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Freitag, 8. Juli 2016

Eine Nordland - Reise mit dem Wohnmobil 1988 - Teil VII: Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebten Tag sollst du ruh´n?

Wer jemals in den nördlichen Teilen Europas gewesen ist, der wird sicherlich den Eindruck mit nehmen, dass dort die Zeit anders eingeteilt wird. Natürlich hat ein Tag auch hier nur 24 Stunden, 1.440 Minuten oder 86.400 Sekunden. Doch in den Weiten der skandinavischen, vor allem aber, der norwegischen Tundra, scheint der Tagesablauf irgendwie langsamer abzulaufen. Es mag daran liegen, dass diese Gebiete der nördlichen Halbkugel überwiegend dünn besiedelt sind und es - auch heute noch - nicht immer auf Schnelligkeit in einer schnelllebigen Zeit ankommen muss.

Doch auch die Einheimischen jener weit auseinander liegenden Orte, der Häuser und Behausungen in Form von Zelten ( Juten ), sind längst mit der Zeit gegangen. Das Volk der Samen ( veraltet auch Lappen bezeichnet ), die sich selbst als Sami bezeichnen, haben moderne Techniken bei, während und für ihren Broterwerb, der sich auf Rentier - Zucht und die damit verbundene Haltung sowie Nutzung zum größten Teil reduzieren lässt, eingesetzt.
Während wir knapp vor und hinter dem Polarkreis einige Juten sahen, die von Sami zu Verkaufsständen, in denen neben Rentier - Fellen, Geweihen, auch Hand gefertigter Silberschmuck ( manchmal gegen Schnapsflaschen ) angeboten werden,  umfunktioniert worden waren, finden sich in den Fylken Nordland, Troms und Finnmark, eher verstreut einige Zelte von Rentierzüchtern, die ihre viele Tausend Tiere starken Herden während der Sommermonate auf den kargen Tundra - Flächen äsen lassen.

Nun, mit Einheimischen, also Norwegern, hatten wir bislang sehr wenig Kontakt, Das Fähre - Personal sprach ein gebrochenes Deutsch, in Odda haben wir einige Sätze in Englisch mit einer witzig, wie Pippi Langstrumpf, aussehenden Norwegerin gesprochen, die dort leckere, selbst gezogene Erdbeeren verkaufte und in Asen, einem kleinen Ort zwischen Trondheim und Steinkjer, am Trondheim - Fjord gelegen, trafen wir auf einen seit vielen Jahren dort lebenden Deutschen, der einst, der Liebe wegen, ausgewandert war und uns sofort nach Schnaps fragte. Sonst aber waren die Gespräche eher auf das Notwendigste und hier mit den Campingplatz - Perosonal und den Betreiber reduziert.

Auf dem großen Campingplatz am Alta - Fjord trafen wir zudem nur einige Deutsche. Sie waren, wie wir, entweder mit dem Wohnmobil unterwegs, hatten ein Gespann angekoppelt oder einfach nur ein Großraum - Zelt im Kombi liegen. Einige berichteten von dem Tag des 21. Juni, der Mittsommernacht und den imposanten Eindrücken auf dem Nordkap - Plateau. Sie waren bereits auf der Rückreise und berichteten, dass sie die Route über Schweden, Nordfinnland und Nordnorwegen bis zum Nordkap gefahren seien, weil diese natürlich zeitlich kürzer war.

Dann unterhielten wir uns irgendwann auf der Strecke weit hinter Narvik mit Rheinland - Pfälzern, Sie entfleuchten einem Reisebus auch Cochem an der Mosel, waren wie im Winter mit dicken Wollpullovern, Strickjacken und warmen Hosen bekleidet. Zudem trugen sie Winterschuhe. Erstaunt betrachteten sie zunächst unsere sommerliche Kleidung, die bereits vorhandene Gesichtsbräune und konnten es kaum glauben, dass wir von Temperaturen über 25 ° C erzählten, die wir im Hordaland und noch weit dahinter erlebt hatten.

Dann war da noch der Schweizer aus Luzern, der jedes Jahr im Sommer für viele Wochen in den Hohen Norden zu den Sami fuhr und ihnen Körbe weise Bücher mit brachte, die er dort verschenkte, der Universität in Tromsö, den Hochschulen Saami und Finnmark verschenkte, Der Schweizer Sponsor fuhr schon zum 18. Mal in dieses Gebiet und behauptete deshalb glatt, er kenne jeden Stein hier oben.

So brachen wir denn nach einem Frühstück auf, das Nordkap zu erobern, So, wie es Hunderttausende vor und dann auch nach uns wollten und wollen.

Nach knapp 85 Kilometern erreichten wir Skaidi. Eine kleine Ansiedlung, die zur Kommune Kvalsund gehört und direkt an der E6 liegt.
Nur wenige Kilometer entfernt führt die Autobahn 94 direkt nach Hammerfest ( Hammer ), der nördlichsten Stadt Europas.




https://de.wikipedia.org/wiki/Kvalsund


https://no.wikipedia.org/wiki/Skaidi


Auf Hammerfest haben wir verzichtete, weil natürlich das Nordkap nur zwei Stunden vor uns lag und es die heutige Autobahn in dieser Form noch nicht gab,


https://de.wikipedia.org/wiki/Hammerfest


Auf der E6 ging es dann weiter bis Olderfjord, wo es auf die E 69 bis zu dem etwa 60 Kilometer entfernt liegenden Fährhafen zu der Insel Mageroy mit der Verwaltungsstadt Hönningsväg geht. Hierauf liegt das Nordkap, dass als nördlichster, motorisiert erreichbarer Punkt Europas gilt.

Zuvor aber fuhren wir an den großen Campingplätzen in Russeness, an Smarfjord, Seljenes, Sortvik, um den Käfjord herum bis zu der Fähre. Die brachte uns dann bis zu dem Hafen in Hönningsväg.

Seit den 1990er Jahren ist die Insel allerdings über einen früher mautpflichtigen Tunnel, den " Nordkapp - Tunnelen verbunden.



https://www.google.de/maps/place/Olderfjord,+9713+Russenes,+Norwegen/@70.5853469,25.2380344,14z/data=!4m5!3m4!1s0x45c926f5caf8ba91:0xbfc2f498aea6415f!8m2!3d70.4737829!4d25.0712757

Von Hönningsväg benötigten wir noch weitere 40 Kilometer. Dann hatten wir das Ziel der Begierde, das Nordkap erreicht.

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.norwegen-freunde.com/thomasm/fylke/finnmark/finnmark.jpg&imgrefurl=http://www.norwegen-freunde.com/thomasm/fylke/finnmark/&h=458&w=600&tbnid=pONSuLQ_1v6VmM:&tbnh=98&tbnw=129&docid=Z_JcaJyg25F9qM&usg=__S_a7yXvd37a3NldRCGcReSN7mpY=&sa=X&ved=0ahUKEwjrt6mh1eTNAhUK3SwKHSwGAqcQ9QEIIjAB

Mehr als 3.400 Straßenkilometer und über 50 Stunden reine Fahrtzeit lagen hinter uns.
Von den Kosten mit mehr als 700 Dm Dieselkraftstoff und 400 DM für Campingplatzgebühren sowie Fähren und Tunnel - Maut gar nicht zu sprechen.

Sechs Tage dauerte die Tour durch das Land der Fjorde, Trolle und Sagen; am siebten Tag konnten wir ein wenig ruhen.


" Seawolf " und die norwegische Band " Titanic " aus dem gleichnamigen Albun von 1971;






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