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Sonntag, 21. August 2016

Thorsten vom Wege´s " Cafe do Brasil "



Der Zwangsgebührenzahler muss sich - spätestens ab Juli bis Ende August eines jeden Jahres - mit einem Fernsehprogramm aus der Konserve begnügen. Denn während der Sommermonate sind die Schaffenden des " Lügen " - TVs bekanntlich auch im Urlaub. Viele, weil sie tatsächlich die Ferien irgendwo verbringen, andere aber, weil sie in jenen angeblichen Sonne - Monaten die ungezählten Verdummungsbeiträge, wie " Liebe am Fjord ", " Traumschiff Malediven " oder " Sommer in Mainz " abdrehen, um dem darbenden Glotzer damit im Winter die dunklen, die tristen, die freudlosen Tage, Wochen und Monate bis zum Frühling überbrücken zu helfen.

Das öffentlich - rechtliche Radioprogramm kennt diese " Saure Gurkenzeit " indes nicht. Weil hier - insbesondere die reinen Informations - und Nachrichtensender - eher keine Ware aus den Archiven über den Äther jagen können, sondern vielmehr zumeist " top aktuell " zu sein haben, gibt es jene Wiederholungsorgien in dieser Form nicht. Die Brabbel - und Dudelfunkanstalten haben diesen Anspruch und die gesetzliche Aufgabe sowie Auflage, den Hörer am Laufenden zu halten, nur bedingt. Hier werden - neben der öden Werbung - winzige Nachrichtenblocks eingeflochten, deren Informationsgehalt gen Null geht und - weil der kritische Rezipient diese bereits zum x-ten Male woanders mitgeteilt bekommen hat, dann auch nicht mehr neu sein kann.

Desweiteren gilt: Mit elender Sabbeleien, begleitet von nervigen Jingle - Geklimper aus dem Hintergrund und immer dem gleichen Titel - Müll aus der Grabbelkiste der Beliebigkeiten.

Die Nachrichtenkanäle haben hier eine andere Qualität. Als bekennender " MDR aktuell " - Fan lasse ich mich dann schon mal gerne in den frühen Morgenstunden bei einem Pott heiß gebrühten Kaffee aus der " Jura " - Maschine über die neusten Ereignisse in Sachsen, Deutschland, Europa und der übrigen Welt informieren.

Im Zuge der Übertragungen aus der Olympia - Stadt Rio de Janeiro hat sich just " MDR aktuell " in jener Zeit in ein gemeinsames ARD - Programm mit eingebunden, dass schlicht und einfach " Die ARD - Olympianacht " heißt bzw. bis Sonntagnacht - dem Montagmorgen auf die MESZ bezogen - hieß,

Nun, von den vielen Stunden der Live - Übertragungen und den Nachrichten - Blöcken zu der bald beendeten Olympia, habe ich nicht die volle Dröhnung auf mich einwirken lassen. Aber so manche spannende Reportage ist dann doch über das Radiogerät in der Küche in meine Ohren vorgedrungen.

Besonders gelungen fand ich dabei die Beiträge in der Programm - Rubrik " Cafe do Brasil ", die - so meine Annahme - der MDR - Sportjournalist Thorsten vom Wege erstellt hat und die sich mit einigen Rand - Begebenheiten und manchmal auch mehr - zu der 31. Sommer - Olympiade der Neuzeit befassten.

Neben einigen Merkwürdigkeiten, Besonderheiten und sogar Schrullen,richtet der MDR - Journalist - in einer wahrhaft freundlichen Art und Weise - seine dann eher versteckte Kritik an den Ausrichter, das Publikum und auch die eigenen Athleten und Verantwortlichen. Es sind deshalb nette Wortspielereien, die mich zum Schmunzeln brachten, aber auch sanftes Kopfnicken verursachten.

So  berichtete der MDR - Mitarbeiter in seiner täglichen Kolumne über und von den Geschehnisse in Rio am Dienstag, den 16.08. 2016 unter der Überschrift " Das schwarze Gold " von dem elenden Gesöff, dass das IOC - kostenlos - in großen Stahlbehältern an den Wettkampfstätten und den Pressezelten angeboten wird. Und so spannt der Journalist in realtiv kurzer Zeit einen großen Bogen von der Stellung des fünftgrößten Landes dieser Erde als größter Kaffee - Produzent, der guten Qualität dieser Kaffeesorten trotz des Einsatzes industrieller Anbau - und Erntetechniken und massenhaft aufgetragener Pestizide zu der nicht trinkbarer Brühe an den nicht öffentlichen Olympia - Einrichtungen. Vielleicht wollte das IOC hier auch Geld sparen und hatte statt der Marken, wie " Arabica ", Robusta " oder " Santos " ein elenden Muckefuck gekauft, der eben nicht trinkbar ist. Tja, vielleicht wäre es besser gewesen, das IOC hätte für die Zeit der Olympiade von jenen 400.000 Tonnen, die jährlich nach Deutschland exportiert werden, ein oder zwei Tonnen unverzüglich als Reimport gekauft.

Ein weiterer Beitrag beschäftigte sich mit dem unverschämten, aber vielleicht dann doch erklärlichen Verhalten der wenigen Zuschauer an den Wettkampfstätten. Unter dem Titel " Die Buhsilianer " beschäftigt sich der MDR mit eben dem unfairen Publikum und stellt dazu die mögliche Begründung in den Raum, dass für viele Brasilianer die vielen Sportarten dann doch eher unbekannt seien. So könnte das Auftreten des brasilianischen Publikums auch nachvollziehbar werden. Doch eher zutreffend für das gezeigte Desinteresse und das parteiische Ausbuhen von Olympioniken in Rio wird wohl der allgemeine Frust innerhalb der Bevölkerung sein, denn Brasilien ist wirtschaftlich stark angeschlagen und die Bevölkerung bekommt dieses mehr denn je zu spüren. Da hätte es nicht noch eines solchen Milliarden - Spektakel gebraucht.

Und funktioniert hat in den Tagen der Olympia auch nicht sehr viel. Mit ein wenig Häme in den Formulierung zu den abgelaufenen Spielen in Rio de Janeiro begeben sich die MDR - Kommentatoren denn auf die anstehende Heimreise. Vermissen werden sie - nach ihren Schilderungen in dem vorletzten Bericht aus der Serie " Cafe´do Brasil " - dann eher nicht viel. Den Sommer und den Sonnenschein, die eigenen Improvisationskünste und die manchmal spannenden Wettkämpfe ohne großen Publikumszuspruch. Am wenigsten das Essen; vornehmlich das Frühstück, mit den immer fort währenden zwei identischen Wurstsorten, dem fehlenden Frühstücksei und die nicht vorhandene, leckeren Marmelade. Auch der Bustransfers versprach nicht das, was die armen MDR - Reporter von zuhause aus gewohnt waren.
Immerhin konnte sie sich noch, so kurz vor der Heimreise, die Bäuche mit Steaks so lange vollschlagen, bis eben nichts mehr hinein passte.

Ein Privileg, das - trotz der vielen, oft berechtigten Kritiken an den Unzulänglichkeiten der Gegebenheiten rund um die Olympischen Sommerspiele - selbst in den heimischen Gefilden nicht jedem Bundesbürger zukommt. Da kann der gut bezahlte MDR - Mitarbeiter im fernen Brasilien schon auf nicht fahrende Busse, dreilagiges Toilettenpapier und fließend - warmes Wasser für einige Tage verzichten. Oder?

Dennoch: " Cafe do Brasil ", eine prima Idee, den Zuhörern das Ödnis der Olympischen Spiele ein wenig interessanter zu gestalten. Ich für mein Teil, freue mich auf die Rückkehr der MDR - Radioreporter, denn die können sich alsbald voll dem Fußball - geschehen widmen und den Fc Bayern wieder in den Himmel heben. Ach, wie habe ich das vermisst, das Lobhudel über den deutschen Rekordmeister, den deutschen Rekord - Pokalsieger und nach 10 Spieltagen mit Abstand unangefochtenen Tabellenführer der ersten Bundesliga!

      
Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung von " Cafe´do Brasil " aus München? Titel: " Hefeweizen im Biergarten "?


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Dazu: Erik Silvester und " Zucker im Kaffee ":




Hoffentlich gab es den auch in Rio für die MDR - Mitarbeiter?

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