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Montag, 15. August 2016

" Hurdal " von " IKEA " rockt.



Wer den Namen " Hurdal " hört, der könnte vielleicht an die norwegische Kommune in der Fylke Akershus denken, die als zweit bevölkerungsreichste Provinz hinter Oslo gilt und knapp 576.000 Einwohner zählt. Akershus ist in 3 Regionen und 22 Einzelgemeinden untergliedert und liegt im Südosten Norwegens.



https://de.wikipedia.org/wiki/Hurdal


Hurdal ist zudem ein durchaus beliebtes Skigebiet, dass sich mit eher moderaten Preisen den Wintersportfreunden anbietet und im Vergleich zu den heillos überlaufenen Ski - Regionen in den Bayrischen Alpen, Österreichs oder der Schweiz, noch überschaubare Übernachtungszahlen hat.



http://www.skiresort.de/skigebiet/hurdal/


" Hurdal " nennt sich aber auch eine Möbel - Kollektion des Branchen - Riesen " IKEA ", die aus diversen Schlafzimmereinrichtungsteilen, nämlich Bett, Kommoden, Ablagetisch, Kleider - und Wäscheschrank besteht.



http://www.ikea.com/de/de/catalog/categories/series/29867/


Jau, und just mit " Hurdal ", dem Provinznamen aus Norwegen in Gestalt der Möbel von Schweden´s Möbel - Giganten hatte ich es am gesamten Wochenende zu tun. Es galt einen Wäscheschrank und zwei Ablagetische zu montieren.

Gut, ja, gut, ich sach´ma´, ich meine, ich glaube, dass ich diese Herausforderung als Vertreter der Generation 60 Plus noch auf die Pfanne bekomme. Zumal auch noch ein Designer - Stuhl mit dem bekannten Namen " Tobias " unser Nonett zum Dezett werden ließ.

Es soll ja die Majorität der Protagonisten in meiner Altersklasse geben, die von Kamprad ´Selbstbau - Philosophie nichts hält. Die Oberspießer kaufen lieber teuer, bei solchen Schund - Buden, wie " Möbel Walter ", " Höffner " oder " Möbel Kraft ", allesamt Einrichtungshäuser für Massen, die bereits geschmacklich bei der Geburt gestorben sind.

Nun, gut, so wuchtete ich die fünf Papp - Kartons aus unserem Kombi und legte sie zunächst in den Flur. Dort standen dann fünf braune Papp - Kartons und harrten der Dinge, die noch kommen könnten.

Der Samstag ist traditionell der familiäre Arbeitstag. Ehrlich gesagt, die Gartenarbeit macht mir mehr Freude als irgendwelches handwerkliches Gedöns. Doch " Hurdal " stand dort stramm und stumm und sah mich mit jedem Mal schweigend an, wenn ich die Papp - Kartonagen passierte.

Ich hob die erste kleinere Verpackung auf und legte sie auf den Teppich im Flur. Dann kniete ich neben ihr, riss sie mit Schwung an der linken Seite auf und öffnete das Paket. Hervor kamen eine Reihe von grünen Holzelementen und brachte die Einzelteile nebst Plaste - Beutel, in denen sich jede Menge Befestigungsmaterial befand, in Position.

Die Arbeit begann. Schritt für Schritt montierte ich die grünen Holzteile zusammen. Die Anzahl der kleinen, kleinsten und winzigen Montageteile nahm in dem Maße ab, indem ich meine Knie, Oberarme und Handgelenke zu spüren bekam. Die Muskulatur eines Mitteleuropäers, der dem Do - it - yourself - Alter der 70er und 80er - Dekade des letzten Jahrhunderts eigentlich friedlich und mit jedem ergrauten Haar danach, entschwunden sein sollte, war nicht mehr so strapazierfähig, wie einst, um jene Schraub - und Zusammenbau - Orgie heil überstehen zu können.

Dennoch: Ich hielt mich erstaunlich gut und lag mit 1 3/ 4 zusammen gebauten " Hurdal " - Ablagetisch sowie meinem zehnten sitzfähigen Busenfreund " Tobias " noch gut im vorgegeben Zeitrahmen.

Die Freiarbeit für freie Bürger am Wochenende wurde dann am Sonntagvormittag fortgesetzt. Hierzu hatte ich aus dem Briefkasten die aktuelle Udo Lindenberg - CD heraus genommen und spielte sie über meine Anlage als Begleitmusik zu dem Kamprad´schen Schraub - Festival ab. " Uns Udo " bemühte sich sogar zwei Mal, mich in eine euphorische Stimmung zu versetzten. Doch sein schönen Balladen vom Leben, der Vergangenheit, der Zukunft und den vielen, hierin begangenen Fehlern, vermochten mich nicht dazu zu bringen, den " Hurdal " Wäscheschrank, grün, und den zweite " Hurdal " - Ablagetisch, grün, fertig zu montieren. So blieb es bei einem - in der Tat - faulen Kompromiss: Wir wuchteten den Korpus des " Hurdal " - Wäscheschranks in das Schlafzimmer, wo meine bessere Hälfte seit Stunden " klar Schiff " machte, die Bekleidung aus den Schränken entnahm, sichtete und aussortierte, und ließen ihn - nur vorüber gehend und nur für einen Tag - an der Fensterseite stehen. Frohen Mutes, das der Kelch, die eher komplizierte Türmontage auf den - bei mir so beliebten Blauen Montag - verlegen zu dürfen, verließ ich das Schlachtfeld.

Ich kramte den Papp - Papier - und Plasteverpackungs - Berg zusammen, ließ diesen - selbstverständlich getrennt - in die entsprechenden Behälter verschwinden und setzte mich - nach einer erfrischen Dusche - vor die Glotze, Auf " sky " liefen Berichte zum 2. Spieltag der 2. Liga. Entspannt verfolgte ich diese und erkannte dabei, dass auch harte Profis keinen freien Sonntag haben.
Da ist eine " Hurdal " - Kollektion  von " IKEA " nur ein Beiwerk im ständigen Überlebenskampf.

Merke also: " Tobias " ist nicht " Hurdal " und " Hurdal " ist nicht " Udo ". " " Hurdal " mit " Udo " rockt!




    

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