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Montag, 28. November 2016

De Iesige Gesell




Am vergangenen Wochenende wurde wieder aufgemännelt. Die Kartons, Kisten und Tüten, die sich über 10 Monate lang in einer großen Holztruhe auf dem Boden befanden und dort friedlich vor sich her schlummerten, sie mussten geweckt werden. Das war ein Befehl!
Weil solche Anordnungen sofort umzusetzen sind, denn meine bessere Hälfte kennt zum kalendarischen Anbruch der Adventszeit kein Pardon, jagte ich bereits einige Tage vorher auf den Boden, um das dort liegenden Weihnachtsinventar nach und nach nach unten zu bringen.

Wie in jedem Jahr, galt es, zu prüfen, ob die Utensilien noch funktionsfähig waren, denn aufgrund ihrer Vielzahl, ist es ab und an zu Kollateralschäden bei dem An - und Abbauen jener Teile gekommen. Und so stand alsbald fest, dass einige Lichterketten nicht mehr brannten, an den Schwippbögen ein paar Lämpchen auszutauschen waren und auch der Herrnhuter - Stern seine Leuchtkraft wegen einer defekten Fassung eingebüßt hatte.

So nach und nach galt es, die defekten Weihnachtsaccessoires wieder in Schwung zu bringen. Seit Sonntag heißt es nun,: " Wenn die Lichtlein brennen "; allerdings nur elektrisch betriebene Lämpchen.

Während wir uns heute bei einem Pott Kaffee und einem exzellent schmeckenden Stückchen Quark - und Apfelstückchen, über meine Installationsfähigkeiten bei der Weihnachtsbeleuchtung gemeinsam erfreuten und dabei eine aufgezeichnete Ausgabe von " Bares für Rares " mit dem Moderationskünstler Horst Lichter sahen, erfuhren wir dabei, dass es einen russischen Maler mit dem Namen Andrei Jegerov gab, der einst wunderbare Winterlandschaften anfertigte. Und eines dieser Bilder wurde nun in dieser Sendung zum Verkauf angeboten. Auf diesem gezeigten Gemälde wird eine Schlittenfahrt im Winter zu einem einsam gelegenen Gehöft gezeigt.
Der Maler fertigte eine Vielzahl von Bildern mit ähnlichen Motiven an.

http://s362930573.online.de/kunden/fungi/gw/andrei-jegorov/
http://www.arcadja.com/auctions/de/egorov_andrei_afanas_evich/kunstler/2808/

Und während ich mir das nur kurz eingeblendet Bild des in der Nähe von Tallinn ( dem einstigen Reval ) geborenen Künstlers so anschaute, erinnerte ich mich an einige Winter meiner Kindheit und Jugend, als dort hoher Schnee lag, die frostigen Temperaturen uns zu schaffen machten, weil die Holz - und Kohleöfen die Räume kaum aufheizen konnten. Oder auch die später im elterlichen Haus installierten Ölöfen, die Räume nicht vollständig aufheizten.
Dann bildeten sich an den kleinen Scheiben der Sprossenfenster Eiskristalle. Draußen schneite es manchmal schon im November und wir wünschten uns später weiße Weihnachten. Nicht immer ging dieser Wunsch in Erfüllung.

Nicht in jedem Jahr durften wir die typische Winterlandschaft vor dem elterlichen Haus bestaunen. Wenn die gepflügten oder mit Wintersaat bestellten Äcker hart gefroren waren. Wenn ein eisiger Wind darüber wehte und den Schneegriesel vor sich her trieb. Wenn auf den Pfützen neben der Straße oder des Wirtschaftsweges sich eine dicke Eisschicht gebildet hatte, dann war Weihnachten nicht mehr weit.

Noch weiter nördlich, in Schleswig Holstein, wo das Land flach ist, wo in der kalten Jahreszeit auf keiner der vielen Wiesen, auf keinem der zahlreichen Äcker und den vielen Deichen, Tiere oder Grünpflanzen zu sehen sind, wird der kalte, oft eisige Wind,  " De Iesige Gesell´" genannt.
Diesen besingt der Liedermacher und mehr Knut Kiesewetter, der vor kurzem seinen 75. Geburtstag feiern durfte.
Der zur Garde jener Künstler aus der wilden Zeit der 1960er Jahre zählende, jetzt in Nordfriesland lebende Kiesewetter, besann sich schon früh auf die Interpretation plattdeutscher Lieder und Texte.


Vor mehr als einer Dekade legte er ein CD - Box - Set mit 4 Silberlingen vor, auf denen sich eine Vielzahl zeitloser Weihnachtslieder befinden, Jene Stücke befassen sich auch mit der besonderen Stimmung der nordfriesischen Landschaft im Winter.

http://knutkiesewetter.de/4cd_wiehnachtstied.pdf

http://tidido.com/a35184373675759/al55d6743c13b521ef2262aadf/t55d6743d13b521ef2262ab49

Das es nicht immer die abgenudelten Klassiker rund um " Stille Nacht ", " O´Tannenbaum " oder " Süßer die Glocken nie klingen " sein muss, beweist aber nicht nur der plattdeutsche Liedermacher:



In diesem Sinne: " Gut´s Nächtle ".  Heute Nacht wird´s wieder mal kalt. Zwar nicht so kalt, wie einst in den 1960ern, den " Schneekatastrophen - Jahren " oder in Russland / Estland oder Skandinavien, aber immerhin - zum Durchschütteln!




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