzhafte Bekanntschaft.

Um bei der Beeren - Ernte später nicht eine Streuselkuchen - Haut zu erhalten, sollte der Pflücker versuchen, die Früchte mit zwei Fingern zu lösen. Wurst - Patschen sind hierbei wenig hilfreich, denn die klobigen Hände durchdringen zwar das Gestrüpp, berühren mit Sicherheit aber auch die Ranken mit den Dornen. Autsch!

So fingerte ich durch das Dickicht und schnappte mittels Daumen und Zeigefinger eine dunkle Beere nach der anderen, die ich sanft in den Pfifferlinge - Korb legte. Nach dieser Systematik füllte sich der Holzkorb zusehends. Nach zirka einer halben Stunde war der Job erledigt. Gut 2, 5 Kilogramm Brombeeren lagen im Behälter.

In dieser Zeit jedoch tobte der Straßenverkehr an mir vorbei. Trotz der Ferienzeit jagten mindestens vierzig PKW, acht Busse und zwei LKW, dazu eine Reihe von Fahrrädern - allerdings nur bergab - an mir vorbei. Nebenan, die dem Wohnblock mit der Hausnummer 1, schmiss ein Reinlichkeitsfanatiker seinen Staubsauger ( wohl ein Produkt vom " Media Markt " ) an, der heulte los und  erzeugte mindestens eine Viertelstunde dieses sattsam bekannte Betriebsgeräusch, das einigen durch Faulheit emanzipierten Ehefrauen wohl gehörig auf ihr Gemüt schlägt, weshalb sie sich von ihren domestizierten Ehemännern verbitten, die Wunderwaffe wider dem Hausstaub und mehr, nur in ihrer Abwesenheit zu betätigen. Deutschland in den Jahren nach den Gleichstellungsbemühungen von Frau und Mann; ein starkes Stück Heimat.

Es dauerte noch einige Minuten, ehe der Lärm - Terror aus rasenden PKW, scheppernden LKW und heulenden DVB - Öko - Bussen in einer Ruhephase endete. Nun hörte ich den Sound des auf die Brombeerblätter fallen Regens. Ich erinnerte mich an jene Tage in den elenden, nicht enden wollenden Sommer - oder Schulferien. Als wir uns oft an der Aue, der dort gelegenen " Insel ", die wie ein südamerikanischer Amazonas - Urwald aussah und einer Litfaßsäule sowie einer völlig verschmutzten Sandsteinmauer an der Bückeburger Straße in bad Eilsen trafen. Wir wollten dort spielen und weil wir spielen wollten, dachten wir uns einfach Spiele aus. Dazu gehörte auch, den leichten Abhang an jener Sandsteinmauer herunter zu rutschen. Doch: Unten wartete nicht nur ein Meer von Brennnesseln, dort hinein geworfener Müll, sondern auch wilde Brombeersträucher.

Wer nicht geschickt genug war, der rutschte in den Abgrund und erhielt dafür von den Feinden der Zivilisation, die Höchststrafe verpasst. Neben dicken Quaddeln auf der zarten Haut, gab es kleine Löcher durch die Dornen der Brombeeren in den Pelz und, als wären jene Sanktionen für die ausgelebte Abenteuerlust, nicht schon Strafe genug: So manche Schürfwunde durch den unten liegenden Unrat kam strafschärfend hinzu. Da blieb oft kein Auge trocken. Heulend und bei den Spielkollegen nach Trost suchend, krabbelte der Betroffene den rutschigen, steilen Hang an der Straße in Richtung zum Ortskern Bad Eilsen, wieder hoch. Der Nachmittag war damit gelaufen. Zum weiteren Abheulen, Lecken der Blessuren und kleineren Wunden, Säubern der Lederhose und des karierten Hemdes sowie Besprechen einer Strategie gegen die drohende elterliche Doppelbestrafung ( die ist zwar gesetzeswidrig gewesen - wir Rechtskundige nennen es " ne bis in idem " und verweisen dazu gerne auf Artikel 103 Absatz 3 unseres Grundgesetzes ), doch dieses Postulat jener rechtsstaatlichen Ordnung war einst nicht nur hier, innerhalb der familiären Vier Wände, außer Kraft gesetzt.

Wer sich nicht geschickt genug, nämlich durch Lügen, Notlügen oder sofortiges Verpieseln aus dem Blickfeld der Eltern, aus der Affäre ziehe konnte, dem drohte ein äußerst beliebter und berüchtigter Sanktionskatalog von Hausarrest über Schuhe putzen - als Solist, versteht sich - bis hin zu einer zünftigen Tracht Prügel - die Hard Core - Steinzeiterziehungsanhänger nahmen dazu einen eigens vorgefertigten " Rohrstock -, die dann weitere, erhebliche Schmerzen verursachte.

Tja, die Brombeerhecke an der Bückeburger Straße, sie lockte auch zum Pflücken der immer dunkler werdenden, lecker schmeckenden Früchte. Auch dabei drohten Gefahren, die jedoch nicht jenes Ausmaß an Kratzern, Risswunden und blutenden Kratern auf den Armen, Händen und an den Fingern verursachen konnten. Wir hatten längst den viel zitierten Dreh heraus, wie wir ohne viel Blutvergießen an die erlaubten, weil nicht zuzuordnenden Früchte heran kamen. So schlugen wir uns die Mägern von Ende Juli bis in die frühen Septembertage voll.

Die legale Ernte der wohl schmeckenden Brombeeren an der Bückeburger Straße ist schon längst nicht mehr möglich. Die Gemeinde hat nicht nur die Mauer, so wie die Litfaßsäule auch, abtragen lassen, auch der Verzehr jener schwarz - blauen Beeren dürfte längst zu einem nicht unerheblichen Gesundheitsrisiko führen. Die Straße ist als bekannte Abkürzung zwischen den beiden Bundesstraßen 65 und 83 beliebt. Es jagen hier pro Werktag nahezu 25.000 Fahrzeuge durch. Tendenz: steigend. Damit dürfte der Schadstoffausstoß entsprechend hoch sein. Für die Brombeerhecke zwar nicht bedrohlich, wohl aber für den, die Beeren verzehrenden Menschen.

Dafür gibt es aber die Angebote aus den Supermärkten. Die sind zwar teuer, aber allenfalls mit Wachstumskonzentraten belastet, weil in den Gewächshäusern und Plantagen aufgezogen. Nun, der Gourmet kann eben nicht alles haben.
Eine weitere Alternative bieten die Hersteller von Brombeer - Marmelade, Brombeer - Konfitüre oder Brombeer - Gelee. Hiermit lässt sich ein Brötchen oder eine Scheibe Brot bestreichen. Lecker!
Dann gibt es auch noch Brombeer - Saft in diversen Variationen. Auch als Konzentrat lässt sich die Frucht verarbeiten. Ich erinnere mich noch an jenen Sirup mit dem Namen " Tritrop ", der mit Leitungsheimer gestreckt nicht immer gut schmeckte. Brombeere mochte ich deshalb nicht.

So schritt ich vorsichtig an der Brombeerhecke neben der Wohnstraße entlang und pflückte jene dunklen Beeren ab. Die mich beobachtenden Autoinsassen und Nachbarn im Blickwinkel. Mir kam der Gedanke, dass es vielleicht gar nicht erlaubt sein könnte, diese Früchte zu ernten und selbst zu verzehren. Doch dann fiel mir wieder jene Vorschrift aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch ein, die sich im 1. Buch, als Allgemeiner Teil benannt, unter dem zweiten Abschnitt " Sachen und Tiere " wieder findet. Dort heißt es nämlich:


§ 99
Früchte

(1) Früchte einer Sache sind die Erzeugnisse der Sache und die sonstige Ausbeute, welche aus der Sache ihrer Bestimmung gemäß gewonnen wird.
(2) Früchte eines Rechts sind die Erträge, welche das Recht seiner Bestimmung gemäß gewährt, insbesondere bei einem Recht auf Gewinnung von Bodenbestandteilen die gewonnenen Bestandteile.
(3) Früchte sind auch die Erträge, welche eine Sache oder ein Recht vermöge eines Rechtsverhältnisses gewährt.

Das als Fruchtion bekannte Gesetz regelt also die Verwendung von Erzeugnissen einer Sache. Wer darf demnach die Äpfel von einem in ein anderes Grundstück herüber hängenden Ast ernten? Wer darf diese, nach der Ernte, verzehren oder verwenden? Mit jenen hoch brisanten Fragen schlugen sich auch viele Amtsrichter herum, weil Nachbarn darüber in den Streit geraten und dann sogar schon mal die Fäuste fliegen, wüste Beschimpfungen über den Maschendrahtzaun wechseln oder sogar Waffen eingesetzt werden. Kain und Abel aus dem A.T. lassen dabei herzlich grüßen.

Nein, aber die Früchte eines nicht herrenlosen, weil der Landeshauptstadt Dresden gehörenden Grundstücks und der darauf wuchernden Brombeerhecke, sie darf der vom Regen durchnässte Passant, aber auch der zielorientiert erbetende Pflücker behalten, verwenden und verzehren. Dieses ist nicht verboten. Dieses stellt auch keinen Mundraub dar, der - so die faschistoide Lehre in einigen rechtswissenschaftlichen Fakultäten von anno tobak - auch mit der Schusswaffe verhindert oder unterbunden werden darf.

Auch müssen die geernteten Brombeeren nicht im Nachgang versteuert werden, so, wie es die Stadt Dresden bei der Grundsteuer zelebriert, die mit 635 v.H. zu der höchsten in diesem, unserem Lande zählt.

Gut, dass ich einst im BWL - Grundstudium in Wilhelmshaven bei der " Vorlesung " im Pflichtfach Wirtschaftsprivatrecht aufgepasst hatte, als eben dieses Gesetz, der § 99 BGB, behandelt wurde,

So nahm ich den 2, 5 Kilogramm - Korb mit den frisch gepflückten Brombeeren im Nieselregen auf und trollte mich. Nicht für immer, aber zumindest an jenem 21. Juli 2016, an dem die USA den Dummschwätzer Trump als republikanischen Präsidentschaftskandidaten vorgesetzt bekamen, der selbst verliebte Autokrat Erdogan in der Türkei den Ausnahmezustand verhängen ließ und der gute Götze jetzt wieder die bösen Bayern ärgern darf. 25 Millionen! Wie war das noch gleich? 38 Millionen minus 25 Millionen gleich 13 Millionen als Differenz. " Mach - et - Mario " hat in drei jahren unter dem " Super " Pep in Bazi´s Vorzeigeverein 13 Millionen an Wert verloren. das wären im Durchschnitt 4, 333333...... Millionen pro anno. Junge, so kann das Geld auch verbraten werden, das durch die Honeß´sche Kreativ - Geldvermehrungsmethodik auf illegalem Wege in die Vereinskassen gespült wurde.

Egal!

Die Brombeeren schmeckten am späten Abend genauso lecker, wie jene, die ich vor mehr als 5 Dekaden von der Hecke an der Bückeburger Straße in Bad Eilsen in den Mund schob.
Und Konfitüre gibt es davon jetzt auch. Alles, um es in dem Jargon des Plagiators und Lügner Karl - Theodor von und zu Guttenberg zu formulieren: " Diese ( Marmelade ) ist kein Plagiat. Ich habe sie in mühsamer Kleinarbeit ( gekocht ). "

Wie wahr, wie wahr! Es lebe die Brombeerhecke um die Ecke!

" The Move " und der Klassiker " Blackberry Way " - mehr davon:








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