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Sonntag, 21. August 2016

Eine Nordland - Reise mit dem Wohnmobil 1988 - Teil XII.: Bussarde, Birken, Fichten und Oslo´s Holmenkollen ".



Am 12, Tag der sich dem Ende neigenden Nordland - Tour fuhren wir nach dem obligatorischen Frühstück im Freien in Richtung schwedisch - norwegische Grenze.

Bei der - aus dem Langzeitgedächtnis entnommenen - Schilderung jener Reise, ist mir dann doch eine mehr als seltsame Begegnung innerhalb eines dieser nahezu menschenleeren Gebiete zwischen dem Norden und dem Nordwesten Schwedens entfallen. Auf der Strecke zwischen der Großstadt Sundsvall und unserem 11. Rastplatz hinter Hofors und noch vor Falun, passierten wir eine sehr waldreiche Region, die sich zudem als mit Laubbäumen bewachsene Strecke zeigte. An der sehr engen, allerdings noch zweistreifigen Straße, befanden sich im Abstand von allenfalls 300 Meter eine Vielzahl von Halteverbotsschildern, die den Zusatz trugen " För ormvrak " und " Für Bussarde ". Ehrlich gesagt: Ich konnte mir darauf zunächst keinen Reim machen, bis ich dann ein weiteres Schild mit dem Hinweis erhielt, dass es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt, innerhalb dessen die Vögle brüten. Und tatsächlich habe ich hierzu dieses gefunden:


https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_F%C3%A4rnebofj%C3%A4rden


https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4usebussard#Verbreitung

Tatsächlich begann auch einst dort längst die Wildnis Schwedens. Und dass diese Region dann 10 Jahre später zu einem großen Teil zum Nationalpark umgewidmet wurde, ist somit auch nachvollziehbar.

Interessant war natürlich auch jene alte Tankstelle dort, die längst still gelegt und deshalb seit vielen Jahren völlig verwaist - noch die typischen Zapfsäulen aufwies, die vormals in den US - amerikanischen Filmen aus den 1950er und 1960er Jahren gezeigt wurden. Das Gebäude und die Anlagen gammelten vor sich hin. So ist es eben, in der Wildnis Schwedens.

Deshalb begab ich mich einen Tag später mit dem rollenden " Hone Sweet Home " wieder auf die E 16 / 69 in Richtung Rättvik. einem kleinen Örtchen von  in der Provinz Dalarmas läs ( https://de.wikipedia.org/wiki/Dalarnas_l%C3%A4n ), die aus 15 Gemeinden, darunter auch Borlänge, besteht.

Und bei dem Namen Börlänge klingelte sofort bei mir. Da waren die beiden UEFA - Cup - Spiele zwischen dem IK Brage Borlänge und dem SV Werder Bremen in 1982 / 1983 mir noch in guter Erinnerung. In jenem Jahr, als die Grün - Weißen nach dem Wiederaufstieg 1981, gleich auf der internationalen Bühne mitspielten.

Die zweitgrößte Kommune Borlänge lag indes mehr als 20 Kilometer von unserer Route entfernt. Und die Entfernung wurde immer größer, weil unser Weg nach Rättvik führte, das wir nach etwa einer Stunde Fahrzeit und zirka 50 Kilometer dann erreichten.



https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4ttvik


Da wir erst den Monat Juni 1988 schrieben, entging uns ein Großereignis, welches sich  " Classic Car Week Festival " nennt und nahezu 30.000 Oltimer - Freunde und genauso viele Zuschauer an jener Straße angelockt hätte. Ein Graus für jeden Naturliebhaber.

So aber zuckelte der Fiat " Ducato " langsam auf der Reichsstraße 70, auf der wir in Rättvik abbiegen mussten, entlang. Diese Strecke ist mittlerweile durch eine Unzahl von stationären Geschwindigkeitskontrollen ( vulgo: Blitzer, Fotos für das Familienalbum ) zugepflastert worden. Aus gutem Grund: Denn der Grad der motorisierten Arschlöchrigkeit in Skandinavien ist identisch mit dem, was uns hier alltäglich begegnet und erwartet.
Mit dem gravierenden Unterschied: Das in Schweden die Bußgelder für solche " Kavaliersdelikte " gleich astronomische Höhen erreichen ( http://www.renke.se/blog/schwedeninfos/schwedenlinks-bussgelder-in-schweden/ ).
Das galt auch vor 28 Jahren, wenngleich die Sätze etwas geringer waren.


Nun,gut, nach ungefähr 32 Kilometern erreichten wir die Stadt Mora. " Mora ", hmmh, dass könnte sich knapp 15 Jahre nach der Verfilmung des Tolkin´schen  Epos " Herr der Ringe ", so, wie eine jener dortigen Fantasiestädte anhören. Tut es zwar, ist es aber nicht.

Das knapp über 10.000 Einwohner zählende Städtchen in der Provinz Darlanas län, ist heute eher ein wirtschaftlich aufstrebender Ort, der auch Touristik anbietet. " Mora " wird von dem alt - schwedischen Wort " mor ", also dem Moor, dem feuchten Untergrund, abgeleitet. Dennoch besitzt das Städtchen einen eigenen Flughafen und einen größeren Bahnhof an der Strecke nach Uppsala und Stockholm.


https://de.wikipedia.org/wiki/Mora_(Schweden)


Durch Mora führt die Route noch etwa 2 Kilometer über die Reichsstraße 70 in Richtung Malung. Dann darf der heutige Kraftfahrer die gut ausgebaute E 45 nutzen, die zu der damaligen Zeit nur in Teilabschnitten fertig gestellt war (  https://de.wikipedia.org/wiki/Europav%C3%A4g_45 ). Inzwischen gibt es somit eine ununterbrochene, weil 1650 Kilometer messende Strecke von Göteborg über Östersund zu der schwedisch - finnischen Grenzstadt Karesuando. Für alle Nordlandfahrer natürlich eine große Zeitersparnis.

Wir indes, mussten uns mit Teilabschnitten begnügen und benötigten deshalb mehr als jene 80 Minuten für 72 Kilometer. An vielen Kiefernwälder vorbei fuhren wir dann entlang der E 16 / E 45 bis Ruskäsen und legten dort nach 4 Stunden auf einem Rastplatz eine Mittagspause ein.

Am frühen Nachmittag setzten wir die Fahrt dann fort und kamen zu dem Ort Vägsjoförs in der schwedischen Provinz Värmland. Die an einem der unzähligen Seen gelegene Ortschaft ist heute - wie viele, vergleichbare Regionen auch - touristisch gut erschlossen und bietet ein Vielzahl von Ferienhäusern an.
Da Schweden zwar sehr teuer, jedoch als Reiseland kaum noch ein Geheimtipp darstellt, gibt es hierbei natürlich auch deutsche Anbieter.

http://www.casamundo.de/ferienwohnung-ferienhaus/schweden/mittelschweden/vaegsjoefors



Über Ästeby, Ostra Vadje und Fensbol

http://www.terschuren.de/anreise.html

https://sv.wikipedia.org/wiki/Fensbol


ging die Reise weiter auf der E 16. Nach 10 Kilometer gelangten wir nach Torsby. Der knapp 4.000 Seelen messende Ort verfügt über einen Regionalflugplatz mit dem die Strecke nach Stockholm bedient wird. Torsby verfügt sogar über eine unterirdische Skitunnel, der mit 1,3 Kilometern Länge auch für Biathlon geeignet ist ( Was es nicht so alles an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt? ).


https://de.wikipedia.org/wiki/Torsby


Über Västanä ( der ort weist ein sehr gut erhaltenes, schlossartiges Anwesen, auf einem der vielen Güter in Schweden auf, besaß einst eine Erzgrube und wird - wie sollte es anders sein? - in der " IKEA " - Kollektion als Untergestellt geführt )  gelangten wir nach Lekvattnet, einem Ort mit einem Militärflughafen, der gleichfalls touristische erschlossen ist.


Nach weiteren 13 Kilometern passierten wir die schwedisch - norwegische Grenze bei Morokulien, einer etwa 6 ha großen Fläche in beiderstaatigen Grenzgebiet

 https://de.wikipedia.org/wiki/Morokulien

und gelangten nach 41 Kilometern nach Konsgvinger, einer 17.000 Einwohner zählenden Stadt an Norwegens größten Fluss, der Glomma. Hier befindet sich auch die Festung mit gleichem Namen.


 https://de.wikipedia.org/wiki/Kongsvinger


Durch Kongsvinger gelangten wir mit dem Reisemobil dann bei Klofta (https://en.wikipedia.org/wiki/Kl%C3%B8fta ) auf die E 6 und hier nach über 400 Kilometer und mehr als 10 Srunden Fahrtzeit in die norwegische Hauptstadt Oslo.

Bei der Einfahrt in den Kessel, sahen wir von weitem schon die beiden Schanzen des Holmenkollen, jener Anlage, auf der jedes Jahr im Winter das das bekannte Ski - Springen statt findet.

Meine Erinnerungen aus den 1970er Jahre kamen bei dem Anblick zurück und mit ihnen ein leichter Klos im Hals sowie etwas feuchte Augen. Oslo ist nicht Norwegen, aber Norwegen ist Oslo.

Zuvor aber suchten wir uns einen Platz zum Übernachten auf dem bekannten, wohl inzwischen in die Jahre gekommenen Bogstadt Campingplatz am Rande der norwegischen Metropole.


https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=Oslo Camping&tbs=lf:1,lf_ui:2&rflfq=1&rlha=0&rllag=59923804,10728963,6467&tbm=lcl&rldimm=80093192416999898


Dann gibt es noch ein wenig auf das Trommelfell: " Thor " und " Thunder Of The Tundra ":



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